Wie ein Jahreseinsatz die Teilnehmer verändert

10.06.2013 10:04

Im Jahr 2013 absolvieren rund 60 junge Leute einen Jahreseinsatz mit der DMG in den verschiedensten missionarischen und Hilfsprojekten von Thailand bis nach Madagaskar und von Frankreich bis Südafrika. Dabei erleben die Teilnehmer, wie Gott Menschen verändert – auch sie selbst. Ein Beispiel:

Marie-Sophie schildert ein eindrucksvolles Erlebnis aus ihrem Jahreseinsatz in Argentinien
Marie-Sophie
Da gab es kein Halten mehr, ich weinte. Ernsthaft. Ich weinte über Deutschland.
Da gab es kein Halten mehr, ich weinte. Ernsthaft. Ich weinte über Deutschland.

Marie-Sophie V. schreibt aus Argentinien:

Weinen und beten für Deutschland?!

„Ich möchte, dass ihr auf Gott hört, welches Land er euch aufs Herz legt, und dann für dieses Land betet“, sagte die Mitarbeiterin. Es gab mehrere Möglichkeiten, darunter auch: Deutschland. Irgendwie kam es mir langweilig vor, für mein eigenes Land zu beten. Dann kniete ich mich hin und fing an zu beten. „Lieber Gott, danke für Deutschland, danke …“

Plötzlich stiegen Bilder in mir hoch. Bilder die daheim normal für mich sind: Punks am Bahnhof, Senioren im Altenheim, Freunde, die mir von ihren kaputten Familien erzählten, Pflegefamilien vom Jugendamt und ihre Geschichten. Manche immer noch unterschwellig von Hass geprägte Witze über Ost- und Westdeutschland, die ich zu hören bekommen hatte …

Da gab es kein Halten mehr, ich weinte. Ernsthaft. Ich weinte über Deutschland. Das hatte ich noch nie erlebt. Plötzlich spürte ich, wie sich ein Arm um mich legte. Jelena, die ebenfalls hier einen Jahreseinsatz macht, saß neben mir. Auch sie begann zu schluchzen. Chrissy, eine andere Deutsche und Micha setzten sich zu uns. Wir weinten und baten Gott, sich über unser Land zu erbarmen. Wir legten ihm die Orientierungslosigkeit unserer Generation hin, die Hoffnungslosigkeit und Einsamkeit, all das Unverständnis, das einer dem anderen oft entgegenbringt …

Später meinte Jelena, es wäre eigentlich schon krass, übers eigene Land zu weinen. Das Gott uns an diesem Tag ins Gebet für Deutschland geführt hat, hatte wohl den Sinn, dass wir unser Land gut kennen?! Wenn man es nach einem halben Jahr in Südamerika von außen anschaut, wirkt Deutschland irgendwie anders. Man sieht die geistliche Not …

Anregungen (der Redaktion) zum Gebet für Deutschland

  • Aktuell: für die von der Flut Betroffenen Regionen und Menschen.
  • Für die Jugend, von denen viele in zerbrochenen Familien aufwachsen.
  • Für die Diskussion um Ehe, Familie und Lebensgemeinschaften, dass sich die Gesellschaft nicht ganz von biblischen Werten verabschiedet und Christen in der Politik ihre Stimme erheben.
  • Für die christlichen Gemeinden, um Glaubensmut, Tiefe und einen festen Anker in Jesus.
  • Für die Bundestagswahl, um eine gute Regierung, die sich an christlichen Werten orientiert.
  • Für Ihre persönlichen Freunde, Nachbarn, Arbeitskollegen: Dass Gott ihnen begegnet.

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