Coronahilfe weltweit: Hoffnung ist ansteckend!

05.05.2020 11:39
„Alles wird gut ... mit Jesus!“ Mit diesen Worten überreicht Thomas Kröckertskothen dem Bürgermeister seiner Stadt in der Toskana 500 Masken
Geschenk an einen italienischen Bürgermeister: 500 Masken

300 Missionare der DMG verbreiten Hoffnung und helfen ganzheitlich. Mit Ihrer Spende fürs DMG-Projekt „P50261 Coronahilfe weltweit“ unterstützen Sie z. B.: Hungerhilfe unter Flüchtlingen in Südamerika und im Nahen Osten. Krankenhäuser in Nepal, Pakistan, Niger und Benin. Seelsorge und Gemeindebau auf kreativen Wegen rund um die Welt. Theologische Ausbildungsstätten, die auf Online-Unterricht umstellen. In allem erleben unsere Missionare eine neue Offenheit für Fragen nach Gott:

Mehr Seelsorgegespräche! Margarethe Ackermann berichtet aus Armenien

Abendmahlsfeier übers Internet
Abendmahlsfeier übers Internet

Bei der internationalen Studentenarbeit vom Wohnzimmer aus, sind Zoom und Skype unsere Werkzeuge. Studenten nehmen online an Bibeltreffen teil, stellen Fragen, lesen (oft zum ersten Mal) die Bibel und sind überrascht, was sie entdecken. Es kommt zu mehr Seelsorgetreffen, als vor den Ausgangsbeschränkungen.

Jeden Abend trifft sich unsere Gemeinde online zum Gebet. „Ich habe zwei Jahre meine Wohnung nicht mehr verlassen“, stellte sich Nadine (Name geändert) vor. Nach drei Wochen unfreiwillig in meiner Wohnung berührten mich ihre Worte tief. Nadine leidet unter Angstzuständen und hat unzählige Therapeuten und Medikamente ausprobiert, nichts hat ihr geholfen. Ihre Wohnung war mehr Gefängnis als Zuhause für sie. Dank Corona konnte sie zum ersten Mal online an der Gemeinde teilnehmen und war tief berührt. Vorsichtig fragte sie, ob wir auch für psychisch kranke Menschen beten könnten? Samstag war ich an der Reihe, unser Gebetstreffen zu leiten. Gott ermutigte mich, über Johannes 14,27 zu reden: Was für ein Gott! Sein Friede ist für uns verfügbar, gerade jetzt! Beim Austausch erzählte Nadine: „Ich habe das erlebt. Mitten in einem Angstanfall kam mir gestern der Gedanke, dass ich meine Angst ja Jesus geben kann. Als ich betete, verging der Angstzustand schneller als sonst.“

Im Online-Gottesdienst tags darauf sprach unser Pastor darüber, wie vertrauenswürdig Gott ist. An diesem Morgen entschied sich Nadine, Jesus komplett zu vertrauen: „Heute werde ich das erste Mal nach zwei Jahren wieder nach draußen gehen“, sagte sie. Ich musste weinen, als ich das hörte. Ist es nicht genial, wie Jesus Menschen begegnet? Wir haben nicht viel gemacht, einfach nur mit und für Nadine gebetet. Corona mag uns eingrenzen, aber für Jesus gibt es keine Grenzen!

Aus einem muslimischen Land in Zentralasien schreiben Mitarbeiter:

In Zentralasien wächst die Not
Die Not wächst

In den letzten Wochen haben wir weit über 100 armen Familien, darunter vielen Witwen und Waisen, mit Lebensmitteln helfen können. Die Not wird immer größer, danke für eure Gebete! Da der Fastenmonat Ramadan begonnen hat, können wir uns nicht mehr mit Studenten treffen. Deshalb haben wir für Mai eine 30-Tage-Lese-Herausforderung über Soziale Netze gestartet. Aus anfänglich einigen Dutzend sind inzwischen 500 Teilnehmer aus 15 Ländern geworden! Täglich erhalten sie die Kurzfassung eines guten Buches mit gezielten Diskussionsfragen zum Nachdenken. Parallel bereiten wir den Unterricht für unsere Studenten vor, der ab Juni wahrscheinlich online weitergeführt wird. Vorgestern kam ein gläubiges Ehepaar vorbei und fragte nach dem Buch der Bücher für eine Gruppe neuer Nachfolger. Wir konnten sie mit Bibeln und Speicherkarten versorgen.

