Ukraine: Von großen und kleinen Konflikten

01.08.2016 08:13
Nachbarskinder spielen im Garten von Familie Teubert
Nachbarskinder spielen im Garten von Familie Teubert

Die DMG-Mitarbeiter Martin und Anja Teubert berichten aus der Ukraine:

Nach mehr als zwei Jahren ist der Konflikt in der Ukraine nur noch selten in den Medien. Wir als Familie leben im Nordosten, rund 400 Kilometer vom Krisengebiet entfernt. Auch unser Leben läuft erstaunlich normal ab. Einerseits ist das gut so, andererseits erschreckend. Denn es geht uns schon nahe, wenn wieder ein junger Soldat aus unserer Stadt beerdigt wird. Oder wenn ein Junge nach dem anderen aus der Klasse unserer Ältesten verschwindet, weil er seine Schulbildung an der Militärakademie fortsetzt – mit dem Ziel, später zu kämpfen. Wir beten um Frieden.

Auch unsere Gemeinde wird bekämpft. Von einer anderen Gruppe, die das Grundstücke für ihre Zwecke nutzen will. Dahinter steckt ein ehemaliger Pastor, der vor Jahren einige Dinge getan hat, die ihn disqualifizierten. Er hat sich in Hass hineingesteigert und will mit allen Mitteln seine frühere Gemeinde zerstören. Anfang April ging das so weit, dass maskierte Männer unser Gemeindehaus verwüsteten. Seitdem steht es unter Polizeischutz. Auch da bitten wir um Ihr Gebet, dass die Gemeinde wieder in Ruhe ihrem Auftrag nachgehen kann; Menschen für Jesus zu erreichen.

Mein (Anjas) persönliches kleines Missionsfeld sind unsere Nachbarskinder. Bewusst haben wir einen Teil unseres Grundstückes für Kinder angelegt: mit Wiese, Schaukel, Sandkasten, Kletterbäumen und einem Spielzimmer für Schlechtwetter über unserer Garage. Nicht viele hier gestalten ihren Garten so für Kinder, deshalb kommen die Nachbarskinder gerne zum Spielen. Eine bunte Mischung zwischen sechs und vierzehn Jahren, die meisten sind mit einem unserer sechs Kinder befreundet. Manche kommen aus vernachlässigten Verhältnissen. Ohne unseren Garten würden einige den ganzen Tag nach der Schule auf der Straße verbringen.

Bitte betet

... für die christlichen Sommerfreizeiten, die Teuberts mit ihrem Team in diesen Tagen durchführen. Kinder aus der Ostukraine erleben Spiel, Spaß und hören von Jesus.

Mein (Anjas) kleines Missionsfeld sind unsere Nachbarskinder. Ohne unseren Garten würden einige den Tag auf der Straße verbringen.

Zum Beispiel der elfjährige Rustam, ein Junge aus Georgien. Seine Mama ist mittlerweile in Russland verheiratet. Rustam lebt bei den Großeltern, die mit ihm völlig überfordert sind. Oder Matwee, ein Sechsjähriger, dessen Vater oft betrunken ist – auch seine Mama scheint dem Alkohol nicht abgeneigt. Lera ist sieben und schwerhörig. Erst mit der Einschulung hat sie die für ihre Eltern viel zu teuren Hörgeräte bekommen. Ihr größter Wunsch ist eine eigene Babyborn-Puppe. Wir freuen uns, dass wir ihr diesen Wunsch Dank Freunden aus der Schweiz erfüllen können.

Spielerisch Hoffnung in Kinderherzen pflanzen
Spielerisch Hoffnung in Kinderherzen pflanzen

Martin bereitet im Moment die christlichen Sommerlager für Kinder vor. Es macht uns Freude, mit ihnen zu spielen und von Jesus weiterzusagen, ist aber oft auch anstrengend. Sie brauchen viel Liebe und Aufmerksamkeit. Manchmal müssen wir sie nach Hause schicken, wenn sie sich nicht an Regeln halten. Letzte Woche haben sie die Heckscheibe unseres Autos eingeschlagen, da war die Geduld am Ende. Sie sehen, wir sind auf Ihre Gebete angewiesen. Gerne möchten wir für ukrainische Kinder da sein, das Nötige dazu kann Gott uns schenken.

Familie Teubert (DMG) hilft Kindern im Osten der Ukraine
Familie Teubert (DMG)

Familie Martin und Anja Teubert (DMG) lebt im Osten der Ukraine. Sie helfen urkainischen Kindern ...

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