Flüchtlingsschicksale konkret

21.12.2015 09:47
Weihnachtsfeier mit Migranten in Griechenland
Weihnachtsfeier mit Migranten in Griechenland

Warum Migranten die riskante Fahrt übers Mittelmeer wagen

Von Theo Volland (DMG)

200.000 Flüchtlinge sind allein im November 2015 nach Deutschland eingereist und mehr als 50.000 haben Asyl beantragt. Wer verbirgt sich hinter diesen immensen Zahlen. Was für Menschen? Warum verlassen sie notgedrungen ihre Heimat? Und was haben sie erlebt? Es geht dabei um Einzelpersonen, die Gott liebt. Die unsere Hilfe und neue Hoffnung benötigen. Deshalb hat die DMG inzwischen 30 Mitarbeiter in Europa im Einsatz, die Flüchtlingen und Einwanderern helfen. Sie erzählen uns bewegende Einzelschicksale:

Ahmed war eigentlich Atheist

Der 27-jährige Ahmed* kommt aus einer muslimischen Familie in Syrien, doch eigentlich war er Atheist. Er hat an der Universität in Damaskus Britische Literatur studiert, schon damals bewegten ihn starke Zweifel am Koran. Seine Flucht begann vor zwei Jahren, als die IS-Terrormiliz seine Mutter getötet hat. „Ich war völlig verzweifelt und wollte übers Mittelmeer fliehen, egal ob ich dabei umkomme“, erzählte er einem Mitarbeiterehepaar der DMG in Nordrhein-Westfalen. Sein Weg war abenteuerlich: „Über die Türkei wollte ich nach Dänemark, doch in Deutschland hat mich die Polizei aufgehalten.“ Hier lernte er Christen kennen und staunte über die Liebe, die sie ausstrahlten. Schließlich entschied er, es ebenfalls mit Jesus zu versuchen. Ein Pastor betete mit ihm, seither ist Ahmed Christ. Er ist wie neu geboren, voller Freude. In den vergangenen Monaten hat er drei Menschen zu Jesus geführt. Manchmal quält ihn Verzweiflung, wenn er an sein Zuhause in Syrien denkt. An den Krieg und das Leid dort. In einigen Monaten wird er eine junge Christin aus Deutschland heiraten. Ihre Eltern sind davon nicht so angetan, können aber damit leben. Die DMG-Mitarbeiter freuen sich, ihn als Mitarbeiter in ihrer Gemeinde zu haben: „Er ist eine Bereicherung für unsere Stadt“, schreiben sie.

Hassan vermisste seine Familie

Flüchtlinge unterwegs auf dem Balkan
Flüchtlinge unterwegs auf dem Balkan

Bei einem Weihnachtseinsatz in der Flüchtlingsunterkunft traf ein DMG-Mitarbeiter in Berlin auf Hassan*. Der junge Syrer war alleine nach Deutschland geflohen. Seine Frau und ihre Kinder im Alter von sechs Monaten und drei Jahren hatte er im Kriegsgebiet zurückgelassen. Damals waren Frauen dort noch „relativ sicher“. Junge Männer wie er jedoch wurden von allen Bürgerkriegsparteien als Kämpfer zwangsrekrutiert, um auf Landsleute der jeweils anderen Gruppierung zu schießen. Das wollte Hassen auf gar keinen Fall, also ergriff er die Flucht. Inzwischen hat er Asyl. Mit den Flüchtlingsströmen nach Europa konnten nun auch seine Frau und die zwei Kinder über Griechenland, Montenegro, Serbien und Ungarn nachziehen – mit Hilfe von Schleppern. Sie sind in Sicherheit. Als er dem DMG-Mitarbeiter in seiner Stadt erzählte, dass seine Frau bald ankomme, half dieser ihm bei der Wohnungssuche. Pünktlich am Tag als sie mit den Kindern ankam, konnten sie den Mietvertrag unterzeichnen und einziehen: „Es war Gottes Timing“, davon ist unser Mitarbeiter überzeugt.

