Die DMG, von Anfang an ein Wunder ...

Die Gründer der Deutschen Missionsgemeinschaft: Hans und Pauline Beck
Die Gründer: Hans und Pauline Beck
Die kleine Dachstube in Stuttgart-Korntal war Büro und Wohnung zugleich
Die erste Heimatzentrale
Das Gründungsprotokoll der DMG
Das Gründungsprotokoll der DMG
Hans Beck mit seiner späteren Schwiegertochter Margot abends bei der Büroarbeit
Abends bei der Büroarbeit

Gründung der Mission

12. August 1951
„Wach auf du Geist der ersten Zeugen“

Bei einer Konferenz für Weltevangelisation der Theologischen Ausbildungsstätte Beatenberg (Schweiz): 20 Männer und Frauen gründen auf Anregung von Frau Dr. Gertrud Wasserzug die „Deutsche Missionsgemeinschaft“ (DMG). Darunter sind Hans und Pauline Beck aus Stuttgart-Korntal. Er hatte als Soldat im Krieg Gott sein Leben versprochen. Nun löst er das Versprechen ein und wird Geschäftsführer der DMG. Die kleine Dachwohnung von Becks ist erste Heimatzentrale der neuen Mission – Büro und Wohnung für Mitarbeiter und neue Missionare.

Ausreise von Ehepaar Liebenau nach Äthiopien. Gottfried Liebenau (3.v.l.) ist später Missionsinspektor der DMG. Links zwei Söhne von Becks: Martin und Gotthold Beck (2.v.l., später Japan) sowie Bruno Herm (vorne)
Ausreise von Ehepaar Liebenau nach Äthiopien
1953 reist Helmut Gaertner als erster Missionar nach Spanien und Marokko aus. Er gehörte später zu den Gründern des ERF
Helmut Gaertner, der erste Missionar
Elisabeth Schell (Sr. Liesel genannt) war die erste Mitarbeiterin im Heimatbüro
Die erste Mitarbeiterin Elisabeth Schell
Weitere Mitarbeiterinnen kommen dazu: Martha Beier und Hilde Heckeler
Martha Beier und Hilde Heckeler

Die ersten Mitarbeiter

1953 – 1957
„Nun aufwärts froh den Blick gewandt und vorwärts fest den Schritt!“

1953 reist Helmut Gaertner als erster Missionar nach Spanien und Marokko aus. Kurz darauf die erste Ausreise von Ehepaar Liebenau nach Äthiopien. Gottfried Liebenau wird später Missionsinspektor (Leiter) der DMG. Bei ersten Ausreisen neuer Missionare singen die Mitarbeiter das obige Lied von August Hermann Franke. 1955 wird Elisabeth Schell als erste hauptamtliche Mitarbeiterin eingestellt. 1957 kommen Hilde Heckeler und Martha Beier dazu. Die drei pfiffigen Damen prägen die DMG über Jahrzehnte mit ihrem fröhlichen, authentisch gelebten Glauben.

In Äthiopien hatte die DMG bald einen Schwerpunkt ihrer Arbeit, viele Menschen kamen zum Glauben. Das Foto zeigt Alex Fellows, ein Mitarbeiter unseres Partnerwerkes SIM
Die ersten Missionare
Manfred Bluthardt war viele Jahre Missionar in Chile
Manfred Bluthardt in Chile
Lotte Kornmann arbeitete bei den Kajapo-Indianern im brasilianischen Regenwald
Lotte Kornmann in Brasilien
Marie Keil verkaufte ihr Haus und ermöglicht den Bau einer Heimatzentrale in Stuttgart-Möhringen
Marie Keil verkaufte ihr Haus ...

Voran für Jesus ...

1958 – 1965
„Die Bibel als Basis, bereit zum klaren Bekenntnis“

Unter den Missionaren dieser Zeit sind Karlheinz Berger (Brasilien), Helene Held (Papua Neuguinea), der spätere Direktor Manfred Bluthardt (Chile) und Lotte Kornmann, die unter Kajapo-Indianern in Brasilien arbeitete. Während in Deutschland (Frankfurter Erklärung) das Ende der Mission diskutiert wird, sendet die DMG ganz bewusst verstärkt neue Missionare aus. Zur selben Zeit wird die Dachwohnung in Korntal zu klein. Unterstützerin Marie Keil aus Gronau verkauft Haus, Hof, Wald und Felder und ermöglicht den Bau einer Heimatzentrale in Stuttgart-Möhringen.

