Der tödliche Biss ...

06.12.2017 11:48

Andreas und Gabriela Fuchs erzählen:

Eine Schlange verbiss sich in seinem Bein ...
Er übersah die Schlange im Dickicht

Wie Gott einem Medizinmann im Dschungel begegnet

Der Medizinmann geht gedankenverloren einen schmalen Trampelpfad durch den Dschungel. Er kommt von seinem weit abgelegenen Feld zurück ins Dorf und ist müde von der harten Arbeit. So achtet er nicht mehr genau darauf, wohin er beim Klettern über Wurzeln und abgebrannte Baumstämme geht. Plötzlich schreit er auf. Er spürt einen fürchterlichen Schmerz oberhalb der Wade. Entsetzt sieht er eine große, giftige Schlange an seinem Bein hängen. Sie hat sich festgebissen.

Gabriela und Andreas Fuchs berichten aus Brasilien
Gabriela und Andreas Fuchs

Vergeblich bewegt er das Bein und versucht das Biest abzuschütteln. Es gelingt ihm nicht. Das Dorf ist nicht mehr weit. Mit letzter Kraft schleppt er sich mitsamt der Schlange am Bein weiter. Ob er es noch schaffen wird?

Seit einem Jahr wohnt einer unserer brasilianischen Kollegen im Dorf dieses Medizinmanns. Die Bewohner haben den Missionar eingeladen und ihm ein Haus gebaut, weil sie die Botschaft der Bibel kennenlernen wollen. An diesem Morgen hat er den Eindruck, dass er fasten und intensiv für „sein“ neues Volk beten soll. Er wundert sich noch, denn so stark war dieses Gefühl, für die Menschen im Dorf zu beten, noch nie.

Nach einiger Zeit beschließt er, Hausbesuche zu machen, und geht vor die Tür. Plötzlich am Rand des Urwalds ein Geräusch. Aus dem Dickicht stolpert der völlig erschöpfte Schamane auf ihn zu und deutet mit schmerzverzerrtem Gesicht auf die Schlange an seinem Bein. Erschrocken rennt der Missionar zu dem Mann. Mit dem Buschmesser tötet er erst die Schlange, dann schaut er sich die schon schwarz gewordene Wunde an.

Dorfbewohner laufen herbei und schauen entsetzt zu. Ein anderer Schamane ruft, er wolle weitere Medizinmänner für eine Geisterbeschwörung rufen. Da fragt der Missionar den Verletzten ruhig, ob er für ihn zu Jesus beten darf. Der Medizinmann nickt, es kann ja nicht schaden. Segnend liegt die Hand des Missionars auf der schlimmen Wunde. Er betet laut, klar und langsam, damit alle ihn verstehen: „Jesus, bitte heile diesen Mann und schenke ihm ein Wunder!“ Nach dem Amen schaut der Medizinmann den Missionar an und sagt, dass die Schmerzen prompt nachgelassen haben! Ja, er spürt eine innere Besserung.

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Der Missionar erzählt dem Mann und den Menschen aus dem Dorf von Gott, dem alles möglich ist. Von Jesus, der nicht nur einen kranken Körper heilen kann, sondern Rettung für die Seele bringt. Vom tödlichen Biss der Sünde mitten ins Herz der Menschen – und wie Jesus diese schlimmste aller Wunden heilt. Alle hören aufmerksam zu. Zum Schluss legt er wieder die Hand auf das verwundete Bein und betet um Heilung für die Seele des Medizinmannes und für alle, die ihm zugehört haben. Dann hilft er dem Mann aufzustehen und begleitet ihn nach Hause.

Die Schritte des Kranken werden immer fester. Voller Freude stellt er fest, dass er gesund geworden ist. „Aber soll ich nicht doch lieber die anderen rufen zur Geisterbeschwörung?“ rennt ihnen der jüngere Schamane mit gerunzelter Stirn nach. „Nein!“, meint der Geheilte, „der Gott des Missionars hat mich gesund gemacht!“ Fröhlich und dankbar verabschiedet sich der Missionar von dem Medizinmann und geht zurück nach Hause, neu motiviert, die schwierige Sprache des Indianervolkes zu erlernen.


Mit diesem brasilianischen Missionar fühlen wir uns eng verbunden, wir haben ihn mit ausgebildet. Ab Dezember sind wir zum Heimatdienst in Deutschland. Gerne erzählen wir Ihnen mehr davon, wie Gott in den indigenen Völkern Brasiliens wirkt. Sie können über die DMG Kontakt mit uns aufnehmen.

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