Achmed und Salah haben ihre Firma verloren

Die Brüder Achmed* und Salah* sind orthodoxe Christen aus Syrien. Ihre Familie hatte ein florierendes Unternehmen in einem Dorf, bis der IS ihre Gegend eroberte. Die Terroristen sprachen laut vor dem Firmenschild das Islamische Glaubensbekenntnis, legten die Hände darauf und proklamierten: „Das alles gehört nun uns und ist dem Islam geweiht, ihr habt hier nichts mehr zu sagen.“ Mit diesen Worten vertrieben sie die Christen aus ihrem Heimatort. Auf der Flucht wurden Achmed, Salah und dessen Frau an Straßensperren all ihre restlichen Habseligkeiten und das ganze Geld abgenommen. Mittellos brauchten sie drei Monate, um zu Fuß bis ins Herz Europas zu gehen, wo DMG-Mitarbeiter sie in einem Flüchtlingsheim antrafen. Die syrischen Christen freuten sich sehr, gläubige Christen zu begegnen. Es tat ihnen gut, sich mit unseren Mitarbeitern über ihre Erfahrungen und Glaubensfragen auszutauschen … und beten zu können!

Darian wollte nie fliehen

Viele Migranten kommen nach Deutschland, weil sie als Christen in ihrer Heimat verfolgt werden. Beispielsweise Darian* aus dem Iran, er erzählt:

„Ich bin 37 Jahre alt und meine Eltern sind Muslime. Obwohl mein zweiter Name auf eine prophetische Abstammung hinweist, konnte ich nie etwas mit ihrer Religion anfangen. Schon in jungen Jahren suchte ich einen wirklich barmherzigen Gott. Ein Film über Jesus half weiter, und durch eine wunderbare Fügung kam ich mit Christen in Kontakt. Mit der Zeit wuchs in mir die Überzeugnung, dass Jesus der Weg ist, dem ich folgen will. Ich war richtig in Jesus verliebt … Meine Familie hat mich für verrückt erklärt. Eines meiner Kinder ist behindert, das sahen sie als Strafe Allahs für meine Hinwendung zum christlichen Glauben. Sie übten massiv Druck auf mich aus. Eines Tages rückte unsere kleine Gemeinde ins Visier der Staatsmacht. Es war nur noch eine Frage der Zeit, bis ich ebenfalls dran wäre. Verzweifelt beschloss ich, zu fliehen, was ich eigentlich nie wollte! Ich floh nach Süddeutschland, wo ich durch Besuche eines DMG-Mitarbeiters viel Ermutigung bekam und meinen Glauben vertiefen konnte. Das half mir, die Trennung von meiner Familie zu verkraften. Mittlerweile bin ich in eine christliche Gemeinde integriert und sehr dankbar für ihre liebevolle Zuwendung. Noch warte ich auf den Bescheid über meinen Asylantrag. Bitte beten Sie dafür …“

Ariam war schwer traumatisiert

Auch der 25-jährige Eritreer Ariam* hat Verfolgung erlebt. Er studierte Medientechnik im Sudan, wo ihm Christen begegnet sind. Ihr Leben beeindruckte Ariam so sehr, dass er sich eines Tages bewusst für Jesus entschied. Ein paar Wochen später waren seine christlichen Freunde spurlos verschwunden. Einfach über Nacht weg, vermutlich im Gefängnis. In Eritrea und im Sudan werden Christen hart verfolgt. Ariam war sofort klar, dass er als nächstes dran war. Also floh er.

Sie möchten die Flüchtlingshilfe der DMG unterstützen? Das Stichwort für Ihre Spende lautet:

P50233 Migrantenhilfe

Auf dem Weg nach Norden wurde er Zeuge, wie Flüchtlingsfrauen missbraucht wurden. Er selbst wurde betrogen, bestohlen. Beim ersten Versuch, das Mittelmeer zu überqueren, sank ihr Schlauchboot. Zurück in Libyen fiel er der Terrormiliz IS in die Hände. Gegen viel Geld überließen sie ihn einem Schlepper, der ebenfalls teuer bezahlt werden wollte. Verwandte in Europa und Eritrea überwiesen das Geld für die zweite Überfahrt, die schließlich gelang. Die Erfahrungen seiner Flucht belasten Ariam bis heute. Er ist oft freudlos und still. Gerne würde er in der Videoproduktion arbeiten, doch er hat noch keine Arbeitserlaubnis. Inzwischen ist er mit einem DMG-Mitarbeiter in Frankfurt befreundet, dem er ehrenamtlich bei der Erstellung christlicher Willkommensvideos für Flüchtlinge aus seiner Heimat hilft. Er übersetzt Texte in Tigrinya und schneidet Filmsequenzen am Computer. Die ehrenamtliche Aufgabe bereitet ihm viel Freude …