Diese Arbeit in Äthiopien muss die Krise überleben (Mareike Weber)

Mareike Webers Team hilft gefährdeten Kindern
Unterstützen Sie Mareike Webers Team

Als DMG unterstützen wir die gemeinnützige Organisation „Child Development Training and Research Center“ in Adis Abeba (Äthiopien), an der Missionarin Mareike Weber mitarbeitet. Sie geben Kreativitätsunterricht und -Workshops für Eltern, Lehrer, Sozialarbeiter und Mitarbeiter christlicher Gemeinden, um das kreative Denken von Kindern und Jugendlichen zu fördern. Kinder sind die Zukunft Afrikas! Ihre wertvolle Arbeit war durch die Krise akut gefährdet. Sie mussten alle Kurse, Freizeiten und Workshops absagen. Ihre Räume wurden zum Quarantäne-Zentrum umfunktioniert. Die 25 äthiopischen Mitarbeiter und Mareike versuchen, das Beste aus der Situation zu machen: Sie kümmern sich um 80 gefährdete Kinder aus armen Familien, versorgen sie mit Nahrung, Hygieneartikeln, medizinisch und geben ihnen Schulunterricht. Die DMG stellt dafür eine finanzielle Soforthilfe zur Verfügung. Zudem helfen wir ihnen mit den laufenden Kosten und Gehältern der Mitarbeiter, damit dieses wichtige Schulungszentrum die Corona-Zeit übersteht.

500 Lebensmittelpakete pro Woche für die Ärmsten (Matthias Kullen/Peru)

Beim Packen der Essenpakete
Beim Packen der Essenpakete
Nahrungshilfe für die Bedürftigsten
Nahrungshilfe für die Bedürftigsten

Uns bewegt die Not der 12.000 venezolanischen Flüchtlinge in Arequipa. Sie trifft die Ausgangssperre hart und sie erhalten keinerlei staatliche Unterstützung. Wir beschenken die Menschen in extremer Not mit Essenpaketen. Eines enthält 2 kg Kartoffeln, 2 kg Reis, 1 kg Spaghetti, 1 kg Linsen, 1 kg Haferflocken, 500 g Bohnen, 500 g Zucker, 3 Dosen Milch, zwei Dosen Thunfisch und eine Seife. Dazu legen wir ein Johannesevangelium, andere christliche Schriften oder eine handschriftliche oder gebastelte Ermutigung. Unser zehnköpfiges Team hat sich mittlerweile gut eingespielt. Diese Woche haben wir 500 Pakete an Familien und Einzelpersonen verteilt. Kommende Woche haben wir 650 Familien auf der Liste. Montag und Dienstag kaufen wir ein, bis Donnerstag packen wir, Mittwoch bis Samstag verteilen wir die Hilfsgüter. Wenn möglich, suchen wir das Gespräch mit den Venezolanern, viele sind offen fürs Evangelium.

Italien: Der Stadt 500 Masken geschenkt (Thomas u. Rebecca Kröckertskothen)

Rebecca als YouTuberin
Rebecca als YouTuberin

Covid-19 ist ein Unglück in vielerlei Hinsicht: Viele unserer Freunde stehen vor dem Aus und wissen nicht, wie sie die nächste Rechnung oder Miete bezahlen sollen. Manche verlieren die Arbeit, ohne Aussicht auf staatliche Hilfe. Bitte betet, dass wir mit Weisheit und Feingefühl helfen und von Jesus weitersagen können. Diese Zeit ist auch eine Chance: Mittendrin sind wir den Italienern mehr Italiener geworden: Jemand hat Geburtstag? Um die Geschäfte unserer Stadt zu unterstützen, bestellen wir Blumen bei einer Freundin oder eine Torte bei unserer Lieblingskonditorei. Eine chinesische Gemeinde aus Florenz hat uns 500 Schutzmasken gespendet, die wir an die Stadt weitergeben konnten. Der Bürgermeister lud uns persönlich ins Rathaus ein. Was für eine Möglichkeit zu zeigen, dass wir als christliche Gemeinde ums Wohl unserer Stadt besorgt sind. Der Herr macht Unmögliches möglich!

