Taiwan: Christliche Studentencafés gegründet

29.10.2015 15:29
Ein christliches Café an einer Universität ist ideal, um mit Studenten ins Gespräch zu kommen
Ein christliches Café an einer Universität ist ideal, um mit Studenten ins Gespräch zu kommen

Dr. Alain und Rita Haudenschild (DMG-Mitarbeiter in Taiwan) berichten:

Die Universitäten laden uns ein

Wir saßen gerade mit dem Professor einer Universität zusammen, um den Mietvertrag für ein neues christliches Café auf deren Gelände zu unterzeichnen. Da klingelte das Telefon unseres neuen Freunds Peter. Der Professor einer anderen Uni war am Apparat und lud ihn ein, auch in seiner Stadt ein christliches Studentencafé zu eröffnen.

Mitten in einem unerreichten Volk

Die Räume schön gestaltet
Die Räume schön gestaltet

Der Gründer der Cafés, Peter, ist ein aktiver Rentner aus den USA. Uns gefällt seine Idee, an 32 Universitäten über ganz Taiwan verstreut christliche Cafés zu eröffnen. Besonders, weil die ersten Unis, von denen er eingeladen wurde, im Kerngebiet der Hakkas liegen, einer Volksgruppe von rund drei Millionen Menschen, die noch kaum von Jesus gehört haben. Der Anteil an Hakka-Christen liegt bisher mit 0,33 Prozent weit unter dem Landesdurchschnitt. Die Cafés sollen eine Plattform bieten, wo Christen mit Studenten aus Taiwan und anderen asiatischen Ländern Freundschaften knüpfen und ihnen die Botschaft der Bibel nahebringen. Bei den Hakkas gibt es bisher nur wenige, oft kleine christlichen Gemeinden. Auf traditionelle Weise Gemeinden zu gründen war in der Regel ein jahrzehntelanger Prozess – alles andere als einfach. In einigen Gebieten kommen die jungen Leute nur am Wochenende von Arbeit und Studium nach Hause, wie sollte man sie erreichen? Die Cafés an ihren Studienorten sind ideal dafür.

Schnell fanden sich Mitarbeiter

Bei der Planung der Cafés
Bei der Planung der Cafés

Was auf das besagte Telefonat folgte war unglaublich: Innerhalb weniger Tage fanden sich Christen, die in beiden Städten ein Café führen und sich liebevoll um die Gäste kümmern wollten. Am 23. September leitete ich (Alain) die Einweihung des neuen Studentencafés in Miaoli; Rita am 19. Oktober die Dankesfeier beim neuen Café in Zhongli, mit dem sie durch intensive Betreuung seit den Anfängen verbunden ist.

In den Cafés sollen Studenten günstig Getränke und Snacks erhalten. Gleichzeitig kümmern sich Mitarbeiter um den „inneren Menschen“: im seelsorgerlichen Gespräch oder mit christlichen Veranstaltungen an der Uni und in Gemeinden. Denn bei einer gemütlichen Tasse Tee ist es einfacher, mit Menschen über ihre Lebensfragen und Jesus ins Gespräch zu kommen. Finanzieren soll sich die gesamte Arbeit auf Dauer selbst, aus den Einnahmen der Cafés.

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