Tayo braucht unser Gebet

Tayo* kommt aus dem Osten Nigerias, wo die Terrorgruppe Boko Haram die Christen hart verfolgt. Er ist 34 Jahre alt und lebt im Moment in einer Asylunterkunft im Südwesten Deutschlands. Zuerst war er vor Bürgerkrieg und Terror nach Libyen geflohen, wo er sich das Geld für die Überfahrt auf die italienische Insel Lampedusa verdiente. In Libyen ist er misshandelt und geschlagen worden, weil er Christ ist. Mit einem Boot erreichte er schließlich Italien, wurde dort registriert und lebte mit anderen Nigerianern auf engstem Raum. Eines Tages machte er sich auf den Weg nach Schweden. Doch die Polizei erwischte ihn, und er musste zurück nach Italien. Tayo verdiente sich auf dem Schwarzmarkt Geld und machte sich erneut auf den Weg. Diesmal strandete er in Deutschland. Inzwischen sind zwölf Monate vergangen und er spricht ein wenig Deutsch. Er wünscht sich sehnlichst eine Ausbildung und einen guten Job, doch er darf nicht arbeiten hier. Die sieben Jahre seiner Flucht haben schlimme Spuren hinterlassen: Tayo ist schwer traumatisiert und weigert sich grundsätzlich, ärztliche Hilfe anzunehmen. Er verlässt kaum das Zimmer und mischt sich auch nicht unter die andern Nigerianer in der Asylunterkunft. Tayo braucht unser Gebet.

Mohamed hat keine Chance

Mohamed* (35) ist aus Afghanistan geflüchtet, weil die Taliban-Milizen ihn mit dem Tod bedroht hatten. Der Grund? Er ist Maler von Beruf und hat die Wohnungen von Amerikanern renoviert – das reichte, um ihm den Hass der Taliban einzubringen. Seine Familie schwebte in Lebensgefahr. Bei ihrer Flucht über die Berge des Iran in die Türkei ist Mohamed von seiner Frau und den fünf Kindern im Alter von drei bis zehn Jahren getrennt worden. Er hat bitter geweint, als er unseren Mitarbeitern in Bayern davon erzählte. Die Männer waren zu Fuß marschiert und haben es geschafft. Doch die Frauen, die ihre Kinder auf Mulis transportierten, wurden von Grenzsoldaten entdeckt und in ihre Heimat zurückgeschickt. Monatelang wusste Mohamed nicht, ob seine Familie noch am Leben war. Leider hat er in Deutschland kein Asyl bekommen, er ist nur geduldet. Also hat Mohamed auch keine Aussicht, dass er seine Familie irgendwann nachholen darf. Was soll er tun? Es gibt kein Zurück für ihn, weil die Taliban ihm in Afghanistan nach dem Leben trachten. Aber auch keinen Weg mehr nach vorne. Seine Verzweiflung ist groß. Bitte beten Sie für eine Lösung von Mohameds menschlich gesehen aussichtsloser Situation. Gott ist größer!