Rebecca ist zur YouTuberin geworden: Den Englischclub für Kinder stellen wir als Kurzvideos online. Lehrerinnen und die Bibliothekarin sind dankbar dafür. Statt einmal im Monat findet Rebeccas Mädchengruppe GirlsOnly jetzt jeden Freitagnachmittag statt. Jedes Mädel hat jetzt seine eigene Bibel. Sie unterstreichen, lesen und lernen sich in dem unbekannten Buch zurechtzufinden. Kröcki predigt am Esszimmertisch und gestaltet am Computer Fotos mit Bibelversen, die er verschickt. Einmal die Woche verschicken wir eine Andacht als Sprachnachricht. Dankbar sind wir für eine Freundin aus Deutschland, die Bibelverse in Italienisch gestaltet und uns erlaubt hat, sie im Internet zu veröffentlichen.

Helfen Sie uns, Hoffnung weiterzutragen: Sei es medizinisch, mit Nahrungshilfe, seelsorgerlich und durch Bibelstudium. Sie helfen Menschen, die in diesen besonderen Tagen Not, Leid und Angst erfahren. Wir folgen Jesus und bringen ihnen Hoffnung.

Projektnummer für Spende:
P50261 Corona-Hilfe weltweit


Bericht vom 7. April 2020:

DMG-Projekt Coronahilfe weltweit

Mehr als 300 Langzeitmissionare der DMG sind voll im Einsatz in dieser besonderen Zeit! Auch in Italien und Spanien; auch im medizinischen Dienst in Kliniken in Afrika, wo die Krise gerade beginnt. Viele helfen seelsorgerlich, mit biblischer Botschaft, über neue Medien. Unser stellvertretender Direktor Andrew Howes schreibt:

Andrew Howes ruft zum Spenden für die Corona-Hilfe weltweit der DMG auf
Andrew Howes

„Sei stark und mutig! Hab’ keine Angst und verzweifle nicht. Denn ich, der Herr, dein Gott, bin bei dir, wohin du auch gehst.“ (Josua 1,9)

„Er ist auferstanden!“ Diese Nachricht weckt Hoffnung in den Herzen der Nachfolger von Jesus, damals wie heute! Eine Hoffnung, die ansteckend ist! In den Tagen vor Ostern 2020 haben wir den Tod und seine Schrecken vor Augen: Viren und Bosheit, Angst und Not bedrohen das Leben. Jesus geht mit offenen Augen in den Tod hinein. Nicht für sich, er geht diesen schweren Weg für uns! Jesus Christus hat den Tod besiegt. Er nimmt auf sich, was wir gegenüber Gott und Mensch verschuldet haben und trägt unsere Schuld und Angst mit hinab ins Grab. Das sind keine haltlosen Worte: Seine Auferstehung von den Toten ist der Beweis dafür. Jesus ist der Garant für ein Leben nach den Tod, ein Leben in Frieden bei Gott – diese Hoffnung auf Leben tragen wir in uns. Und unsere Missionare geben sie rund um den Globus weiter! Einige Beispiele, wie wir helfen:

Helfen Sie uns, Hoffnung weiterzutragen: Sei es medizinisch, mit Nahrungshilfe, seelsorgerlich und durch Bibelstudium. Sie helfen Menschen, die in diesen besonderen Tagen Not, Leid und Angst erfahren. Wir folgen Jesus und bringen ihnen Hoffnung.

Projektnummer für Spende:
P50261 Corona-Hilfe weltweit

Seelsorge für Freunde, Online-Bibelkurse für Kinder

Hoffnungslosigkeit macht sich breit in den Städten Italiens – Missionare sind mittendrin, sie stehen den Menschen bei
Hoffnungslosigkeit macht sich breit in den Städten Italiens – Missionare sind mittendrin

Thomas und Rebecca Kröckertskothen schreiben aus der Toskana, Italien:

Natürlich bewegt uns die Hilflosigkeit, Hoffnungslosigkeit und Verzweiflung. NICHTS wird mehr sein, wie es war. Italien ohne Touristen? Viele unserer Freunde haben kleine Läden, die eh schon ums Überleben kämpfen. Sie stehen vor dem Ruin. Kranke leiden und sterben einsam, Angehörige trauern einsam ... es zerreißt uns das Herz. Und wir? Wie können wir da HOFFNUNGSTRÄGER sein? Wie Jesus verkündigen, ohne banal zu wirken?

