DMG-Jahresfest 2015

Stefan Henger: „Begeistert von Jesus bekennen wir ...“

Jahresfest der DMG in Sinsheim mit über 1.000 Gästen und internationalem Flair

Die kleine Weltausstellung mit interessanten Exponaten aus fremden Kulturen kam an
Die kleine Weltausstellung mit interessanten Exponaten aus fremden Kulturen kam an

S i n s h e i m (tv). Deutsche Missionare sind als Fachkräfte weltweit gefragt. Das zeigte sich beim Jahresfest des christlichen Hilfswerks „DMG interpersonal“ am vergangenen Sonntag (26.04.) in Sinsheim. Etliche internationale Gäste dankten der DMG vor den mehr als 1.000 Besuchern für die vertrauensvolle Zusammenarbeit und baten um weitere Mitarbeiter für kirchliche und soziale Projekte rund um die Welt.

Mehr als 500 Kindern in Not geholfen

DMG-Missionarin Stefanie Rauscher (r.) mit ihrer brasilianischen Teamkollegin Keylla
Sie helfen vernachlässigten Kindern

Keylla Ciane de Souza Martins beispielsweise, eine 29-jährige Sozialarbeiterin aus der Millionenstadt Belém in Brasilien, berichtete, dass sie in ihrem Straßenkinderprojekt gerne mit den deutschen Kollegen der DMG zusammenarbeite, weil diese verlässlich, pünktlich und ausdauernd über viele Jahre mitarbeiteten. Gemeinsam mit DMG-Missionarin Stefanie Rauscher hat die Brasilianerin in den vergangenen acht Jahren mehr als 500 vernachlässigten Kinder aus dem Teufelskreis von Not und Drogensucht befreit. Zudem bildeten sie 200 Mitarbeiter christlicher Gemeinden für soziale Hilfe in Brennpunkten ihrer Stadt aus. Wichtigstes Ziel sei Prävention, erklärte die Brasilianerin. Sie und ihre deutsche Kollegin unterstützen brasilianische Gemeinden dabei, Vorschulklassen zu gründen, um Kinder gefährdeter Familien zu fördern und zu verhindern, dass sie auf der Straße landen.


Audio-Botschaften vom DMG-Jahresfest 2015:

Weil Jesus begeistert ...

Afrika-Missionar Stefan Henger

... Jesus bekennen!

Missionsleiter Dr. Detlef Blöcher


Südamerika betet für die Kirche in Deutschland

Missionar Andreas Fuchs (DMG) mit dem brasilianischen Missionsleiter da Silva
Missionsleiter da Silva (r.)

Der Leiter der brasilianischen Mission ALEM, José Carlos Alcantara da Silva (Brasilia), zeigte sich besorgt über die geistliche Entwicklung in Deutschland. Er beobachte mit Schmerz, wie in Europa das Interesse am Glauben abnehme. Südamerika bete dafür, dass die Kirche in Deutschland standhaft bleibe, die Bibel weiterhin als Wort Gottes verstehe und Mission im Fokus behalte, betonte der brasilianische Theologe beim Jahresfest. Brasilien habe heute 6.000 evangelische Missionare in alle Welt entsandt, fast doppelt so viele wie das Land der Reformation: „Wir bitten Gott, dass er den Gemeinden in Deutschland wieder die Kraft gibt, Missionare zu senden, sodass sich die Zahl vervielfacht.“ Gemeinden sollten berufen, ausbilden und motivieren, damit die Welt von Jesus höre, „das ist Gottes Herzenswunsch“. Da Silva leitet eine Gemeinde mit 1.000 Mitgliedern, die 80 Missionare in anderen Ländern hat. Bei der Mission ALEM, deren Direktor da Silva ist, bilden die DMG-Mitarbeiter Andreas und Gabriela Fuchs südamerikanische Bibelübersetzer aus.

Jesus stärker als die Geister

Puk (r.) mit DMG-Missionarin Heidrun Böhm, die in Thailand in einem Rollstuhlprojekt tätig ist
Puk (r.) mit Heidrun Böhm

Wie der Glaube an Jesus hilft, die Angst vor bösen Geistern zu überwinden, berichtete die Thailänderin Puk vom Volk der Akha: Früher habe der Glaube an die Naturreligion ihre Familie in Angst und Schrecken versetzt. „Mein Vater war Zauberer“, erzählte sie den 1.000 Gästen des Jahresfests. Wie viele der rund 400.000 Akha glaubte auch er, dass bei der Geburt von Zwillingen ein böser Geist in einem der Neugeborenen stecke. Es sei entsetzlich gewesen, als ihre Eltern Zwillinge bekamen. Da keiner wusste, in welchem der Babys der böse Geist sei, habe man beide umgebracht und danach ihr Elternhaus samt Inventar niedergebrannt. Später habe ihr Vater in einer Gemeinde Hilfe gesucht. Die Botschaft, dass Jesus stärker als die Geister ist, habe ihn so fasziniert, dass er Christ geworden sei. Er gründete in ihrem Dorf eine Hausgemeinde, später eine Kirche. Heute kommen 50 Kinder und Erwachsene zum Gottesdienst. Puk selbst hat sich unabhängig davon durch Freunde in der Stadt für Jesus entschieden. Ihr Mann wurde aufgrund seines christlichen Glaubens umgebracht. Die Witwe versorgt heute 23 Waisenkinder. Ihre beste Freundin ist DMG-Missionarin Heidrun Böhm, die in Thailand in einem Rollstuhlprojekt tätig ist.