Schwerpunkt im Ausland war Äthiopien. Hier waren auch Evelyn Kühl und ihr späterer Mann Bruno Herm tätig
Evelyn Kühl (später Herm) in Äthiopien
Missionsleiter Bruno Herm war ein Vordenker der Mission und prägte die DMG tief
Bruno Herm, ein Vordenker der Mission
Der damalige DMG-Vorstand: Pfr. Bremer (1. Vors.), Hans Beck, Fritz Kindlimann, Friedrich Hänssler, Karl Pfeiffer, Gottfried Liebenau und Horst Borkowski
Der damalige DMG-Vorstand
Dr. Dietrich Schmoll erhielt für seine Hungerhilfe im Äthiopien der 1980er-Jahre das Bundesverdienstkreuz
Dr. Schmoll heilte Tausende Leprakranke

Ein Vordenker der Mission

1966 – 1971
„Das Evangelium muss verkündigt werden allen Völkern“

Schwerpunkt damals im Ausland ist Äthiopien. Hier sind auch Evelyn Kühl und ihr späterer Mann Bruno Herm tätig. 1968 wird Herm zum Leiter der DMG berufen. 1970 zählt die DMG 76 Missionare. Auf der Suche nach einer größeren Heimatzentrale stößt man auf den Buchenauerhof. Oben das Motto der DMG aus diesen Tagen: Matthäus 24,14. DMG-Vorstand: Pfr. Bremer (1. Vors.), Hans Beck, Fritz Kindlimann, Friedrich Hänssler, Karl Pfeiffer, Gottfried Liebenau und Horst Borkowski. Dr. Dietrich Schmoll rettete 10.000 Leprakranken das Leben und organisierte später, während der Hungersnot Mitte der 1980er-Jahre, in großem Stil Nahrungshilfe. Dafür erhielt er 2009 das Bundesverdienstkreuz.

Seit 1971 die Heimatzentrale der DMG: Schloss Buchenauerhof
Seit 1971 Heimatzentrale, der Buchenauerhof
In den ersten Jahren musste viel auf dem Buchenauerhof renoviert werden
Kinder vor dem romantischen Herrenhaus
Gläubige Christen haben nach dem 30-jährigen Krieg den Buchenauerhof wieder aufgebaut
Der Buchenauerhof 1892

Der Buchenauerhof ...

Seit 1648
„Ein Bethaus für alle Völker“

Nach dem Dreißigjährigen Krieg bemühten sich die Herrschaften von Venningen, mit Sitz in Eichtersheim bei Sinsheim (Kraichgau), Schweizer Mennoniten auf ihre abgebrannten Höfe und brachliegenden Felder zu bekommen. Die Mennoniten waren hervorragende Landwirte von ungewöhnlichem Fleiß, sittsam und streng gläubig. Auch der Ziegelhof (heute Buchenauerhof genannt), der schon im 16. Jahrhundert erbaut worden war, kam damals unter die Verwaltung einer Mennonitenfamilie. In den Häusern der Siedler wurde ein größerer Raum als „Bethaus“ eingerichtet, bei vielen mit dem Wandspruch: „Mein Haus soll ein Bethaus heißen für alle Völker“ (Jes 56,7).

Die Geschichte des Buchenauerhofs lässt sich zurückverfolgen bis vor den 30-jährigen Krieg. Die Aufzeichnungen oben stammen aus der „Kraichgauforschung“ von Dekan H. Schuchmann. Sie werden der DMG 1986 bekannt und lösen Verblüffung aus: Denselben Bibelvers (Jesaja 56,7) hat die DMG seit Anfang der 1970er-Jahre als Leitwort in der Kapelle im Schloss hängen. Das kann kein Zufall sein.

1860 hatte Gold- und Silberwarenfabrikant Karl A. Denning aus Pforzheim das Gehöft gekauft, 1888 übernahm es Fabrikant August Benckiser. Er ließ das Herrenhaus zum Schlösschen umbauen. Eine Wendeltreppe aus dem alten Schloss in Waldangelloch wurde stilvoll integriert und das mächtige Walmdach gebaut. 1940 übernahm Familie Edmund Sprenger sen. das Gut. In den 1960-ern war es ein Kinder- und Freizeitheim. 1971 erwarb die DMG einen großen Teil des Geländes mit dem Herrenhaus.

Gebet, die persönliche Begegnung mit Gott, ist der DMG von Anfang an wichtig
Gebet ist der DMG wichtig
Die Heimatzentrale sollte ein Ort werden, wo viel für die Völker der Welt gebetet wird
Ein Ort des Gebets für die Welt
Gäste aus dem Ausland bereichern den Alltag, etwa Bischof Birech von der Afrika Inland Kirche
Viele Gäste aus dem In- und Ausland
Marthe Sörvig arbeitete in Bhutan
Marthe Sörvig arbeitete in Bhutan
Joachim und Elizenaide Stölting waren unter Madiha-Indianern in Brasilien tätig
Joachim Stölting in Brasilien

Die neue Heimatzentrale

1972 – 1982
„Haltet an am Gebet“ Römer 12,12

Es ist von Anfang an klar: Die neue Heimatzentrale Buchenauerhof soll ein Ort des Gebets für die Welt sein. Missionsleiter Bruno Herm lässt monatliche Gebetsnächte und -sonntage einrichten. Gäste aus dem Ausland bereichern den Alltag, etwa Bischof Birech von der Afrika Inland Kirche. Es kommen immer mehr Missionare und Einsatzländer dazu: Marthe Sörvig beispielsweise arbeitete in Bhutan, Joachim und Elizenaide Stölting sind unter Madiha-Indianern in Brasilien tätig.