Thomas und Rebecca Kröckertskothen
Thomas und Rebecca

Technik wird zum Segen: Wir halten Gebetstreffen, Bibelstudien und Gottesdienste online ab und vertrauen, dass wir irgendwie Werkzeug sind. Gebet ist ein Schwerpunkt, aber auch Kurzandachten für Freunde aufzunehmen und die Webseite evangelistisch zu nutzen. Ein wunderbares Geschenk ist meine (Rebeccas) Mädelsgruppe (12-15 Jahre), mit der ich mich dienstags und samstags zu GIRLS ONLY treffe, heute halt online. Wir haben eine Andacht, basteln und reden. Zweimal die Woche versende ich eine Andacht als Sprachnachricht an Freundinnen – nie länger als fünf Minuten! Kröcki gestaltet einen Online-Fotokurs. Wir nehmen Videos für Kinder auf, um mit ihnen Englisch zu lernen und ihnen zu zeigen: Wir denken an euch! Dazu kommen Unmengen Videoanrufe, Telefonate, E-Mails und WhatsApps. Bitte beten Sie für Italien, dass Jesus durch uns Menschen Hoffnung gibt, inmitten des Todestals.

Erwin und Almut Büschlen schreiben aus der Lombardei, Italien:

Ehepaar Büschlen hilft italienischen Kindern mit den Hausaufgaben und hält online Gottesdienste
Facebook-Gottesdienst

Auch in unserem Bekanntenkreis verlieren Menschen Angehörige. Wir beten, dass Gott sich Trauernden zeigt. Wir leben mitten in dieser Tragödie und rufen Freunde über Videotelefon an. Es ist wichtig, dass wir uns als Gemeinde trotzdem noch „sehen“. Die Predigt läuft über Facebook, Gebetsabende und andere Gruppen „treffen“ sich über Skype und Zoom. Wir verbringen viel Zeit damit, Menschen zu helfen, die mit den neuen Kommunikationsmitteln nicht so vertraut sind, damit sie sich eingebunden fühlen. Wie gut ist es, dass man auch am Telefon miteinander beten kann. Bitte beten Sie auch für die Kinder, denen wir Hausaufgabenhilfe geben. Sie übers Telefon unterstützen ist schwer.

César und Julia Palomino Parada berichten aus Madrid, Spanien:

Familie Palomino Parada lebt in der Nähe von Madrid, Spanien
Familie Palomino Parada

Viele Spanier sind nachdenklich und offen für den Glauben. Ein Ehepaar unserer Gruppe näht Gesichtsmasken, die wir zusammen mit Bibeln verschenken. Bitte betet, dass Gott sein Wort gebraucht. Und wir nutzen jede Gelegenheiten, virtuell von Jesus weiterzusagen und die Menschen zu ermutigen. Mit unserer kleinen Gruppe treffen wir uns online über Zoom. Persönlich sind wir dankbar, dass wir trotz der Ausgangssperre gut klar kommen und alle gesund sind. Nun haben wir Gelegenheiten, unsere unmittelbaren Nachbarn kennenzulernen.

Nahrung und Hilfsgüter für die Bedürftigsten

In den Armenvierteln vieler Länder weltweit ist die Not am größten
Hoffnung für die Menschen in den Elendsvierteln

Besonders berührt uns die Not der Tagelöhner, Kleinbauern, Straßenverkäufer und einfachen Fabrikarbeiter in den Städten und Armenvierteln. Millionen auf allen Kontinenten haben durch die Ausgangssperren alles verloren. Wie sollen sie sich und ihre Familien versorgen? DMG-Missionare und Partnerwerke helfen:

