Côte d’Ivoire: „Wir waren wie Babys!“

13.01.2020 17:04
Pastor Kognon Kéo und Ehefrau Lydie zu Besuch bei den Direktoren der DMG
Pastor Kognon Kéo und Ehefrau Lydie zu Besuch bei den Direktoren der DMG

„Wir waren wie Babys!“, sagt Pastor Kognon Kéo aus der Côte d’Ivoire (früher Elfenbeinküste). Er ist Präsident eines Verbandes von etwa 500 christlichen Gemeinden im Norden des westafrikanischen Landes. Bis 2002 waren noch mehr als 50 überwiegend amerikanische Missionare bei ihnen im Land. „Die machten quasi alles für uns“, erzählte er bei seinem Besuch in der DMG-Zentrale Mitte Januar. Nach Beginn des Bürgerkriegs 2002 sind nur noch eine Handvoll Missionare dort, darunter unser Ehepaar Angelika und Rod Ragsdale und die theologische Lehrerin Martina Bastian.

„Als die meisten Missionare gegangen sind, haben wir gemerkt: Wir müssen jetzt erwachsen werden. Wir müssen die kirchliche und missionarische Arbeit selbst in die Hand nehmen. Dabei wollen wir eine Kirche sein, die nicht nur überlebt, sondern eine, die selbst Missionare aussendet.“

Bitte betet, dass die missionarische Vision unserer Gemeinden noch stärker wird, bat er. „Für Frieden und die Präsidentschaftswahlen.

Sein Gemeindeverband hat mitten im früheren Rebellengebiet nicht nur Gemeinden, sondern auch eine theologische Ausbildungsstätte. Wie das möglich ist? Ein „Komitee für religiösen Frieden“ trägt wesentlich zu relativer Stabilität bei. Dieses Komitee sorgt dafür, dass die Stammesunruhen nicht zum Religionskrieg hochstilisiert werden, obwohl viele das gerne hätten. An der Spitze stehen ein muslimischer Imam, ein katholischer Priester und er als evangelischer Pastor.

Angelika Ragsdale engagiert sich für Afrikanerinnen in der Côte d’Ivoire, damit sie sich nicht auf die Flucht nach Europa machen, im Rahmen von  For Freedom.

„Bitte betet, dass die missionarische Vision unserer Gemeinden noch stärker wird“, bat er uns. „Betet um Frieden im Land und besonders für die Präsidentschaftswahlen im Oktober des Jahres. Betet, dass unsere Gemeinden dem Gemeinwesen nützen, vor allem durch Schulen, an denen auch Mädchen unterrichtet werden.“

Das wollen wir tun – gerade jetzt in der Allianzgebetswoche. Danke, dass auch Sie und Ihre Gemeinden die Christen in der Côte d’Ivoire durch Ihr Gebet unterstützen.

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