„Vertrau Gott!“

25.04.2017 00:20
Klettern ist eine Leidenschaft von Cornelius Enz.
Klettern ist eine Leidenschaft von Cornelius Enz.

„Vertrau Gott!“ Diese Aussage habe ich von klein auf gehört. Denn ich bin in einer gläubigen Familie aus dem Christusbund in Rommelshausen bei Stuttgart aufgewachsen. In der Kinderstunde, Jungschar und im Teeniekreis hörte ich viel von Jesus. Ich muss ehrlich zugeben, Gott zu vertrauen blieb für mich etwas abstrakt. Alles änderte sich mit einem Schlüsselerlebnis. Freunde überredeten mich, auf einen hohen Felsen zu steigen. Doch statt beim Abstieg den Fußweg zu nehmen, kamen sie auf die abenteuerliche Idee, dass wir uns mit Hilfe eines Kletterseils die 60 Meter hohe Felswand abseilen könnten.

Cornelius Enz
Cornelius Enz

Da stand ich nun, 60 Meter über dem Abgrund. Für Materialfehler und menschliches Versagen gab es keinen Spielraum – der Tod wäre gewiss. Die Angst vor der Konsequenz lähmte vorübergehend jede meiner Bewegungen. „Vertrau dem Seil! Vertrau dem Seil“, rief einer meiner Freunde. Unsicher und mit vor Todesangst verzerrtem Gesicht testete ich, ob ich dem Seil vertrauen könnte. Es hielt! Wohlbehalten und mit einer lebensverändernden Erfahrung kam ich unten an.

Man kann leicht in der Theorie davon reden, dass man einem Kletterseil vertrauen kann. Doch wenn man wirklich das eigene Leben daran hängt, wird aus der belanglosen Theorie Ernst. Man kann dem Objekt Kletterseil vertrauen, weil es für so eine Beanspruchung ausgelegt ist. Ähnlich ist es mit Gott. Beim Reflektieren meines Lebens merkte ich schnell, dass mein Vertrauen in Gott oft nur Theorie war. Wenn er wirklich der Schöpfer Himmels und der Erde ist, dann sollte ich ihm doch auch vertrauen können. Nein, dann will ich Gott vertrauen! So betete ich im Herzen: „Gott führe mich einen Lebensweg, bei dem ich lernen darf, dir persönlich zu vertrauen. Es geschah:

Gott zu vertrauen ist keine Theorie, sondern eine Praxis, die Mitmenschen erfahren und erkennen sollten.

Es geht um Gipfelerlebnisse, die Glauben wecken
Gipfelerlebnisse, die Glauben wecken

Ich lernte, Gott zu vertrauen, weil er mir einen Ausbildungsplatz als Industriemechaniker bei Porsche ermöglichte. Ich erkannte, wie schwer es ist, ihm selbst dann noch zu vertrauen, wenn sich langgehegte Träume zerschlagen. Ich durfte erfahren, wie anspannend es ist, einen unbefristeten Arbeitsplatz im Vertrauen zu kündigen und wie Gott mich versorgt. Wie schwer es ist, zu vertrauen, wenn man drei Jahre in einem missionarischen Abenteuercamp in Kanada arbeitet und es als geistliche Wüste erlebt. Und ich merkte, wie das Vertrauen zu Gott geprüft wird, wenn man als Legastheniker drei Jahre am „Seminar für biblische Theologie“ in Beatenberg Theologie studiert.

Wer hätte gedacht, dass ein Abenteuer am Nachmittag mein Glaubensleben so verändern konnte – weil aus Theorie Praxis wurde. Ich bin gespannt, welche Abenteuer ich als DMG-Missionar erlebe. Im Vertrauen, dass unser himmlischer Vater keine Fehler macht, freue ich mich auf meinen Einsatz als Studentenbetreuer, Erlebnis- und Abenteuerpädagoge beim Fackelträgerzentrum „Tauernhof“ in Österreich. Junge Leute sollen erfahren: Auf Jesus ist Verlass! Vielen Dank für alle Unterstützung. Die Gnade unseres Herrn sei mit Ihnen. Wer mehr über mich erfahren möchte, ist herzlich eingeladen hier nachzuschauen:

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