Nahrung und Medizin für die Ärmsten der Armen
Nahrungshilfe

Ein Mitarbeiter der DMG im Nahen Osten organisiert Nahrungshilfe für die Bedürftigsten seiner Stadt. Sie bringen Flüchtlingen und Obdachlosen und durch die Krise Verarmten Essen in ihre einfachen Unterkünfte und machen den Menschen Mut. Bei seinen Gebetsanliegen schreibt er: „In der Hilfsgüterverteilung und Ausgabe von Medizin benötigen wir Kraft und Weisheit; im Umfeld unserer christlichen Gemeinde leben 300 Familien am Existenzminimum!“ Wir unterstützen die Gemeinde, dass sie weiterhin Lebensmittel und Medizin verteilen kann.

Das Team von Matthias Kullen in Peru hilft Flüchtlingen aus Venezuela:

Nothilfe für die Ärmsten der Armen, venezolanische Flüchtlinge!
Taschen füllen

Wir als SIM-Team haben ein Projekt gestartet, um die Schwächsten der peruanischen Gesellschaft mit Lebensmitteln und Hoffnung zu beschenken. Es gibt Tausende Flüchtlinge aus Venezuela, die ihren Lebensunterhalt mit Bauchläden auf der Straße verdienen. Durch die Ausgangssperre haben sie kein Einkommen mehr. Unser Team teilt ihnen Essen aus: Wir verteilen Taschen, mit Lebensmitteln für je eine Familie und eine Woche, dazu christliche Literatur sowie Hygieneinformationen. Auch wenn wir Masken tragen und nicht einmal Hände schütteln können, wollen wir Notleidende mit Hoffnung beschenken.

Von einem Partnerwerk in Indien erreichen uns erschütternde Berichte:

In Indien ist die Lage besonders angespannt
Die Menschen versorgen

Der Gemüsemarkt ihrer Stadt ist geschlossen. Die Bauern müssen ihre Produkte dennoch verkaufen, um zu überleben, und die Bevölkerung braucht die Lebensmittel dringendst, was sonst sollen sie essen? Unsere Partner suchen kreative Wege, wie sie die Lebensmittel der Landwirte trotz Ausgangssperre auf legalem Weg zu den Bedürftigen in die Stadt bringen. Zu ihrem Projekt gehört auch eine Krankenstation, die als Reservestation für Covid-Kranke vorgesehen ist. Sie bitten uns um Gebet um Bewahrung und Kraft, vielen Menschen helfen zu können.

Bibelunterricht und theologische Ausbildungsstätten

Theologische Ausbildungsstätten in aller Welt mussten den Unterricht abbrechen und ihre Studenten nach Hause schicken. Das verursacht einen hohen Ausfall an Studiengebühren, mit denen sie ihre Lehrer finanzieren. Wir helfen Einrichtungen u.a. in Brasilien, Mosambik und Malawi, dass sie die Krise überstehen und Technik anschaffen können, um Unterricht auf online umzustellen. Damit junge Christen weiter die Bibel studieren!

Inge Michel und Angelika Maader berichten aus Mosambik:

Die Studenten theologischer Ausbildungsstätten wurden auch in Afrika nach Hause geschickt
Zu Hause weiterstudieren

Das Virus hat am 22. März auch unser Land erreicht. Der Unterricht an unserer theologischen Ausbildungsstätte INTENA kam zum Stillstand. Sofort erarbeiteten wir Lehrer Aufgaben für unsere Studierenden, die sie zu Hause im Selbststudium unter Betreuung übers Handy erledigen können. Bitte beten Sie für uns, dass wir unseren Lehrern und Studenten in dieser Zeit großer Verunsicherung Hoffnung und Mut machen können. Gleichzeitig beunruhigt uns, dass militante Gruppen im Norden des Landes die Dörfer angreifen.

Bei Verena Schafroth (Mosambik) helfen die Studenten medizinisch:

Verena Schafroth ist an der Planung medizinischer Zentren beteiligt
Verena Schafroth

Unsere theologische Ausbildungsstätte ist seit dem 23. März offiziell geschlossen und wird in ein staatliches Gesundheitszentrum umgewandelt, im Blick auf das Virus. Die meisten unserer Studenten werden in solchen Virenzentren als Helfer mitarbeiten, Anfang April erhielten sie ein spezielles Training dafür. Die Zahl der Erkrankten im Land wächst. Wir rechnen damit, in den nächsten Wochen Kranke und Sterbende zu sehen. Bitte betet um Kraft und Weisheit für uns.