Ein rüstiger Rentner, Otto Mack, legt kostenlos und unermüdlich Fliesen
Die Häuser werden ausgebaut
Schwerpunkt in Deutschland ist die Mobilisierung christlicher Gemeinden für Mission
Beim Missionsfest auf dem Buchenauerhof
DMG-Mitarbeiter beim Gemeindetag in Stuttgart
Gemeindetag unter dem Wort in Stuttgart
Missionsleiter Bruno Herm beim Beginn eines Bauprojektes auf dem Buchenauerhof
Bruno Herm beim Beginn eines Bauprojektes
Der neue Saalbau und „Haus Afrika“ entstehen, mit Wohnungen für Missionare und Mitarbeiter
Der neue Saalbau entsteht

Wachstum weltweit

1983 – 1991
„Gesandt, um zu senden“

Rasantes Wachstum auf 229 Mitarbeiter weltweit. Schwerpunkt in Deutschland ist die Mobilisierung christlicher Gemeinden für Mission durch Veranstaltungen in der Heimatzentrale oder wie beim Gemeindetag in Stuttgart. Auf dem Buchenauerhof entstehen Saalbau und Haus Afrika. Ein rüstiger Rentner, Otto Mack, legt kostenlos und unermüdlich Fliesen. In diese Blütezeit fällt der plötzliche Tod von Missionsleiter Bruno Herm am 14. Oktober 1991. Gott holt ihn mitten aus der Arbeit heraus zu sich. Christen weltweit trauern um einen Vordenker und „Motor der Mission“.

Lic. Manfred A. Bluthardt leitete die DMG von 1991 bis 2000
Manfred Bluthardt leitete die DMG ab 1991
Als der Eiserne Vorhang fiel waren plötzlich alle Türen für Missionare nach Osteuropa und Zentrasien offen
Osteuropa öffnete sich für Mission
Taufe neuer Christen in Litauen – aus der Arbeit von Ehepaar Hägele
Taufe neuer Christen in Litauen
Frank Bosch komponiert und vertont gemeinsam mit einem Kinderchor christliche Lieder in Kroatisch
Frank Bosch in Kroatien

„Das macht(e) Gott“

1992 – 1999
Eine neue Welt tut sich auf ...

Zum neuen Missionsleiter wird Manfred Bluthardt gewählt, der die DMG mit klarer biblischer Haltung prägte. Eine neue Welt tut sich auf: Osteuropa und die GUS öffnen sich für Mission. Christoph und Antonia Hägele sind in Litauen in der christlichen Jugendarbeit und theologischen Ausbildung tätig. Frank und Angelika Bosch in Kroatien veranstalten christliche Musicals und komponieren Lieder auf Kroatisch.

Seit 2000 leitet Dr. Detlef Blöcher die DMG und baut sie in vielen Bereichen aus, beispielsweise das Kurzeinsatzprogramm
Seit 2000 leitet Dr. Detlef Blöcher die DMG
Neuer Schwerpunkt der Arbeit werden Asien, der Orient und Nordafrika
Das Evangelium den Unerreichten
Die 2009 verstorbene Ärztin der DMG, Dr. Ursula Schmitz in Pakistan, erhielt postum den höchsten pakistanischen Verdienstorden verliehen
Ärztin Dr. Ursula Schmitz in Pakistan
Das 50plus-Programm ermöglicht Christen mit Lebenserfahrung wie bspw. Clemens Weiß einen Missionseinsatz
50plus-Programm für ältere Christen

Jesus den Unerreichten

2000 – 2011
„Gemeinsam in Gottes Mission“

Der nächste Leitungswechsel wird bewusst geplant: Direktor ist jetzt Dr. Detlef Blöcher, 2008 wird Andreas Ebinger zum neuen Geschäftsführer berufen. Den Schwerpunkt bildet die Arbeit unter Menschen, die Jesus noch nicht kennen, besonders im Orient und Asien. Und ganzheitliche Mission in Wort und Tat; beispielsweise die medizinische Arbeit unserer 2009 verstorbenen Ärztin Dr. Ursula Schmitz in Pakistan. Sie erhielt postum den höchsten pakistanischen Verdienstorden verliehen. Ab jetzt werden zusätzlich zu den Langzeitmitarbeitern vermehrt junge Leute zu Jahreseinsätzen ins Ausland entsandt. Das 50plus-Programm ermöglicht Christen mit Lebenserfahrung wie bspw. Clemens Weiß einen Missionseinsatz.

