Mexiko: Lebenswasser für durstige Seelen

15.06.2016 11:31
José vom Volk der Tarahumara benötigt die Bibel in seiner Sprache
José vom Volk der Tarahumara benötigt die Bibel in seiner Sprache

Wissen Sie, was es bedeutet, geistlichen Durst zu haben? Wirklich am Verdursten zu sein? Eine Person, die dieses Gefühl kennt, ist José (Name geändert). Von ihm berichten die DMG-Mitarbeiter Michael und Lisa Schmid:

José hat Durst nach Liebe

Michael und Lisa Schmid sind im Sprach- und Kulturstudium, mit dem Ziel, die Bibel in die Tarahumara-Sprache zu übersetzen.
Familie Schmid, DMG

Er ist in einer kaputten Familie aufgewachsen. Sein Vater hat die Kinder misshandelt. Als José älter wird und heiratet, ist seine Ehe von Gewalt zwischen ihm und seiner Frau gekennzeichnet. Sie gehen getrennte Wege. Er findet eine andere, doch auch in dieser Ehe geht es gewalttätig zu.

José hat Durst nach Anerkennung. Er lässt sich durch die schlimmen Kindheitserfahrungen des Missbrauchs durch seinen Vater nicht unterkriegen, lernt Lesen und Schreiben (was nicht viele seiner Freunde schaffen) und eignet sich großes Wissen an. Er findet noch mehr Anerkennung, als er Schamane wird. Er meint, Gottes Stimme mit seinen Ohren zu hören, und wird von Kranken aufgesucht, die geheilt werden wollen. Doch die übernatürlichen Kräfte haben auch schwierige Erfahrungen und merkwürdige Besuche zur Folge …

José hat Durst nach Frieden. Er ist in seiner Gegend als böser Mensch bekannt. Wer zu ihm geht, erwartet nichts Gutes. Viele hassen ihn und gehen ihm aus dem Weg. Andere greifen ihn an. José hat die ständige Gewalt satt und sehnt sich so nach Freiheit. Er hat Durst nach Leben und Gesundheit. Ihn quälen Schmerzen in der Brust, geschwollene Arme und Beine sowie Panikattacken. Sich selbst kann er nicht heilen, und die Ärzte finden keine Ursache für seine Symptome.

Michael und Lisa Schmid sind im Sprach- und Kulturstudium, mit dem Ziel, die Bibel in die Tarahumara-Sprache zu übersetzen.

Ein Tarahumara
Ein Tarahumara

Eines Tages kommt er zu unserem Team. Früher hat er unsere Nähe aus Schuld und Scham gemieden. Doch diese Barriere hat er durchbrochen, wir sind seine letzte Hoffnung. Nicht nur sein körperlicher Zustand macht ihm Sorgen, auch die Angst um seine Seele. Seit einiger Zeit trifft er sich mit unserem jungen Kollegen, um von Jesus Christus zu hören. Die Botschaft der Bibel ist ihm nicht fremd. Als Kind hat sein Großvater immer aus einer spanischen Bibel vorgelesen. Noch heute erinnert er sich an biblische Geschichten. Jetzt will er den wahren Gott kennenlernen und Leben finden.

Als José vom Wasser des Lebens hört, das Jesus den Menschen anbietet, sagt er: „Jesus ist wie Leben, nicht wie der Tod.“ Bitte beten Sie mit dafür, dass José und seine Familie wahre Liebe, Anerkennung, inneren Frieden und echtes Leben in Jesus finden. Und für das Volk der Tarahumara, dem er angehört: Dass sie die Bibel bald in ihre Sprache bekommen, damit der Durst vieler Seelen gestillt wird.

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