Medizinische Hilfe in aller Welt

Hebamme Christina Krappe schreibt aus dem Benin: „Anprobe – passt! Der Schneider kann in Massenproduktion gehen“
Hebamme Christina Krappe

Mit Ihrer Spende unterstützen Sie Missionare im medizinischen Sektor und Kliniken von Partnerwerken im Umgang mit Corona. Wir helfen Krankenhäuser in Nepal, Pakistan, Niger, Benin und anderen Ländern. Beispiele:

Eine Krankenschwester der DMG berichtet aus Südasien: „Hier geht es drunter und drüber. Es sieht so aus, als ob wir die nächsten Tage die ersten Corona-Patienten bekommen. Die Vorbereitungen in unserem Krankenhaus laufen auf Hochtouren. Wir haben keine Intensivstation, können daher ‚nur‘ Sauerstoff und Pflege anbieten. Wir sind ängstlich …“

Hebamme Christina Krappe bittet aus dem Benin um Gebet: „Fast alle Mitarbeiter unseres Krankenhauses haben hysterische Angst vor der ‚Maladie‘. Wir haben inzwischen auf allen Abteilungen die Möglichkeit, dass Patienten sich die Hände mit Seife waschen. Abseits von anderen Gebäuden wurde ein Isolierzimmer errichtet, falls wir Verdachtsfälle haben. Mit dem Pflegedienstleiter und einem örtlichen Schneider konnten wir fürs komplette Personal Mundschutze nähen lassen, in der Hoffnung, dass die normalen OP-Masken noch eine Weile reichen.“

Ein weiteres Beispiel aus Afrika:

Ein Krankenhaus im Niger braucht Sauerstoff

Das Galmi-Krankenhaus gehört zu den wichtigsten Kliniken im Land
Das Galmi-Krankenhaus gehört zu den wichtigsten Kliniken im Land

Als DMG machen wir uns Sorgen um Afrika, wie sich Corona auf den Kontinent auswirken wird. Begegnungen einzuschränken ist vielerorts unmöglich und die medizinische Versorgung oft eh schon prekär. In Galmi, am Südrand der Sahara, gibt es ein Missionskrankenhaus unseres Partners SIM mit 180 Betten. Sie bereiten sich intensiv auf COVID-19 vor. Chefärztin Dr. Anne-Sophie Rowcroft erklärte, wie dankbar sie Gott ist, dass der Niger bisher verschont blieb. Am 19. März wurde der erste Corona-Fall gemeldet. Das Krankenhauspersonal hat sofort begonnen, seine Arbeit anzupassen. Missionsärztin Rowcroft sagte: „Wir planen detailliert, wie wir uns im Ernstfall um Patienten, Personal und umeinander kümmern können.“

Sauerstoffgerät ausgefallen

In dem 180-Betten-Krankenhaus arbeiten 235 einheimische Pflegekräfte und sonstiges Personal, acht chirurgische Assistenzärzte, 15 Missionare, darunter elf Missionsärzte. Es ist in die rote Liste des Landes Niger aufgenommen worden, als wichtige Einrichtung im Blick auf Corona; weil es nur wenige Krankenhäuser dieser Größe im Land gibt. Bis vor kurzem konnte es mit seiner Sauerstoffanlage 100 Liter Sauerstoff pro Minute produzieren – ein lebenswichtiges Gut, da COVID-19 die Atemwege angreift. Leider ist die Anlage vor einigen Wochen zusammengebrochen, so dass nur noch sechs Sauerstoffkonzentratoren zur Verfügung stehen – jedes Gerät produziert nur zehn Liter pro Minute. Die 4.000 US-Dollar, um die Sauerstoffanlage zu reparieren, stellen eine erhebliche finanzielle Belastung für das Krankenhaus dar. Beatmungsgeräte fehlen im ganzen Niger; Galmi ist nicht die einzige Einrichtung, die diese begehrte Ressource auszubauen sucht.

