Kongo: „Alle rufen nach Frieden!“

13.02.2018 09:57

Die Situation im Nordosten des Kongo verschärft sich derzeit dramatisch. DMG-Missionarin Kerstin Weiß berichtet aus Bunia:

DMG-Missionarin Kerstin Weiß bittet um Gebet für Nordostkongo
DMG-Missionarin Kerstin Weiß bittet um Gebet für Nordostkongo

Die Situation im Nordostkongo droht zu eskalieren. Jeden Tag erreichen unser Team neue Meldungen, dass in den Bergen Häuser niedergebrannt und viele Menschen umgebracht werden. Unsere Stadt Bunia (ca. 100.000 Einwohner) füllt sich mit Flüchtlingen. Die meisten jedoch fliehen nach Uganda. Schon am Samstag hat man von 60.000 Geflüchteten gesprochen, wie viele es aktuell sind, weiß niemand, die Lage ist unübersichtlich.

Es ist schlimm, dieses ganze Leid mitzubekommen. Menschen sterben auf der Flucht vor Erschöpfung, Kinder sind auf dem Weg hierher nach Bunia verhungert. Im Busch soll es viele Verletzte und Kranke geben, die keine Chance auf medizinische Hilfe haben.

Es bleibt unklar wer hinter dem Ganzen steckt. Offensichtlich sind irgendwelche Gruppierungen bestrebt, einen neuen Krieg zwischen den Stämmen der Lendu und Hema zu provozieren, wahrscheinlich aus politischen Gründen. In Bunia ist die Lage noch ruhig, aber angespannt. Ich fühle mich soweit sicher, die Leute unserer CECA-20-Kirche kümmern sich wirklich gut.

Bitte betet mit, dass die Situation sich nicht weiter verschlimmert und wieder Frieden in unserer Umgebung einkehrt. Es wäre furchtbar für die Menschen unserer Region, wenn hier erneut Krieg ausbrechen würde. Niemand will Krieg. Alle rufen nach Frieden! Betet bitte, dass die Aufrührer und wer auch immer das hier alles anstiftet, gefunden und dingfest gemacht werden und sie es nicht schaffen, die Situation eskalieren zu lassen. Danke für alle Gebete. In Jesus verbunden!

Kerstin Weiß
Mitarbeiterschulung im Kongo

Im Kongo
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