Bundesverdienstkreuz für frühere DMG-Missionarin

01.10.2014 15:27

Sr. Rose Schwarz: „Gott alleine zur Ehre – soli Deo gloria!“

Bei der Verleihung (v.l.n.r.): Dekan Reiner Zeyher, Sr. Rose Schwarz, Susanne Hartrampf, Verfasserin ihrer Biografie, und Vaihingens OB Gerd Maisch
Dekan Reiner Zeyher, Sr. Rose Schwarz, Susanne Hartrampf und Vaihingens OB Gerd Maisch

Wir gratulieren herzlich unserer ehemaligen Missionarin Schwester Rose Schwarz, der am 26. September 2014 in Vaihingen an der Enz von Oberbürgermeister Gerd Maisch das Bundesverdienstkreuz am Bande verliehen worden ist. Die 79-Jährige erhielt diese hohe Anerkennung der Bundesrepublik Deutschland für ihr Lebenswerk und ihre Verdienste um das Gemeinwohl, besonders für ihren engagierten Einsatz im Aidswaisenprojekt „Neema ya Mungu“ (Durch Gottes Hilfe) in Kenia, das heute rund 600 Waisenkinder betreut.

Sr. Rose Schwarz ist 1935 zur Welt gekommen und unter sieben Geschwistern aufgewachsen, ihr Vater war Prediger. Mit 17 Jahren hat sie sich bewusst für ein Leben mit Jesus entschieden. Als 21-Jährige trat sie dem Diakonissenmutterhaus St. Chrischona in der Schweiz bei. Auf die Frage, weshalb sie Diakonisse und später Missionarin geworden ist, antwortet Sr. Rose Schwarz: „Ich wusste einfach, dass ich mein Leben mit Jesus ganz oder gar nicht leben will.“ Ihre Biografie „Ganz oder gar nicht – ein Leben unter Gottes Führung“ liest sich spannend, sie hat viele Abenteuer mit Gott erlebt.

 

Sie leitete landesweit die Dorfgesundheitsarbeit

Die junge Diakonisse absolvierte ihre Ausbildung zur Krankenschwester und wurde mit 26 Jahren leitende Oberschwester im OP-Saal des Krankenhauses von Dillenburg. Kurz nach ihrem 38. Geburtstag begann Sr. Rose Schwarz einen Missionseinsatz in Äthiopien, der nach fünf Jahren abrupt endete, als der dortige Kaiser gestürzt wurde und eine kommunistische Regierung die Macht übernahm. Nach einer Übergangszeit kam sie 1978 zur DMG, für die sie jahrelang in Kenia medizinisch tätig war. Zunächst war sie verantwortlich für eine Buschklinik und den Aufbau einer medizinischen Arbeit an der somalischen Grenze. Sie wurde Lehrschwester für afrikanische Pflegekräfte und leitete später die Krankenpflegeschule der Afrika Inland Kirche.

Deren medizinische Arbeit in ländlichen Regionen baute sie maßgeblich mit auf und leitete diese zeitweise landesweit. Sr. Rose Schwarz hat als Missionarin der DMG zahlreiche Pflegekräfte ausgebildet und motiviert. Vielen Afrikanern hat sie in liebevoller Weise ihren Glauben bezeugt. Im Jahr 2000 musste sie Kenia aufgrund einer Krebserkrankung verlassen, 2003 ging sie in Deutschland in den „Ruhestand“. Doch auch von hier aus half sie unermüdlich ihren Freunden in Afrika. Eine kenianische Pastorin hatte drei Aidswaisen aufgenommen und bat Sr. Rose Schwarz um Hilfe. Daraus entstand besagtes Aidswaisenprojekt, das heute 600 Kinder unterstützt.

Würdigung für ihren Glauben und Nächstenliebe

Vaihingens Oberbürgermeister Gerd Maisch erklärte bei der Verleihung des Bundesverdienstkreuzes an Sr. Rose Schwarz: „Wir können stolz darauf sein, Sie in unserer Stadt zu haben“, und er würdigte ihren Glauben an Gott und ihre Nächstenliebe. Dekan Reiner Zeyher sagte: „Wir freuen uns, diesen Tag mit Ihnen feiern und erleben zu dürfen.“ Und Sr. Rose Schwarz selbst betonte: „Die Ehrung ist nicht mein Verdienst, so viele haben mitgeholfen.“ Sie sei Gott dankbar, der immer mit dabei war und ihr Leben wunderbar geführt habe: „Gott allein zur Ehre – soli Deo gloria“, sagte sie als Fazit.

Als „DMG interpersonal“ (ehem. Deutsche Missionsgemeinschaft) freuen wir uns sehr, dass unsere Missionarin Sr. Rose Schwarz mit dem Bundesverdienstkreuz am Bande ausgezeichnet worden ist. Wir wünschen ihr weiterhin viel Kraft, Gottes Segen und dass sie noch vielen afrikanischen Kindern helfen kann.

  • Fotos: Stadt Vaihingen an der Enz  /  DMG

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