Maßnahmen zum Schutz

Wichtige Abteilungen wie Aidshilfe und Geburtshilfe bleiben offen
Auf der Wochenstation

Die Sorgen sind groß, doch Ärztin Rowcroft bleibt hoffnungsvoll. Für sie ist Gott im Alltag eine Realität und die Quelle ihres Trostes: „Als Mediziner stoßen wir bei vielem, was wir tun, an die Grenzen des menschlich Machbaren. Wir sind oft auf Gottes Hilfe angewiesen. In Galmi haben wir viele Patienten und immer begrenzte Ressourcen – das ist Bestandteil unseres Lebens hier.“ Dennoch will das Missionskrankenhaus sein Personal bestmöglich auf das Virus vorbereiten. Gründliches Händewaschen hat Priorität. Ein Mitarbeiter am Eingang stellt sicher, dass jede Person, die das Gebäude betritt, Hygiene-Richtlinien befolgt. Galmi wird seine Ambulanz schließen. Wichtige Bereiche wie die Versorgung Aidskranker, das Pränatal-Zentrum und die Zahnklinik werden weitergeführt. Das Hospital arbeitet eng mit der Regierung zusammen, sie informieren die Bevölkerung der Umgebung im Radio über die aktuelle Lage.

Mitarbeiter mit Erfahrung

Derzeit suchen sie nach geeigneten Behandlungszentren außerhalb, wo COVID-19-Patienten in Quarantäne untergebracht werden können, damit sie nicht andere Patienten gefährden: „Wir haben das schon bei einem Cholera-Ausbruch 2018 geübt. Damals haben wir mit der Regierung und mit ‚Ärzte ohne Grenzen‘ zusammengearbeitet, um Lösungen zu finden. Auf diese Erfahrung können wir jetzt zurückgreifen.“ Während die globale Pandemie viele beunruhigt, gehören schwere Krankheitsverläufe für Missionarin Anne-Sophie Rowcroft und ihr Team zum Alltag: „Wir sind jeden Tag von Krankheit und Tod umgeben, was hart sein kann. Die zentrale Frage heute ist, wie wir die kurzfristige Unterstützung erhalten, die wir für Covid-19 dringend benötigen. Wir haben nur wenig Zeit!“

„Viel mehr als Medizin!“

Die Pflegekräfte aus aller Welt geben großen und kleinen Patienten auch Vertrauen in Jesus Christus mit auf den Weg
Menschen Hoffnung schenken

Die Missionare aus anderen Ländern in dem Krankenhaus stehen momentan unter der besonderen Zusatzbelastung, dass sie quasi von ihren Heimatländern abgeschnitten sind: „Die Schließung vieler Flughäfen raubt Mitarbeitern die Option, notfalls das Land verlassen zu können. Uns wird das Bibelwort 2. Korinther 12,8–10 wichtig, dass Gottes Kraft in unserer Schwachheit durchscheinen kann. Wir sehen auf seine Größe und schauen, was er in dieser besonderen Situation tun wird“, berichtet die Chefärztin. Eines ist den Mitarbeitern des Krankenhauses in diesen Tagen besonders wichtig: Sie bieten mehr als medizinische Hilfe an, wie es in ihrer Website heißt: „Jeden Tag haben unsere Patienten die Möglichkeit, die Botschaft des Evangeliums im Bibelunterricht und bei Andachten zu hören. Wir glauben an ganzheitliche Heilung – für den Körper und für die Seele!“ Jesus ist ihr Halt, und diese Hoffnung geben sie ihren Patienten in Galmi weiter.

Helfen Sie uns helfen

Als DMG stehen wir Partnern wie diesem in aller Welt zur Seite; im Fall von Galmi für die Reparatur ihrer Sauerstoffanlage und mit medizinischer Grundausstattung, sodass sie Patienten mit Covid-19 helfen können. Wir danken für Ihre Unterstützung.

Projektnummer für Spende:
P50261 Corona-Hilfe weltweit

Medizinische Mitarbeiter aus westlichen Ländern müssen damit klarkommen, dass sie nicht mehr heimfliegen können
Bitte beten Sie für die Mitarbeiter der Galmi-Klinik

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