„La crèche vivante“ – lebendige Weihnachtskrippe

18.12.2014 10:41
Lebendige Weihnachtskrippe „la crèche vivante“ im Château Saint Albain
Lebendige Weihnachtskrippe „la crèche vivante“ im Château Saint Albain

DMG-Mitarbeiterin Elisabeth Rupp berichtet von der „lebendigen Krippe“ und ihrem Weihnachtsmarkt in einem mittelalterlichen burgundischen Schloss:

Was für eine Gelegenheit!

Was für eine bessere Gelegenheit gibt es, den Menschen Gottes rettende Botschaft zu erzählen, als in der Weihnachtszeit? Auch hier in Burgund, im Herzen Frankreichs, wird Weihnachten groß gefeiert. Doch wer kennt noch die wahre Bedeutung des Christfests? Um sie unseren Mitmenschen zu vermitteln, veranstaltet unsere Gemeinde in Mâcon (33.000 Einwohner) in Zusammenarbeit mit dem Team des Château, der christlichen Freizeit- und Tagungsstätte, an der ich als DMG-Mitarbeiterin tätig bin, jedes Jahr eine dreitägige „lebendige Krippe“ mit Weihnachtsmarkt. Dieses Jahr hatten wir mit 1.600 Besuchern doppelt so viele Gäste wie in den Vorjahren.

DMG-Mitarbeiterin Elisabeth Rupp arbeitet in einem Schloss in Burgund, das zum christlichen Gästehaus umgebaut ist
Elisabeth Rupp, Frankreich

Unser Château Saint Albain, ein kleines, mittelalterliches, burgundisches Schloss, in dem jeder sich wohlfühlt, ist ideal geeignet für diese Art von Veranstaltung. Der Schuppen und Außenbereich lässt sich recht einfach zum „Stall von Bethlehem“ umbauen, und man kann im Schein von Fackeln und Kerzen am Abend gut nachempfinden, wie sich Josef und Maria gefühlt haben müssen, als sie an so einem Ort ihren Sohn, unseren Heiland, zur Welt gebracht haben. Unsere kleine Gemeinde ist voll dabei, sie spielen die Rollen von Maria und Josef, den Hirten und Weisen. Im ersten Jahr übertrugen wir die Geschichte noch mit Ton und Text untermalt auf Leinwand, heute wird sie live aufgeführt. Unter den Ausstellern gibt es einen Stand mit christlicher Literatur, Kalendern und Bibeln. Dieses Jahr schenken wir Kindern ein 16-seitiges Comic mit der Geschichte der ersten Weihnacht – der Autor ist anwesend und signiert die Büchlein.

Nachbarn leihen uns gerne ihre Tiere aus

Seit 2011 laden wir zu dieser Veranstaltung ein und empfangen dabei Jahr für Jahr mehrere hundert Besucher an einem Wochenende, 2014 waren es 1.600. Hinter den Kulissen muss vieles vorbereitet werden, praktisch und im Gebet – ich helfe in der Organisation mit. Die Bauern unseres Dorfes leihen uns gerne kostenlos Tiere aus, denn sie haben erkannt, dass unsere lebendige Krippe dem Gemeinwohl dient. Wir haben eine zahme Kuh ausgeliehen und mit Pferdehänger abgeholt. Von Nachbarn bekommen wir Schafe. Der Transport ist lustig anzusehen und vermittelte echte Weihnachtsatmosphäre, weil sie von Hand aus dem Auto getragen werden. Die vergangenen zwei Jahre hab ich immer noch Esel dazu organisiert. Es ist wichtig, dass die Tiere miteinander klarkommen und ruhig bleiben bei so vielen Besuchern.

Einmal sagte ein Familienvater: „Danke, dass ihr uns wieder die wahre Bedeutung von Weihnachten vermittelt!“

Mitglieder der kleinen ev. Gemeinde am Ort führen die Weihnachtsgeschichte auf
Die Weihnachtsgeschichte wird aufgeführt

Als ich dieses Jahr die Besitzerin der Esel besuchte, sprangen plötzlich zwei Jagdhunde aus einem Nachbarhof heraus und umzingelten mich zähnefletschend mit lautem Bellen. Erst als ich Jesus anflehte, einzugreifen und mich zu bewahren, zogen sich die Hunde zurück. Ich zitterte am ganzen Körper. Die Besitzerin der Esel sprach daraufhin mit ihrem Nachbarn, damit so etwas nicht wieder vorkommt. Man erlebt so manche „Angriffe“, wenn man das Evangelium verkündigen will.

Wie jeder im Team arbeite ich voll mit: bei den Vorbereitungen, während die Gäste da sind und beim Aufräumen hinterher. Während der Veranstaltung stehe ich am Büffet und gebe warme Getränke, Crèpes und Suppe aus. Wenn es ruhiger ist, nehme ich mir die Zeit, unter die Leute zu gehen und mich zu unterhalten. Jedes Jahr kommen Freunde und Bekannte von außerhalb dazu, und wir können uns offen über den Glauben an Jesus Christus unterhalten. Einmal sagte ein Familienvater: „Danke, dass ihr uns wieder die wahre Bedeutung von Weihnachten vermittelt!“

Ich wünsche mir sehr, dass die rettende Botschaft von Jesus, Gottes Sohn, hier in Burgund auf Menschen mit offenen Herzen trifft. Würden Sie mit uns für die Besucher unserer lebendigen Weihnachtskrippe beten?

Der festlich beleuchtete Stall, eine Attraktion für Familien
Der festlich beleuchtete Stall, eine Attraktion für Familien

Crèche vivante 2014 HD from Gregory Burgess on Vimeo.

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