„Kommt herüber und helft uns!“

Der Franzose Jeannot Gauggel bat um weitere Mitarbeiter für sein Land
Jeannot Gauggel von „France Pour Christ“

Jeannot Gauggel, Direktor der „Association France Pour Christ“ (Straßburg), bat eindrücklich um neue Missionare für sein Heimatland Frankreich. „Kommt herüber und helft uns!“, forderte er die Zuhörer beim Jahresfest auf. Viele Franzosen seien geistlich blind. Ohne Gott seien sie auf sich alleine gestellt, einsam im Weltall. Sie fänden keinen Sinn im Leben. Es gebe große seelische Not, viele hätten keine Hoffnung. Gauggel dankte der DMG für die sieben jungen Christen jährlich, die bei einem Kurzeinsatz in seinem Werk in Frankreich aushelfen. „Die DMG ist ein wirklich guter Partner, merci beaucoup!“

Motiviert Jesus verkündigen

Afrika-Missionar Stefan Henger bei der Predigt
Afrika-Missionar Stefan Henger

„Wie sollen sie aber von Jesus hören, ohne Prediger?“, fragte Afrika-Missionar Stefan Henger die Besucher des Jahresfestes. Mit diesem Bibelwort (Römer 10,14) erklärte er, warum es der DMG neben aller sozialen Hilfe wichtig ist, Menschen für Jesus zu begeistern. Jesus sei einzigartig. „Er hat uns gezeigt, wie sehr Gott uns liebt. Jesus Christus ist der Herr, ihm können wir vertrauen. Er lebt. Er wirkt heute noch Wunder! Aus Freude darüber wollen wir ihn in der Welt bekanntmachen“, sagte Henger in der Predigt des Festgottesdienstes. Der Afrika-Missionar forderte die Zuhörer auf, glaubwürdige Vorbilder der Liebe Gottes in ihrem Umfeld zu sein, damit Menschen schmecken und sehen, wer Jesus ist.

Kunstausstellung im Schlossfoyer

Gemäldeausstellung von DMG-Missionarin Susanne Stoehr (Italien)
Gemäldeausstellung von DMG-Missionarin Susanne Stoehr (Italien)

Parallel zu den Hauptveranstaltungen gab es beim Jahresfest eine Gemäldeausstellung im Foyer des altehrwürdigen Gutshauses Buchenauerhof. Susanne Stoehr zeigte Aquarelle und erklärte staunenden Zuschauern, wie sie in Nasstechnik malt. Die Missionarin lebt in Norditalien, wo sie durch ihre Kunst auf einfühlsame, attraktive Weise das Interesse an Glaubensfragen und der Botschaft der Bibel weckt.

Neue Mitarbeiter gesucht

Missionsleiter Dr. Detlef Blöcher schilderte Beispiele wie Jesus ein Leben verändert
Missionsleiter Dr. Detlef Blöcher

Missionsleiter Dr. Detlef Blöcher betonte in seinem Impuls am Nachmittag, was der DMG wichtig ist: „Die gute Nachricht von Jesus gerade dort zu predigen, wo die Menschen noch nie etwas von ihm gehört haben.“ Jesus befreie von Schuld und Finsternis. Noch immer gebe es 4.000 Völker mit rund drei Milliarden Menschen, denen der Name Jesus unbekannt sei. Dort sind die Lebensbedingungen schwierig. Außerdem gebe es Vorurteile gegen das Christentum. Beispielsweise dächten viele Leute in Nordafrika, Christ zu werden bedeute, ein orthodoxer Priester mit schwarzer Tracht zu werden. Oder das Vorurteil: Jeder Inder sei Hindu, wer die Religion wechselt, verrate sein Volk. Deswegen suche die DMG lebendige Beispiele der Liebe Gottes für diese Völker: Mitarbeiter für soziale und kirchliche Projekte, die derartige Vorurteile entkräfteten.

Spiel und Spaß für coole Kids

Das Miteinander der Kulturen liegt bei der DMG schon Kindern am Herzen
Beim Kindermissionsfest

Beim Kindermissionsfest erlebten rund 130 Kids eine bunte Clownshow mit Musik, Spiel und Spaß. Teenager staunten in der kirgisischen Jurte über die Schilderungen des jungen Seemannspastors René Reifel, der für die DMG im Hafen von Rotterdam arbeitet. Eine kleine Weltausstellung mit vielen bunten Exponaten, Seminare zu aktuellen Themen, Informationen über die Projekte der DMG und die Begegnung mit interessanten Menschen rundeten den Tag ab. Lilly (21), eine Studentin aus Ostfriesland, zog ihr persönliches Resümee: „Ein rundum gelungener Tag mit guter Botschaft und vielen schönen Begegnungen.“


Bildergalerie einer Veranstaltung mit Flair

Hier die Fotos unserer Veranstaltung. Mehr als 1.000 Gäste – Jung und Alt – feierten mit uns ein internationales Fest mit viel Flair und spannendem Programm:

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