Zyklon Idai – Nothilfe für Südostafrika

24.04.2019 09:00

Die Nothilfe in Südostafrika kommt an. Der folgende Film unseres Partners SIM zeigt die Verteilung von Nahrung und Hilfsgütern in betroffenen Gebieten in Malawi:

Und hier Bilder unseres Partners MAF – Verteilung von Hilfsgütern in Mosambik:

Der DMG-Partner MAF fliegt für Behörden und Hilfsorganisationen in der Region Beira mindestens 28 Orte regelmäßig mit Flugzeugen und Hubschraubern an, um Nahrung und Hilfsgüter ans Ziel zu bringen. Ein Pilot erzählte nach einem solchen Flug: „Ich war bei einem kleinen Lager nahe Matarrara am Nordufer des Flusses. Menschen auf der Südseite des Flusses waren noch lange durch Überschwemmungen abgeschnitten. Mühsam haben sie versucht, mit Booten die Leute südlich zu retten, aber es kamen viele ums Leben. Wir wollen die Bauern dieser Region mit Saatgut versorgen. Noch haben sie die Chance auf eine Ernte, wenn sie gleich wieder anpflanzen.“ “ MAF transportiert – finanziell unterstützt durch die DMG – Tonnen an Fracht in entlegene Gebiete: Lebensmittel, Zelte und Notunterkünfte für Familien.

Als DMG bitten wir Sie herzlich weiter um Gebet und Spenden für Südostafrika: Cholera und andere Krankheiten werden zum Problem. Bitte beten Sie, dass die Menschen in die Lage versetzt werden, bald wieder Nahrung anzupflanzen, damit sie sich auf Dauer wieder selbst ernähren können. Dass die Obdachlosen nicht zu lange in Lagern leben müssen, sondern in ihre Dörfer zurück können und Hilfe für den Wiederaufbau bekommen. Und um Stärke und Motivation für die Helferteams. Dass diejenigen, denen sie begegnen, Jesus in ihnen sehen.

Helfen

Die DMG nimmt gerne Spenden für die Nothilfe nach Zyklon Idai entgegen unter

Projektnummer „P50412, Zyklon Idai Südostafrika“ – Spendenkonto


08.04.2019

Der Kampf ums Überleben

Helfer verteilen Lebensmittel
Helfer verteilen Lebensmittel

Auch drei Wochen nach den Schrecken des Wirbelsturms Idai bleiben in Mosambik Stadtteile von Beira ohne Strom. Umso mehr freut sich unsere Missionarin Claudia Middendorf über ihre heilgebliebenen Solarzellen, die Laptop und Handy mit Strom versorgt. Aus den Trümmern errichten Claudias Nachbarn notdürftig ihre Häuser wieder, aber das tägliche Leben bleibt für alle ein Kampf.

Inzwischen gibt es wieder frische Lebensmittel in der Hafenstadt, aber weil die lokale Wirtschaft zusammen gebrochen ist, fehlt es den Menschen an allen Ecken an Geld. Viele sind auf Hilfe angewiesen, um zu überleben – einige mehr, andere weniger. Das fördert leider auch Neid untereinander und Korruption. Es gibt auch Menschen, die die Notsituation ausnutzen und sich selbst bereichern. Aufrichtig und ehrlich zu sein, ist in so einer Zeit für die Notleidenden schwierig.

Bitte steht Claudia und den vielen Helfern, die wir als DMG unterstützen, im Gebet bei, dass sie weise Entscheidungen treffen und Kraft haben, weiterhin Nächstenliebe zu zeigen.

Fotos: Von unserem Partner MAF, der Hilfsgüter in abgelegenen Regionen verteilt.

Download Flyer für Ihre Gemeinde

application/pdf Projekt Mosambik Zyklon 2019 (1,3 MiB)

28.03.2019

Dankbar

Claudia Middendorf hat 23 Nachbarn in ihrer Wohnung aufgenommen
Claudia Middendorf hat 23 Nachbarn in ihrer Wohnung aufgenommen

Unsere Missionarin Claudia Middendorf sagt Ihnen herzlich „Danke“, für die vielen Gebete und für die wertvolle Ermutigung, die sie in den vergangenen Wochen nach Tropensturm Idai von Freunden aus Deutschland erreicht haben. Auch wir sind so dankbar für Ihre Unterstützung im Gebet – und für Ihre Spenden, um in den überschwemmten Gebieten Nothilfe zu leisten. Wir tun dies über unsere eigenen Missionare und über unsere Partner (AIM, MAF, SIM u.a.).

