Denn der Tod hat nicht das letzte Wort

07.05.2014 15:46

Wie der Glaube Hoffnung und Perspektive schenkt

Diese Woche teilen unsere Österreich-Missionare Hans-Georg und Margarete Hoprich mit, dass ihre Freundin Thirza Moldovan (Foto unten) am 3. Mai verstorben ist. Tirza ist vielen Freunden der DMG aufgrund ihres eindrucksvollen Berichtes in DMG-informiert Nr. 6/2013 (siehe unten) in Erinnerung. Sie wurde am 3. Mai 2014 von ihrer schweren Krankheit erlöst. Aufgrund ihres Glaubens an Jesus Christus ist sie im Frieden mit Gott entschlafen. Hier Thirzas eindrucksvoller Bericht vom Dezember – ein leuchtendes Beispiel, wie der Glaube an Jesus Christus Menschen hilft und die Gewissheit auf ein vollkommenes ewiges Leben selbst mitten im Leid Freude schenkt:


Aus DMG-informiert im Dezember 2013, von Margarete Hoprich (Österreich):

Eine sichere Basis in schweren Zeiten

Gemeinsam mit meiner Freundin Thirza Moldovan war ich öfters zu Frauentreffen unterwegs, wo sie den Teilnehmerinnen berichtete, wie Jesus ihr in schwerer Krankheit geholfen hat. Inzwischen ist sie wieder an Krebs erkrankt, sie erzählt:

Thirza Moldovan im Dezember 2013
Thirza Moldovan im Dezember 2013

Mein Name ist Thirza Moldovan (geboren 1950). Ich komme aus Amsterdam und wohne seit 30 Jahren mit meinem Mann in Wien. Ich bin pensioniert und arbeite ehrenamtlich in meiner Gemeinde und im Pflegeheim, meiner früheren Arbeitsstelle, mit. Ich befasse mich viel mit Leid, Sterben und der Hoffnung auf die Ewigkeit.

Als ich sechs Jahre alt war, starb mein kleiner Bruder an Diphterie. Er wusste, dass er zu Jesus geht, das war für unsere Familie und mich ein großer Trost. Ich habe ebenfalls schon als kleines Mädchen Jesus kennengelernt. Als ich 13 Jahre alt war starb meine Mutter. Von Anfang an wollte ich Krankenschwester werden. Hatte ich ja schon bei meinem Bruder und Mutter das Krankenhaus hautnah erlebt. Später war ich vor allem für Schwerstkranke da. Ich arbeitete fünf Jahre in einer Krebsklinik in Amsterdam und in Wien elf Jahre im Pflegeheim, wo ich viele Leidende und Sterbende ermutigen und liebevoll betreuen durfte. Eine gute Vorbereitung für das, was auf mich selbst zukommen sollte:

„Doch eines weiß ich: Mein Erlöser lebt; auf dieser todgeweihten Erde spricht er das letzte Wort!“ (Hiob 19,25)

2006 erkrankte ich an Brustkrebs. Es folgten die Operation, schwere Chemotherapie und Bestrahlungen – insgesamt fünfeinhalb Jahre Therapien, Medikamente und Infusionen. Besonders das erste Jahr war schwer. Und doch war es die wertvollste Zeit meines Lebens. Weil ich Jesus besser kennenlernen durfte in seiner Fürsorge und Treue. Aus Dankbarkeit und um andere zu ermutigen, schrieb ich einen Lebensbericht und ein Lied zu Josua 1,5: „Ich lasse dich nicht fallen und verlasse dich nicht.“ Mit dieser Botschaft durfte ich bei Frauentreffen von Jesus erzählen, zusammen mit meiner lieben Freundin, Margarete Hoprich.

Den Teilnehmerinnen sagte ich: „In der Krankheit bin ich Gott begegnet, ich habe geschmeckt und gesehen, wie freundlich er ist (Ps 34,9). Ich habe gelernt, dass Gesundheit nicht das Wichtigste im Leben ist. Die Hauptsache ist: dass ich mein Leben dem anvertraue, der mir Leben gab, Jesus. Dann kann ich auch in schweren Zeiten Geborgenheit und Sicherheit erfahren. Er hat mich erschaffen, er kennt meinen Weg …“

Im Sommer erhielt ich die Diagnose, dass der Brustkrebs mit mehreren Metastasen wieder zurück ist – ein schwerer Rückschlag! Aber ich dachte an den Satz aus meinem eigenen Bericht: „Ich weiß, dass mein Leben in Gottes Hand sicher ist.“ Ich glaube, dass der Herr mich gut auf diese Zeit vorbereitet hat, durch meine Lebensgeschichte, meinen Beruf und meine erste Erkrankung. Er hat seinen Plan! (Röm 8,28). Natürlich hoffe ich, dass die Krankheit unter Kontrolle bleibt. Aber … alle medizinischen Stützen fallen eines Tages! Darum muss ich mich auf eine solidere Basis stellen.

Denn der Tod
hat nicht das letzte Wort,
es gibt einen Neubeginn.
Weil Jesus auferstanden ist,
hat unser Sterben einen Sinn.
Wer glaubt, dass ER gekommen ist,
kann mit ihm weitergeh’n,
und darf getrost und voll Vertrau’n
das neue Leben seh’n:
Auch im tiefsten Dunkel
wird der Himmel offen steh’n.

Lied von Thirza Moldovan

Mein Erlöser lebt! (Hiob 19,25). Das trägt wirklich. Ich lebe wie ein Kind, das seinem Vater voll vertraut. So bekomme ich Gelassenheit und Frieden, wie sie nur Jesus geben kann.

Zurück