Überraschende neue Aufgabe ...

03.03.2017 10:22
Matthias und Martina Knödler, DMG
Matthias und Martina Knödler, DMG

Warum sollten wir uns um neue Flüchtlinge kümmern? Wir sind doch schon über beide Ohren mit unseren türkischen Nachbarn beschäftigt? Diese Frage stellte sich uns 2015, als eine Million Menschen aus Nahost, Zentralasien und Afrika nach Deutschland strömten … und uns plötzlich Christen und Gemeinden aus dem ganzen Land um Hilfe baten.

Seit 27 Jahren geben wir das Evangelium schon Türkischsprachigen in Deutschland weiter; das sind 3,6 Millionen Menschen. Dazu nutzen wir türkische Fernbibelkurse, für die wir im Internet werben. Wir betreuen zwei kleine türkisch-christliche Gemeinden in Frankfurt und Offenbach. Doch als Ehepaar spürten wir, dass etwas Neues dran war. „Herr, was willst Du?“, beteten wir. Da berief mich, völlig überraschend, DMG-Direktor Detlef Blöcher zum Personalleiter für Deutschland.

Seit September kümmere ich mich also um die 39 Missionare der DMG, die Geflüchteten und Migranten in Deutschland helfen. Diese Arbeit macht Freude, und es ist motivierend, was die Mitarbeiter vor Ort erleben. Vorläufig bringen wir uns mit 50 Prozent in diese Aufgabe ein. Gott hat unser Gebet erhört, ihm sei Dank!

DMG-Flüchtlingsarbeit

Wo DMG-Mitarbeiter Flüchtlingen und Migranten helfen

Städte in Deutschland, wo DMG-Mitarbeiter Flüchtlingen und Migranten helfen und von Jesus weitersagen. Einige der Mitarbeiter brauchen weitere Freunde, die ihren wertvollen Dienst finanziell mit tragen. Danke für Ihre Spenden.

Stichwort: P50233 Migrantenhilfe

Es gibt viele Gemeinsamkeiten von den Türken in Deutschland zu unseren neuen Nachbarn aus Afrika und Asien: die Schamkultur und die islamische Kultur. Ihr Alltag speist sich aus Quellen des Koran und der Hadith (Überlieferungen). Das erleichterte uns den Einstieg in die neue Aufgabe. Als DMG haben wir die Vision, Gemeinden in Deutschland zurückkehrende Missionare mit ihrer interkulturellen Erfahrung zur Seite zu stellen. In der Fremde suchen Menschen nach Wahrheit, Freundlichkeit und Beziehungen. Die Bibel sagt: „Ein Nachbar in der Nähe ist besser als ein Bruder in der Ferne“ (Spr 27,10). Diese Chance nutzen wir.

Ein Nachbar in der Nähe ist besser als ein Bruder in der Ferne.
Die Bibel, Sprüche 27,10

Einwanderer brauchen Verständnis, Liebe und eine helfende Hand
Einwanderern helfen ...

Neue Missionare helfen vor ihrer Erstausreise noch ein-zwei Jahre in Deutschland mit – ein echtes Opfer, das wir nicht hoch genug schätzen können. Andere Mitarbeiter mit viel Auslandserfahrung legen einige Jahre Zwischenstopp in Europa ein, um Menschen aus aller Welt als gute Nachbarn den Weg zu Jesus zu zeigen. Später werden sie wieder in ihre Einsatzländer ausreisen. Viele bringen sich langfristig ein. Allen danken wir herzlich! Möge Jesus sie kräftig gebrauchen zum Bau seiner Gemeinde. Gemeinsam erleben wir, wie neue Nachbarn aus aller Welt zu Glaubensgeschwistern werden – das motiviert uns.

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