Vergangene Woche – nach acht Tagen! – konnten wir zum ersten Mal wieder persönlich mit Claudia Middendorf telefonieren und von ihr selbst hören, dass es ihr persönlich trotz aller Müdigkeit, der vielen Arbeit in der Nothilfe und den heftigen Umständen um sie her gut geht. Der starke Sturm hat immense Schäden an den Häusern ihrer Stadt Beira angerichtet, glücklicherweise steht das Stadtgebiet weitgehend nicht mehr unter Wasser. 23 Menschen, die meisten aus ihrer Gemeinde, haben Zuflucht in der Wohnung von Claudia gefunden. Das Foto zeigt ihr Zusammenleben. Nahrungsmittel sind vorhanden, doch das Bargeld wird knapp, weil die Banken noch nicht in ihr Alltagsgeschäft zurückgefunden haben.

Über Freunde haben wir die Möglichkeit, Bargeld direkt an Claudia und unsere Partner vor Ort zu schicken, sodass sie in Mosambik, Simbabwe und Malawi helfen können.

Das Dach von Claudias Haus hat dem Wirbelsturm nicht stand gehalten. Umso erstaunlicher ist es, dass ihre Solarzelle unversehrt geblieben ist, so, dass sie damit Handy und Laptop aufladen kann.


24.03.2019

Helfen

Die DMG nimmt gerne Spenden für die Nothilfe nach Zyklon Idai entgegen unter

Projektnummer P50412, Zyklon Idai Südostafrika

Spendenkonto

Es erschüttert, welche Spur der Verheerung Zyklon Idai im Südosten Afrikas gezogen hat. Ein Flugzeug unseres Partners MAF flog von der verwüsteten 500.000-Einwohner-Stadt Beira entlang der Autobahn bis in den Nordosten Simbabwes, dabei entstanden die Luftbilder unten: Das Land weitgehend unter Wasser. Menschen, die auf Dächern ihrer Häuser ausharren, ein Gebiet groß wie Luxemburg überflutet, unpassierbare Straßen, zerstörte Häuser. Als DMG können wir über unsere Partner AIM, MAF, SIM sowie unsere Missionare Claudia Middendorf (Beira), Inge Michel, Angelika Maader (Nampula, Nordmosambik) und Ehepaar Waldvogel (Simbabwe) zur Verteilung von Hilfsgütern beitragen. Gerne leiten wir Spenden als Soforthilfe weiter. Bitte beten Sie für die notleidende Bevölkerung der verwüsteten Gebiete Mosambiks, Malawis und Nord-Simbabwes.

Fotos: MAF


21.03.2019

Nahrung wird knapp, Epidemien drohen

Dörfer in Not, ohne Versorgung (Foto: SIM)
Dörfer in Not, ohne Versorgung

Mitarbeiter unserer Partnerorganisation „AIM International“ berichten aus ihrem Dorf, westlich von Beira (Mosambik):

Donnerstagabend traf der Zyklon unsere Gegend, am frühen Freitag zog das Auge des Sturms über uns hinweg, danach kam die zweite Hälfte. Stark und zerstörerisch. Niemals in meinem Leben will ich das nochmal durchmachen. Unsere Umgebung ist ein Baumfriedhof, aber unser Haus hat standgehalten. Die meisten anderen Häuser im Dorf sind beschädigt und Dächer abgedeckt. Drei Menschen starben unter den Trümmern.

Freitagabend erneut ein unglaublicher Sturm, so viel Wasser. Um 5.30 Uhr flohen die Menschen von der niedriger liegenden anderen Seite des Dorfes zu uns, weil ihre Häuser überflutet worden sind. Freitagnacht waren 300 Leute bei uns auf dem Gelände, viele blieben die ganze Nacht auf. Samstag war unbeschreiblich. Gott gab meinem Mann Robert unglaubliche Weisheit. Mit Seilen und darangebundenen leeren 20-Liter-Behältern konnten Menschen durch den reißenden Strom in Sicherheit gebracht werden und den Hang hochklettern. Unsere Seite des Dorfes beherbergt jetzt die andere Seite.

Das Wasser stieg bis an die Straße, wenige Meter vor unserem Gelände, Gott sei Dank nicht weiter. Es regnet immer noch in Strömen. Das Wasser zieht sich langsam zurück und die Menschen schauen nach ihrem Zuhause. Viele haben alles verloren und bleiben auf dieser Seite des Flusses. Die Zahl der Leute bei uns reduziert sich. Die Zufahrtstraße ins Dorf ist in beiden Richtungen nicht befahrbar, sodass wir nicht in die Stadt kommen.

