Neue Missionare für Asien gesucht

17.10.2014 14:59
Philippinische Kinder sollen von Jesus hören
Philippinische Kinder sollen von Jesus hören

Von Dr. Alain und Rita Haudenschild, DMG-Mitarbeiter in Taiwan

Die meisten Unerreichten

Die Wirtschaft brummt, und viele aus dem deutschsprachigen Raum sind tatkräftig mit ihren Firmen in Ostasien daran beteiligt. Ganz anders jedoch in der geistlichen Arbeit: Da leidet Asien unter einem chronischen Mangel an Missionaren. Gerade mal sechs Prozent aller Missionare weltweit arbeiten in Asien. Der Kontinent hat nicht nur die größten von Jesus unerreichten Religionsblöcke (Hinduismus, Buddhismus, Islam), er ist auch die Heimat der meisten unerreichten Volks- und Sprachgruppen. Doch wieviele davon arbeiten wirklich bei diesen Unerreichten?

Wir benötigen dringend neue Missionare aus dem deutschsprachigen Europa. Viele Regionen Ostasiens sind dicht besiedelt. Wenn Sie hier jemandem von Jesus weitersagen, verbreitet sich die Botschaft. Sie wird von vielen gehört, verstanden und geglaubt. Was für eine Chance für Pionierarbeit und Gemeindebau. Entwicklung von Missionsprojekten, Missionsforschung und Einführung von Missionswissenschaften an theologischen Ausbildungsstätten wären weitere hochinteressante Aufgaben. Sie könnten effektiv vielen Lernwilligen Glaube, Jüngerschaft und Mission in Theorie und Praxis beibringen.

Flüchtlingsfamilien aus Syrien erhalten Heizmaterial
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Krankenpflegeschule in Südostasien
Krankenpflegeschule in Südostasien

Mit geistlichem Segen antworten

Ein Grund für die geringe Zahl an Missionaren aus Europa könnte die falsche Einschätzung der geistlichen Not sein. Wer gute Autos und Computer produziert, müsste sich doch selbst helfen können? Doch, Hand aufs Herz, sollten nicht gerade wir Christen auf die wirtschaftlichen Segnungen aus diesen Ländern mit geistlichem Segen antworten? Dazu kommen die Angst vor den schwierigen asiatischen Sprachen und die Befürchtung, sowieso nicht viel Wesentliches beitragen zu können. Auch die hohen Lebenshaltungskosten spielen sicher eine Rolle, weshalb junge Missionare sich oft gegen Asien entscheiden. Gott (be)ruft … doch wer hört?

Hätten wir in derselben Zeit zehn Lehrer gehabt, wären 600 Pastoren ausgebildet und für Mission motiviert worden.

In Missionskursen am Theologischen Seminar Taosheng durfte ich rund 60 Pastoren für die missionarischen Herausforderungen in Ostasien sensibilisieren. Pastor Wu meinte nach unserem Kurs: „Wir kennen uns mit den anderen Religionen in unserem Land viel zu wenig aus und müssen lernen, unseren Mitmenschen das Evangelium weiterzugeben.“ Hätten wir für den gleichen Zeitraum zehn Lehrer gehabt, wären 600 Pastoren wie er für Mission motiviert worden.

Wir brauchen Euch!

Gott hat seine Weisheit gerecht auf unterschiedliche Kulturen verteilt, sodass keine alles alleine tun kann. Während in der Wirtschaft Massen an Europäern hierzulande auftauchen, hat das auf die Kirchen und Gemeinden noch nicht durchgeschlagen. Wir brauchen euch Christen aus Deutschland, Schweiz und Österreich als Gottes Mitarbeiter in Japan, China, Taiwan und der Mongolei. In den südöstlichen Philippen und vielen unerreichten Völkern Indonesiens warten Muslime, die offen sind, auf das Evangelium und auf Lehrer, die ihnen mit Geduld ihr Wissen vermitteln …

Asien ist der Kontinent mit dem größten Bedarf an neuen Missionaren
Asien ist der Kontinent mit dem größten Bedarf an neuen Missionaren

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