Mikail plagte sich mit Selbstmordgedanken

Helfer und Flüchtlinge in Kroatien
Helfer und Flüchtlinge in Kroatien

„Mikail* habe ich in einer eher schlecht geführten Flüchtlingsunterkunft kennengelernt, seither begleite ich ihn seelsorgerlich und helfe ihm praktisch“, schilderte ein DMG-Mitarbeiter in einem europäischen Nachbarland die Geschichte eines jungen Einwanderers aus dem Kongo. Vom Krieg in seiner Heimat stark traumatisiert, hatte Mikail sich 2009 auf den beschwerlichen Weg nach Europa gemacht, um eine neue Heimat zu finden. Seine Gesundheit ist durch die Flucht stark angegriffen. Das verschlimmerte sich noch durch das endlose Warten und Nichtstun in der Asylunterkunft. Jahrelang vegetierte er mit sechs bis elf Personen auf engstem Raum vor sich hin. Er war körperlich und seelisch ein Wrack und plagte sich mit Selbstmordgedanken … Unser Mitarbeiter half ihm, Ärzte und eine gute Therapie zu erhalten. Dank dessen und der seelsorgerlichen Begleitung ging es Mikail mit der Zeit besser. Inzwischen kann er in den Arbeitsprozess eingegliedert werden. Seit vier Monaten macht er eine Ausbildung im Gastgewerbe, was ihm sichtlich Freude bereitet. Mikail ist Christ und suchte bewusst Gemeinschaft mit Christen. „Mir war wichtig, Mikails Vertrauen in Jesus zu stärken“, schrieb unser Missionar. „Ich habe viel mit ihm gebetet und die Bibel gelesen.“ Das war es, was Mikail wieder aufgebaut hat.

Ein Hazara berührt von Gottes Liebe

Kürzlich traf ein DMG-Mitarbeiter in Leipzig einen Afghanen vom Volk der Hazara. Als Schiiten werden sie von den Taliban, die Sunniten sind, verachtet und schwer verfolgt. „Manchmal haben sie Überlandbusse angehalten und alle Hazara im Bus an Ort und Stelle getötet“, erzählte der Einwanderer. Dass Muslime andere Muslime umbringen, konnte er gar nicht verstehen. Aus diesem Grund hat er sich bereits vor vielen Jahren vom Islam abgewandt. 2010 traf er in seiner Heimat einen Amerikaner. Er staunte, wie sehr dieser Mann die Afghanen liebte, und fragte ihn: „Warum liebst du unser Volk so?“ Die Antwort des Amerikaners: „Weil Jesus mich zuerst geliebt hat!“ Eines Tages floh er vor den Taliban nach Deutschland. Er staunt über unser Volk: „Wie freundlich die Deutschen mit mir umgehen“, sagt er. Durch diese Liebe bewegt hat er sich für ein Leben als bewusster Christ entschieden und gehört heute zu einer lebendigen Gemeinde in Thüringen.

Hamit aus Palästina hat viel Leid erlebt …

Ein DMG-Mitarbeiter in Wien nimmt sich derzeit eines christlichen Palästinensers an, der aus dem Nahen Osten nach Österreich eingewandert ist. Der Mann heißt Hamit* und ist schwer krank. Eigentlich benötigt er einen Herzschrittmacher, doch ist es nicht einfach, eine solche Operation für einen Asylbewerber in die Wege zu leiten. Hamit hat schon viel Leid erlebt … Seine Eltern waren orthodoxe Christen. Sie sind 1948 im Krieg aus Nazareth in ein Nachbarland geflohen. Er selber musste später auch aus diesem islamisch geprägten Land erneut flüchten, weil er als Christ dort in Schwierigkeiten kam: Er hatte eine Beziehung zu einer muslimischen Frau, was die muslimische Mehrheit den Christen in diesem Land strengstens verbietet. Unser Mitarbeiter schreibt: „Ich staune immer wieder, wie sich das Gesicht von Migranten aufhellt, wenn du ihnen sagst, wie einzigartig sie in Gottes Augen sind und dass Gott sie liebt. So ging es mir auch, als ich das Hamit zusagte.“ Er freut sich sehr über Gemeinschaft mit Christen in Österreich und möchte die Bibel besser kennenlernen. „Es ist notwendig, dass wir uns der Flüchtlinge annehmen, um ihnen Gottes Liebe zu zeigen“, schreibt der Mitarbeiter aus Wien.

