Ev. Allianz und DMG trauern um Horst Pietzsch

29.06.2016 10:03
Horst Pietzschs Arbeit für Flüchtlinge und Migranten war richtungsweisend
Horst Pietzsch

Am Morgen des 28. Juni 2016, zwei Tage vor seinem 61. Geburtstag, hat die 13-monatige schwere Krankheits- und Leidenszeit unseres geschätzten Mitarbeiters Horst Pietzsch (Herten bei Recklinghausen) ein Ende gefunden.

Der 1955 in Namibia geborene Horst Pietzsch war seit 1990 als Missionar der DMG in Südafrika tätig und seit 2010 in Deutschland unter Migranten im Einsatz. In Kooperation von Deutscher Evangelischer Allianz und DMG nahm er die Aufgabe des nationalen „Referenten für Migration und Integration der Deutschen Evangelischen Allianz“ wahr. In einem gemeinsamen Nachruf würdigen DMG-Direktor Dr. Detlef Blöcher und der Generalsekretär der Deutschen Evangelischen Allianz, Hartmut Steeb, den Pionierdienst von Horst Pietzsch in diesem Arbeitsfeld.

Horst Pietzsch war es wichtig, Christen und Gemeinden für die Menschen anderer Kulturen, anderer Sprachen und anderer Hautfarbe zu sensibilisieren, zur Liebe in Aktion in Wort und Tat zu ermutigen und die interkulturelle Zusammenarbeit in Deutschland zu fördern. Seine reichen Erfahrungen aus Namibia und der „Regenbogen-Nation“ Südafrika dienten ihm dabei als Grundlage. Horst Pietzsch hat wesentlich mit dazu beigetragen, dass sich an vielen Orten in Deutschland Christen zu örtlichen Kreisen für Migration und Integration zusammenfanden. Die von ihm 2010 aufgenommene Arbeit im Rahmen des Arbeitskreises Migration und Integration der Deutschen Evangelischen Allianz (AMIN) hat gute Grundlagen geschaffen, die sich in den Flüchtlingswellen im vergangenen Jahr in besonderer Weise bewährt haben, als zahlreiche Gemeinden und Christen in Deutschland begannen, sich in außergewöhnlicher Weise für Flüchtlinge zu engagieren und für deren Integration einzusetzen. Dafür gilt Horst Pietzsch besondere Anerkennung.

Nach menschlichen Maßstäben wurde Horst Pietzsch viel zu früh aus seinem aktiven Leben der Mission herausgerissen, angesichts der immensen Flüchtlingsströme wären seine Impulse heute nötiger denn je. In großer Dankbarkeit schauen wir auf seinen Dienst zurück und erbitten Gottes Trost für seine Frau Monika und ihre drei erwachsenen Kinder.

 

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