Die Prioritäten der DMG

Längerfristige Ziele und Prioritäten der DMG weltweit
Längerfristige Ziele in unserer weltweiten Arbeit

Der Inhalt dieser Seite baut auf das Leitbild der DMG auf und skizziert unsere längerfristigen Prioritäten. Dabei wissen wir uns vollständig abhängig von Gottes souveränem Wirken; wir bedürfen ständig der Korrektur und Befähigung durch seinen Geist. Jesus Christus wollen wir gemeinsam folgen, so konzentriert und konsequent wie möglich.

Dabei geht es uns um die grundsätzliche, langfristige Ausrichtung unserer Organisation als Grundlage für die konkreten Handlungsrichtlinien und einen Zeitraum von drei bis sieben Jahren (vgl. Joh 15,2b+16). Aus dem Leitbild haben wir fünf strategische Ziele erkannt, um unseren Beitrag in Gottes Mission zu leisten entsprechend dem, was uns von Gott anvertraut ist.

* Diese Begriffe werden unten näher erläutert.

Priorität erhalten Missionsprojekte (fortan als Projekt bezeichnet) nach folgenden sechs Kriterien (die Größe der Kreisflächen verdeutlicht das Gewicht der Kriterien in der Gesamtbewertung). Kein Projekt erfüllt alle Kriterien optimal. Die Kriterien sollen vielmehr helfen, das Projekt strategisch weiterzuentwickeln.

Unerreichte als Zielgruppe

(Vgl. Mk 16,15; Röm 15,20). Das Projekt dient einer Bevölkerungsgruppe (sozio-linguistische Gemeinschaft), die geographisch, sprachlich und/oder kulturell keinen Zugang zum Evangelium hat. Innerhalb der Gruppe gibt es bisher zu wenig entschiedene Christen und Gemeinden, um die Botschaft von Jesus unter ihren eigenen Leuten zu verbreiten.

Strategische Bedeutung

(Vgl. 1.Kor 9,19). Das Projekt hat eine große Bedeutung, etwa …

  • nach der Anzahl der erreichten Menschen (1.Tim 2,4)
  • dem Grad der Durchdringung/Intensität (Jüngerschaft/Schulung) (Mt 28,19; Eph 4,15b)
  • Oder es handelt sich um einen neuartigen, kreativ, innovativen Dienst mit Modellcharakter (1.Kor 9,22f)

Nachhaltigkeit und Partizipation

(Vgl. 1.Mo 2,15; Lk 14,28 / Eph 5,21; 1.Petr 4,10). Von Beginn an wird die Beteiligung der lokalen Bevölkerung gesucht, damit eine selbsttragende Bewegung aus örtlichen Ressourcen entstehen kann. Gemeinsames Lernen und Problemlösung wird gefördert mit dauerhaften Ergebnissen.

Multiplikation

(Vgl. 1.Kor 11,1; 2.Tim 2,2). Das Projekt konzentriert sich auf Ausbildung und Training einheimischer Mitarbeiter zur lokalen Vervielfältigung des Dienstes, z.B. durch Jüngerschaft, Mentoring, Leiterschafts und Dorfentwicklung, Theologische Ausbildung, Studentenarbeit oder Missionarsausbildung. Die Einheimischen werden befähigt, andere in diesem Prozess anzuleiten.

Umsetzbarkeit

(Vgl. Mt 24,28; Lk 14,28). Der Aufwand in Planung und Durchführung des Projekts ist verhältnismäßig gering, hinsichtlich: Komplexität, Risiken, verfügbaren Erfahrungswerten, Flexibilität (bei Änderung von Bedürfnissen, Politik, Sicherheit) und zu erwartendem Finanz- und Verwaltungsaufwand.

Bedürftigkeit

(Vgl. Mk 6,34; Lk 6,36; Jak 4,17). Es gibt extreme soziale, geistliche oder materielle Not, ohne dass sich die Menschen selbst helfen oder durch andere einheimische Möglichkeiten Hilfe erfahren können, z.B. nach einer Katastrophe.


Begriffsdefinitionen:

Einsatzmöglichkeit: Als Einsatzmöglichkeit wird die Chance verstanden mit uns verbunden zu sein. Dies kann etwa durch einen Einsatz, ein Arbeitsverhältnis oder unsere aktive Begleitung geschehen, z.B. Business-as-Mission, Fachkräfte, die mit ihrer Firma ins Ausland gehen, Christen, die bewusst in wenig erreichte Regionen ziehen etc.

Missionsprojekt: Ein Missionsprojekt umfasst den Missionar sowie seine Arbeit und Projekte (der Partnerorganisation oder Kirche), die er im Rahmen seines Dienstes durchführt.

Öffentlichkeitsarbeit, Werbung und Medien: Das bezeichnet die Präsenz der DMG in der Öffentlichkeit durch Veranstaltungen, Printmedien, Internet, Presse etc.

Partner: Das sind alle Personen und Gruppen, denen wir dienen und die Erwartungen an uns haben. Zu unseren „Kunden“ zählen wir:

  • Spender, Beter und Unterstützer
  • Sendende Gemeinden
  • Partnerorganisationen und Verbände
  • Missionare und deren Angehörige (in Bezug auf Heimatzentrum)
  • Interessenten und Bewerber
  • Geschäftspartner, Lieferanten, christliche und säkulare Öffentlichkeit, Gemeinden in Deutschland

Hinweis: Alle Begriffe hier sind geschlechtsneutral gemeint und bezeichnen Frauen und Männer gleichermaßen.