Fast überall rund um den Globus entstehen neue christliche Gemeinden
Christen in Asien feiern Gott
Auch im Nahen Osten gibt es geistliche Aufbrüche
Im Nahen Osten gibt es Aufbrüche
Christen aus den Ländern des Südens übernehmen Verantwortung in Sachen Mission
Gemeinden in den Ländern des Südens
Wir wollen die neue Misionsbewegung in Südamerika fördern
Eine junge Argentinierin

Die Welt im 21. Jahrhundert

12. August 2011  (60 Jahre DMG)
„Das ganze Evangelium der ganzen Welt“

Die Welt heute ist eine unteilbare Einheit. Ereignisse am anderen Ende der Erde wirken sich unmittelbar auf unser Leben aus. Fast überall rund um den Globus entstehen neue christliche Gemeinden, immer mehr Menschen glauben an Jesus. In Projekten und Aufgaben, die Missionare aus dem Westen begonnen haben, übernehmen nun Christen aus den Ländern des Südens die Verantwortung. Wir wollen echte Partner für sie sein und diese Bewegung fördern.

Das neue Logo der DMG
Das neue Logo der DMG

Christen gesandt in die Welt

Januar 2014
„Damit Menschen Gott begegnen“

Die DMG erhält ein neues Logo mit dem Slogan: Damit Menschen Gott begegnen. Die Erde als dreidimensionale Kugel – bunt, plastisch, dynamisch – besteht aus vielen Einzelpunkten, wie die Welt heute ist: schön und zergliedert, reich und unvollständig, Gottes gute Schöpfung und doch von ihm entfremdet. Mitten in der bunten Welt, geheimnisvoll angedeutet, ein Kreuz, das Zeichen für Jesus.

Gleichzeitig hat die DMG sich umbenannt von „Deutsche Missionsgemeinschaft, Verein für Wohltätigkeit e.V.“ in „DMG interpersonal e.V.“. Der Namensteil „interpersonal“ erklärt das Wesen unseres Werkes: Mitarbeiter zu entsenden, die Grenzen überschreiten und Botschafter der guten Nachricht sind. Sie kommen Menschen ganz nahe und sprechen sie persönlich an – deshalb „interpersonal“. Die DMG steht weiter für den großen Auftrag: Christen gesandt in die Welt, mit der guten Nachricht. In Jesus Christus gibt es Vergebung der Schuld und die Chance zum Neustart für jeden Menschen. Diese Botschaft sind wir der Welt schuldig.

Mission in der Megacity prägt das Bild seit dem neuen Jahrtausend
Mission in der Megacity
Wer hilft den Menschen und sagt ihnen die biblische Botschaft?
Menschen brauchen Jesus
Wien: Christen singen Lieder in der Tram
Mission in Europa gewinnt an Bedeutung
Unsere Grundschule Arche im Kariobangi-Slum von Nairobi hilft Kindern, dass sie eine Zukunft haben
Kinder im Armenviertel unterrichten

Perspektiven für die Zukunft

2014 – 20..
„Gemeinsam in Gottes Auftrag“

Eine Herausforderung sind die wachsenden Megastädte, besonders in Asien, und ihre Millionen Bewohner. Wer hilft den Menschen und sagt ihnen die biblische Botschaft. Der Umbruch im Orient öffnet neue Möglichkeiten, die Liebe Gottes weiterzugeben. Europa ist schon lange nicht mehr „christlich“. Unser Kontinent muss neu von Jesus hören. In Wien: Christen singen Lieder in der Tram. Gemeindebau in Europa ist nötig. Weltweit gibt es viele arme Menschen in Stadtrandgebieten, die Hilfe und Hoffnung benötigen. Unsere Grundschule Arche im Kariobangi-Slum von Nairobi hilft Kindern, dass sie eine Zukunft haben.

Jesus weitergeben im Medienzeitalter

Die zunehmend vernetzte Welt erfordert neue Wege der Kommunikation, um Menschen für Jesus zu gewinnen. Moderne Missionare engagieren  sich in Radio, Film, Fernsehen, Internet und sozialen Netzwerken, die keine Grenzen kennen, und schicken die biblische Botschaft selbst in entfernteste Länder. Ein Beispiel ist die Handybibel in Türkisch, die von der DMG mit erstellt worden ist. Junge Türken können sich heute diese Bibel auf ihr Smartphone laden, Verse suchen und über Bluetooth mit ihren Freunden teilen. Der Auftrag gilt ... bis Jesus wiederkommt!