Bitte betet, dass der Regen endlich aufhört und die Überschwemmungen ganz zurückgehen. Dass es nicht zu Epidemien kommt (z.B. Cholera). Dass das Krankenhaus in Beira die Arbeit wieder aufnehmen kann. Dass die Plünderung aufhören und Gott verherrlicht wird. Gestern ist ein Hubschrauber über uns hinweggeflogen. Wir werden sehen, welche Hilfe uns erreicht, denn die Nahrung wird knapp. Die Menschen haben nicht nur ihr Zuhause und ihren Besitz verloren – auch die Ernte auf ihren Feldern.

Jesus hat uns die Kraft gegeben, viele zu retten, uns um Verletzte zu kümmern, Leute zu beherbergen und jetzt leider auch Leichen zu bergen. Wir sind ununterbrochen im Einsatz. Er gibt, was für jeden Tag nötig ist. Ich weine bei Nacht, wenn ich an den kommenden Tag denke. Dass wir jetzt wieder mit der Außenwelt kommunizieren können, ist eine Gebetserhörung.

Karis


20.03.2019, 9.35 Uhr

Bitte um Gebet: „Der Sturm wütet immer noch“

Martin Waldvogel organisiert von Simbabwe aus Nothilfe
Martin Waldvogel organisiert von Simbabwe aus Nothilfe

Martin Waldvogel schreibt aus Simbabwe:

Bitte betet für die vielen Leute, die zum Teil immer noch auf Dächern und Bäumen auf Rettung warten. Dass Hilfe durchkommt und sie gerettet werden! Unser Team ist am Material sammeln und auf Lastwagen packen. Einen Helfer konnten wir heute mit dem Helikopter nach Mosambik losschicken! Bitte betet um Bewahrung für Collen und all die, die unterwegs sind, um den Menschen in Not zu helfen. Beira, die Hafenstadt im Mosambik ist weitgehend zerstört. Bitte betet für unsere Kollegin Claudia Middendorf, die Gott sei Dank überlebt hat! Sie ist von Chaos umgeben und organisiert die Nothilfe dort. Bitte betet für die verheerende Situation in den betroffenen Gebieten! Betet, dass wir richtig helfen können und der Regen in Mosambik aufhört. Der Sturm wütet immer noch und soll auch wieder nach Simbabwe zurückkommen! Jesus ist unsere Zuflucht – bei IHM sind wir sicher! (Psalm 46,1).

21 Nachbarn in ihrem Haus aufgenommen

Claudia Middendorf in Beira
Claudia Middendorf in Beira

von Claudia Middendorf hören wir:

Claudia Middendorf kann nicht außerhalb Mosambiks telefonieren. Sie fragt, ob ihre Familie, Gemeinde und Unterstützer darüber informiert wurden, dass es ihr gut geht? Sie möchte, dass sie wissen, dass sie am Leben ist, im Allgemeinen gesund und beschäftigt. Sie schläft nicht sehr gut, aber ansonsten geht es ihr gut. Und sie bittet um Gebet. Claudia sagte, dass sie 21 Personen in ihrem Haus aufgenommen hat – vom Glauben her eine bunt gemischte Gruppe aus Muslimen, Zeugen Jehovas, Animisten und vier Christen, deren Häuser nicht mehr bewohnbar sind ...


18.03.2019, 22 Uhr

Hochwasser in ganzen Landstrichen Mosambiks, Malawis und Simbabwes (Foto: DMG-Partner MAF)
Hochwasser in ganzen Landstrichen Mosambiks, Malawis und Simbabwes

Die Großstadt Beira unter Wasser

Zyklon Idai und die Folgen

Claudia Middendorf arbeitet in Beira
Claudia Middendorf arbeitet in Beira

Letzten Donnerstag bat unsere Missionarin Claudia Middendorf um Gebet für ihr Einsatzland Mosambik, weil der tropische Wirbelsturm Idai mit Stufe vier auf ihre Stadt Beira zuraste. Danach hörten wir vier Tage nichts mehr von ihr. Völlige Funkstille, weil die Kommunikation zusammenbrach. Heute wird klar: Der Wirbelsturm hat Mosambik, Malawi und den Norden Simbabwes mit Wucht getroffen. Man spricht bereits von 1.000 Todesopfern. Das rote Kreuz soll die Schäden als „erschreckend und massiv“ bezeichnet haben. Weite Regionen und die gesamte Großstadt Beira sind überschwemmt, ohne Stromversorgung und abgeschnitten von der Außenwelt. 90 Prozent der Häuser in Beira sollen zerstört sein. „Hier bahnt sich eine größere Katastrophe an“, erklärt Andrew Howes, Personalleiter für Afrika der DMG. Wir planen ein Nothilfeprojekt für die Menschen in den am stärksten betroffenen Gebieten, wo wir über unsere Partnerwerke und eigene Missionare Nothilfe koordinieren können.

