In Neuseeland stehen die Flaggen auf Halbmast

18.03.2019 10:18

DMG-Direktor Günther Beck schreibt über den unfassbaren Anschlag auf zwei Moscheen im neuseeländischen Christchurch am vergangenen Freitag:

Menschen weltweit in Trauer

Neuseeländische Flagge auf Halbmast, vor Ort fotografiert von der Tochter von Becks
Neuseeländische Flagge auf Halbmast, vor Ort fotografiert von der Tochter von Becks

In Neuseeland stehen die Flaggen auf Halbmast. Meine Frau, als Neuseeländerin, erhält Beileidsbezeugungen auch aus islamischen Ländern. Der Schock über den grausamen Anschlag erschüttert die ganze Welt.

Menschen werden bei ihrem Gottesdienst umgebracht. Erstaunlicherweise berichtet das Evangelium von einem ganz ähnlichen terroristischen Akt, wenn es auch Staatsterrorismus war, damals vor 2.000 Jahren.

In Lukas 13,1–5 heißt es: Zu dieser Zeit kamen einige Leute zu Jesus und berichteten ihm von den Galiläern, die Pilatus am Altar umbringen ließ und deren Blut sich auf diese Weise mit dem ihrer Opfertiere vermischte. Da sagte Jesus zu ihnen: ‚Meint ihr, diese Leute seien größere Sünder gewesen als alle übrigen Galiläer, weil so etwas Schreckliches mit ihnen geschehen ist? Nein, sage ich euch; wenn ihr nicht umkehrt, werdet ihr alle genauso umkommen.‘“

Jesus verwendet dieses Beispiel unfassbarer menschlicher Bosheit für einen Ruf zur Umkehr

Erstaunlicherweise stimmt Jesus nicht in die Klage über Pilatus ein, im Sinn von: „Wie krank muss so ein Mensch sein?“ Noch macht er den Unsinn mit, die Opfer seien doch irgendwie selber schuld. Jesus verwendet dieses Beispiel unfassbarer menschlicher Bosheit für einen Ruf zur Umkehr: „Im Grunde seid ihr auch nicht besser!“

Er hat einen ganz anderen Sündenbegriff als wir, die wir zwischen guten Menschen, bösen und ganz bösen Menschen unterscheiden. Er sieht, dass wir alle, auch die Besten von uns, hoffnungslos weit von Gottes Maßstäben der Liebe und Gerechtigkeit entfernt sind. Da gibt’s nur eins, und zwar für uns alle: umkehren, zurück zu Gott!

Und dieser Weg führt durch das Kreuz von Jesus. Einen anderen gibt es nicht.

Eine Botschaft der Hoffnung für die verzweifelte Welt

Missionsleiter Günther Beck
Günther Beck

Aber weil es diesen Weg gibt, haben wir eine Botschaft der Hoffnung für eine verzweifelte Welt. Lasst uns zusammenstehen im Gebet für Opfer und für Täter. Und lasst uns bezeugen, dass Jesus Umkehr möglich macht.

Günther Beck
Missionsleiter

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