Sie war für Jesus in Panama

17.02.2020 14:00

Gemeinsam mit Familie, Angehörigen und Freunden gedenken wir unserer langjährigen Missionarin Anne Sportmann, die von 1965 bis nach ihrer Berentung 1996 viele Jahre in Panama gelebt und gearbeitet hat ...

Anne Sportmann

11.09.1929   † 14.02.2020

Anne (eigentlich Anna) ist in Nürtingen zur Welt gekommen und christlich erzogen worden. Einen schweren Schicksalsschlag erlebte sie mit 15 Jahren, als ihre Mutter an Magenkrebs verstarb. Sie beschrieb in ihrer Bewerbung an die DMG ihre Lebenswende als Jugendliche: „Unsere Mutter hinterließ uns ein lebendiges Zeugnis für ihren Herrn und Heiland Jesus Christus, den sie über alles liebte. An ihrem Tod durfte ich erkennen, dass Jesus lebt und der Glaube eine Realität ist.“

Anne Sportmann war im Erholungsheim auf dem Schönblick bei Schwäbisch Gmünd als Hausangestellte tätig und dort in Jugendkreis und Kinderkirche aktiv. „Im Sommer 1956 wagte ich den Absprung in die innere Mission“, erzählte sie, damals kümmerte sie sich um schwer erziehbare Teenagermädchen im ev. Mädchenheim Bretten. Später erlernte sie in Reutlingen den Beruf Gruppenerzieherin. Zu dieser Zeit trat sie dem Deutschen Frauen-Missions-Gebets-Bund bei und betete fortan aktiv für Mission weltweit. 1962/63 absolvierte Anne Sportmann ihre theologische Ausbildung auf dem Beatenberg in der Schweiz, wo Gott ihr die äußere Mission noch stärker aufs Herz legte.

Treu ist er, der euch ruft; er wird’s auch tun.  (1. Thess. 5,24)

1963 lernte sie ihren Mann Werner kennen, „im April 1965 durften wir im Bootcamp der New Tribes Mission in den USA unsere Hochzeit feiern“. Bald darauf reisten Anne und Werner Sportmann das erste Mal als Missionare nach Panama aus. Sie bekamen drei Töchter. 1970 stießen sie zur DMG. Anne brachte sich als engagierte Mutter und in der Kindermission ein. Ihr Mann Werner ging mit Teams in entlegenen Dörfern von Haus zu Haus, zeigte den Jesus-Film, verteilte Evangelien, predigte und gab Bibelkurse. „21 Ortschaften in der Provinz Chiriqui wurden auf diese Weise erreicht“, schrieben sie 1974.

Am 16. Januar 1995 erlag ihr Mann Werner im Reisedienst einem Herzinfarkt, kurz vor ihrer geplanten Wiederausreise als aktive Rentner. Anne arbeitete ein weiteres Jahr in Panama, sie gestaltete christliche Kinderwochen: „Es war eine Freude, wie die Kinder der kleinen Gemeinde in La Acequia ohne Scheu ihre Freunde und Nachbarn einluden“, schrieb sie. „Täglich konnten wir über 50 Kinder und Teenager erreichen, sie unterrichten und mit ihnen singen und spielen …“

Das reiche Leben von Anne Sportmann ist uns ein Vorbild für die Kraft, die der Glaube an Jesus Christus schenkt. Sie wird uns in dankbarer Erinnerung bleiben. Wir beten für die Familie und teilen ihren Schmerz über den Verlust; aber auch die Freude, dass wir Anne eines Tages im Himmel wiedersehen werden.

Theo Volland (Chefredakteur)
und das ganze weltweite DMG-Team

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