Neu in der internationalen Studentenarbeit

28.01.2020 11:14
Philipp und Laura Lutscher werden mit internationalen Studierenden arbeiten
Als Philipp und Laura wieder zu uns gekommen sind ...

„Da seid ihr ja wieder!“

Mit diesen Worten sind wir, Philipp und Laura, als neue Missionare auf dem Buchenauerhof begrüßt worden. Die Freude war groß, nochmal zwei Monate in unserem früheren Zuhause zu verbringen. Vor etwas mehr als fünf Jahren, im September 2014, waren wir schon einmal mit vollem Gepäck bei der DMG angerückt, damals noch ohne uns zu kennen. Unser Freiwilliges Soziales Jahr im Jahresteam auf dem Buchenauerhof hat uns tief geprägt. Zum einen, weil wir uns kennengelernt haben und mittlerweile über zwei Jahren verheiratet sind. Aber auch persönlich sind wir im Glauben gewachsen und haben uns auf Mission ausgerichtet.

Begegnungen mit Missionaren und Mitarbeitern, die auf der ganzen Welt zu Hause sind, die vielen Berichte und Gespräche haben Spuren hinterlassen. Wir hörten von Wundern, aber auch Enttäuschungen, das hat uns nicht mehr losgelassen. Wo könnte unser Platz in der Mission sein? Beim Putzen im Büro empfahl eine Mitarbeiterin Philipp: „Mach erstmal was Anständiges, bevor du als Missionar wiederkommst.“ Ab da war klar, dass es für uns irgendwann zurück zur DMG und in die Mission geht. Nach Philipps Bachelor in Politikwissenschaft und meiner Ausbildung zur Augenoptikerin tauchte die Frage wieder auf: „Wie geht es jetzt weiter?“

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Abends im Zeltlager saß ich auf einer alten Getränkekiste und habe Jesus mein Leben anvertraut.

Die Studentenarbeit der SMD, die Philipp im Studium kennenlernte, hat einen besonderen Reiz. Viele Studierende aus aller Welt interessieren sich sehr fürs Evangelium. Sie haben in ihren Heimatländern kaum die Chance, das Evangelium zu hören. Hier in Deutschland, losgelöst von ihrer Heimat, sind sie offen. Diese Chance möchten wir nutzen! Nach vielen Gesprächen, Überlegungen und Planung kamen wir wieder zur DMG, wie angekündigt!

Im Jahresteam (FSJ/BFD) haben Laura und Philipp die DMG ausgiebig kennengelernt
Philipp und Laura

Philipp kommt aus einem kleinen Dorf bei Reutlingen. Meine Heimat ist das Siegerland, nahe Freudenberg. Wir kommen beide aus christlichen Elternhäusern und sind in Gemeinschaften aufgewachsen. Ich (Laura) habe schon als Kind erkannt, dass ich Jesus brauche und mich 2008 mit zwölf Jahren taufen lassen. Ich stieg als Mitarbeiterin in die Mädchenjungschar ein und habe diese Arbeit bis zum Vorbereitungskurs der DMG mit Freude getan. Ich liebe Gespräche, helfe gerne, wo nötig, und habe ein offenes Ohr für andere. Beim Nähen und kreativen Handarbeiten kann ich mich erholen und finde Ruhe in Worship und in der Natur.

Philipp hat als Jugendlicher erkannt, welches Geschenk Gott uns durch Jesus gemacht hat: „Es war ein Gespräch im Zeltlager“, erzählt er. „Ich schilderte einem Freund meine Probleme und dass ich Gott nicht erlebe. Er sagte, dass ich Gott gar nicht die Möglichkeit gebe, ihn zu erleben. Ich kannte die Bibel, hatte sie aber nie auf mein Leben angewandt. Abends im Zeltlager saß ich auf einer alten Getränkekiste und habe verstanden, wie sehr sich mein Leben ändert, wenn ich Jesus den Platz gebe, den er am Kreuz für mich erkämpft hat.“ Seither hat Philipp im Teenkreis seiner Gemeinde mitgearbeitet, auch die Jungschar war nicht sicher vor ihm. Er fotografiert gerne und ist leidenschaftlicher Footballfan, kann sich beim Bouldern auspowern und ist gern unter Menschen.

Eindrücke von 2014/15 aus unserer Zeit im  DMG-Jahresteam

Wir sind auf dem Weg in die schöne Stadt Karlsruhe, um eine internationale Studentenarbeit zu unterstützen, die von Ehrenamtlichen der SMD-Hochschulgruppe getragen wird. Wir wollen die Arbeit weiter ausbauen, Mitarbeiter motivieren, schulen und überall anpacken, wo es gebraucht wird.

In Deutschland gibt es circa 370.000 internationale Studierende, 7.500 davon in Karlsruhe. Viele kommen aus China. Es ist schwer, als Missionar dort einzureisen. Was für eine Riesenchance, dass wir junge Asiaten hier erreichen können. Die meisten werden nach ihrem Studium, zurück in ihrer Heimat, Verantwortung tragen. Wir wollen ihnen beim Einleben in Deutschland helfen, Freundschaften knüpfen, von Jesus erzählen, und sie stärken, damit sie später in ihrer Heimat den Glauben weitergeben.

Laura hat ihren tollen Job gekündigt, wir haben unser schönes Zuhause bei Familie und Freunden verlassen, freuen uns aber trotzdem sehr auf die neue Aufgabe. Sind Sie mit dabei?

Philipp und Laura Lutscher

In Karlsruhe gibt es mehrere tausend internationale Studenten
In Karlsruhe gibt es mehrere tausend internationale Studenten

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