Familie sucht Heimat

Einwanderer in den Straßen einer europäischen Stadt
Einwanderer in den Straßen einer Stadt

Ein DMG-Ehepaar in Mecklenburg kümmert sich derzeit um eine afghanische Familie mit sechs Kindern. Der 50-jährige Vater Idriss* hat in Afghanistan durch eine Bombe sein Bein verloren. Er ist Christ und saß wegen seines Glaubens ein halbes Jahr lang angekettet im Gefängnis, zusammen mit seinem heute 13-jährigen Sohn! Auf abenteuerlichen Wegen ist der Familie die Flucht über die Türkei nach Italien gelungen. Hier kamen sie in Kontakt mit engagierten Christen, die dem Vater eine gute Beinprothese vermittelten. Dann ging ihre Odyssee weiter nach Norddeutschland, wo sie ihren Asylantrag stellten. Der ist zunächst abgelehnt (!) worden, also gab die Gemeinde unserer Mitarbeiter der Familie Kirchenasyl. Sie fanden Unterschlupf im Obergeschoss des Gemeindehauses und schliefen im Saal. In dem Gemeindehaus gab es nur eine Miniküche für Idriss, seine Frau Nasrin* (46) und ihre sechs Kinder im Alter von acht bis 17 Jahren. Und sie teilten sich diese Küche noch mit zwei weiteren Personen. Abends wurde der Saal mit Matratzen vollgelegt – acht Leute in einem Raum – und morgens alles wieder an die Wände gestellt. Das Kirchenasyl der afghanischen Familie dauerte acht Monate, bis ihr Asylantrag an eine andere Behörde weitergereicht wurde. Inzwischen haben sie unbegrenztes Bleiberecht in Deutschland, Gott sei Dank. Ihr drittes Mädchen ist 14 Jahre alt und taubstumm. Sie galt als zurückgeblieben, geht jetzt auf eine Sonderschule und hat die Gebärdensprache gelernt. Es ist eine Freude, wie dieses Mädchen aufblüht.

Eric ist immer fröhlich

„Eric* aus Gabun (Westafrika) ist auf einmal in unserem Gottesdienst aufgetaucht“, schreibt ein DMG-Mitarbeiter aus Italien. Mit seiner dunklen Hautfarbe ist er natürlich gleich aufgefallen. Da er nicht viel Englisch und unser Mitarbeiter kaum Französisch sprach, war die Verständigung anfangs schwierig. Dennoch hat er ihn erst zum Mittagessen und dann in seinen Hauskreis eingeladen. Oft saß Eric nur dabei, weil er kaum etwas verstand. Aber er genoss die Gemeinschaft mit Christen. Seine Heimat hat er wegen seines christlichen Glaubens verlassen. Sein Vater war ein bekannter Medizinmann, der sein Amt unbedingt an den Sohn übergeben wollte. Als seine Mutter und er sich für Jesus entschieden, mussten sie fort aus ihrer Gegend. Aber auch in der Stadt waren sie nicht vor Nachstellungen seines Vaters sicher. Eric freut sich, hier in Europa frei seinen Glauben leben zu können. Die Kollegen in der Küche, wo er als Abwäscher arbeitet, sagen, dass Eric immer fröhlich ist und Lieder singt.

Mohammad – von Gott geliebt

Ein DMG-Mitarbeiter in Niedersachsen trifft sich wöchentlich zum gemeinsamen Bibellesen mit Mohammad*, der vor zwei Jahren aus dem Iran kam. Dort hätte er festgenommen werden sollen, weil er als Besitzer eines Copyshops regimekritische Flugblätter vervielfältigt hatte. In einem Transitquartier wurde er an einem Sonntag von anderen Flüchtlingen zu einem christlichen Gottesdienst eingeladen. Als nicht besonders strenger Moslem wollte er sich das unbedingt einmal anschauen. An diesem Sonntag wurde in der Gemeinde ein kurzes Video über die geistlichen Aufbrüche im Iran gezeigt. Er staunte nicht schlecht, dass der Gott der Christen auch Iraner liebt. Seither geht er jeden Sonntag in die Kirche. Nach und nach hat er mehr vom christlichen Glauben verstanden, und diesen Sommer ließ er sich taufen. Er strahlte eine unglaubliche Freude dabei aus. Mohammad hat es nicht leicht und wartet schon lange auf seinen Asylbescheid. Da er kaum Beweise für seine Geschichte vorlegen kann, sieht es nicht gut aus.

* Alle Namen in dieser Seite geändert


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