Ein Andendorf erhält Trinkwasser

03.03.2016 15:09

Die DMG-Mitarbeiter Hermann und Irene Schirmacher schreiben aus Ecuador:

Feier im Bergdorf Achullay auf 3.500 Metern Höhe in den Anden
Feier im Bergdorf Achullay auf 3.500 Metern Höhe in den Anden

Mit viel Tamtam haben die rund 100 Familien des Bergdorfes Achullay die Fertigstellung ihres Wasserprojekts gefeiert. Wir blickten rundum in strahlende Gesichter, die voller Dankbarkeit waren. Es war ein Freudenfest mit Ansprachen, Predigten und schöner Musik des Chors der evang. Gemeinde.

Mehr als 20 Jahre haben sie schon nach einem Weg gesucht, sauberes Trinkwasser direkt zu ihren Häusern zu bekommen. Bisher gab es zwar elektrischen Strom in jedem Haus, jeder hat ein Handy, aber kein Wasser?! Mühsam musste das kostbare Nass in Gefäßen von einem Wasserloch am Abhang aus einem Kilometer Entfernung herangeschafft werden. Heute ist ihre Vision Wirklichkeit geworden.

Die Rohre sind verlegt, die Pumpen installiert. Die Bauphase hat sich zwei Jahre hingezogen, und es war harte Arbeit – an der sich die Dorfbewohner intensiv beteiligt haben. Die Leitungen sind von der lokalen Regierung zur Verfügung gestellt worden. Sie wurden vor einigen Monaten geliefert. Nachdem auch die zweite Wasserpumpe mit dem von uns entwickelten Steuerungskasten installiert war, konnte das letzte Teilstück vor wenigen Tagen fertigstellt werden.

Die Pumpen liefen an. Sie füllten zum ersten Mal einen 100 Meter höher gelegenen Wassertank oberhalb des Dorfes und die gesamten Rohrleitungen zu den Häusern. Das Wasser floss, was für eine Freude. Heute dreht man in Achullay nur noch den Hahn auf, wenn jemand Wasser braucht.

Der dortige Pastor, Antonio, hat mich beeindruckt. Er ist ein echter Organisator, Leiter und Diener. Selten haben wir so eine gut organisierte Feier erlebt. Es waren ungewöhnlich viele junge Leute beteiligt. Auf 3.500 Metern Höhe sangen sie ihr Gotteslob zum Himmel. Einige in Achullay wissen bereits, wo das wahre Wasser des Lebens zu finden ist …

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