Viele Dörfer von der Außenwelt abgeschnitten

Andrew Howes, Personalleiter für Afrika
Andrew Howes, Personalleiter für Afrika

Personalleiter Afrika Andrew Howes schreibt:

Heute erreichte uns die Nachricht, dass es Claudia Middendorf und allen anderen Mitarbeitern unseres Partnerwerkes AIM in Beira, Mosambik, soweit gut geht. Der Lage für die Bewohner von Beira (500.000) und umliegend Region (1,5 Mio.) ist allerdings sehr schwierig – viele haben das Dach überm Kopf verloren und sämtliche Verbindungsstraßen sind wegen Hochwassers unpassierbar. Das Telefongespräch mit Claudia Middendorf wurde unterbrochen, deshalb nur wenig Details. Viele Dörfer der Region sind von der Außenwelt abgeschnitten und die Menschen dort ganz auf sich gestellt. Versorgung, medizinische und Nahrungshilfe stellen eine große Herausforderung dar. Hilfsorganisationen mobilisieren jetzt ihre Nothilfe, es sollen hunderttausende Menschen betroffen sein. Herzlichen Dank für Ihre Verbundenheit mit Claudia Middendorf. Bitte beten Sie für die Menschen in Mosambik.

Das Krankenhaus in Beira ist zerstört

Inge Michel und Angelika Maader aus Nordmosambik:

Die Stadt Nampula ist nicht vom Zyklon beeinträchtigt worden, wir sind nur durch Unterbrechungen der Kommunikation betroffen, im Moment nutzen wir den Kontakt über den Missionsflugdienst MAF, da wir Nachbarn sind. In der Region rund um Beira ist viel Infrastruktur beschädigt, Geschäfte und Supermärkte sind überflutet, Straßen unpassierbar. Ganz Beira ist weitgehend überflutet. Gestern hieß es, dass mehr als 150 Menschen dort umgekommen und viele verletzt sein sollen. Das Krankenhaus erlitt schwere Schäden, das Dach wurde fortgerissen, die Gebäude beschädigt. Sie können keine Operationen durchführen. Beira ist ohne sauberes Trinkwasser, Kommunikation, ohne Nahrung und Strom. Viele Organisationen arbeiten zusammen, um Soforthilfe zu leisten. Hauptproblem ist, dass Wohnhäuser zerstört sind, die Menschen leben ohne Schutz. Die Regierung schickt Ersthilfe für die obdachlos Gewordenen. Vom Zyklon betroffene Gebiete sind die Tete-Provinz, Sofala-Provinz, Manica-Provinz, Gaza-Provinz und Inhambane. Die am stärksten betroffenen Gegenden sind von der Stadt Beira entlang der A6 bis Simbabwe. Brücken sind zerstört und Beira ist isoliert.

Angelika Maader, Mosambik
Angelika Maader
Inge Michel, Mosambik
Inge Michel

„Wir haben nur noch wenig Reis und beten um ein Wunder“

AIM-Missionare, 100 Kilometer westlich von Beira, schreiben:

Wir sind abgeschnitten, alle Landwege sind zu. Der Fluss hat Hochwasser, Straßen sind unpassierbar. Der Zyklon hat viel Zerstörung verursacht. Die Hälfte unseres Dorfes ist überschwemmt. Es ist eine humanitäre Krise. 300 Leute haben letzte Nacht auf unserem Missionsgelände geschlafen. Wir haben nur noch wenig Reis übrig und beten um ein Wunder.

Die Versorgungslage war eh schon prekär

Familie Waldvogel in Simbabwe
Familie Waldvogel in Simbabwe

Martin und Silke Waldvogel, Simbabwe:

Vielen Dank für eure Nachfrage! Uns geht es gut, aber im östlichen Hochland Simbabwes, drei Stunden von hier, hat der Zyklon schlimm gewütet. Es gibt viele Tote und Vermisste, Häuser, Brücken und Straßen sind weggespült worden. Wir hatten drei Tage ununterbrochen Regen. Jetzt klart es langsam auf. Viele Initiativen sammeln Hilfsgüter für die betroffenen Gebiete. Helikopter sollen Material in die entlegenen Gebiete fliegen. Wir helfen auch mit. Da die Straße nach Beira zerstört ist, werden wir in Simbabwe wahrscheinlich kein Benzin bekommen in den nächsten Wochen. Die Versorgungslage war ohnehin schon prekär. Danke für eure Gebete! Wir brauchen sie dringend für unser Land!

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