Brasilien: Was jungen Menschen wirklich hilft

15.02.2017 15:08
Straßenkinder in Brasilien
Straßenkinder

Charlotte Prüfer berichtet aus ihrer Arbeit in der Megastadt Belém:

Charlotte Prüfer ist DMG-Missionarin in Brasillien
Charlotte Prüfer

Belém hat mittlerweile zwei Millionen Einwohner, und die Kriminalität wächst. Viele Kinder und Jugendliche leben auf der Straße oder verbüßen Haftstrafen, weil sie mit dem Gesetz in Konflikt gekommen sind. Wir als Verein „PróVIDA“ (für das Leben) helfen diesen Kindern und Jugendlichen.

Ein Team geht in die elf Jugendgefängnisse Beléms, ermutigt Insassen zum Bibellesen und Beten und hört auf die Nöte der jungen Leute. Das zweite Team kümmert sich um Jungs aus kaputten Familienverhältnissen, die in Kinderheimen untergebracht sind. Und unser Präventionsteam arbeitet mit Kindern und Jugendlichen aus gefährdeten Familien. Es hilft ihnen, dass sie nicht auf der Straße, im Heim oder Gefängnis landen, sondern bei ihren Familien bleiben können. Zu diesem Team gehöre ich.

Ich bin glücklich über meine Aufgabe. Wir arbeiten eng mit örtlichen Kirchen und Gemeinden zusammen und bieten ihnen Werkzeuge an, um fernstehende Familien und Kinder aus Randgruppen mit dem Evangelium zu erreichen. Beispielsweise „PePe“, einen christlichen Vorschulkindergarten. Wir zeigen Gemeinden, wie sie in ihren Stadtbezirken Pepe-Gruppen gründen können. Zudem schulen wir sie, damit sie Nachhilfeprojekte und Kinderstunden anbieten.

Wie kann man jung sein und den Weg unsträflich gehen? Wie kann man jung sein und dem Herrn gefallen? Wenn man sich hält an Gottes Wort. Wir wollen jung sein und den Weg unsträflich gehen. Wir wollen jung sein und dem Herrn gefallen. Wir halten uns an Gottes Wort. (Lied von Edwin Donnabauer)

Das Herzstück sind kindgerechte Andachten: die „Zeit mit Gott“. Uns ist wichtig, dass die Kinder Jesus kennenlernen und ihr Leben an ihm und seinen Werten ausrichten. Wie es in Psalm 119,9 heißt: „Wie wird ein junger Mann seinen Weg unsträflich gehen? Wenn er sich hält an dein Wort.“ Durch unsere Programme werden nicht nur die jungen Leute verändert. Eine Mama strahlte: „Unser kleiner Pedro hat uns alle in die Gemeinde gebracht, heute glaubt unsere ganze Familie an Jesus.“

Eine andere Mutter: „Letztes Jahr habe ich meinen dreijährigen Arthur bei PePe angemeldet. Schon nach zwei Wochen sah ich erste Veränderungen. Er war auf einmal so freundlich und dankte für alles. Ich habe fast geweint.“ Eine dritte Mutter sagte: „PePe ist wichtig für unser Viertel, die Mitarbeiter kümmern sich sozial und geistlich.“

Gott hat mir aufs Herz gelegt, in den nächsten Jahren intensiver mit ganzen Familien zu arbeiten, damit Eltern ihren Kindern den richtigen Weg weisen und ihn selbst gehen. Dafür bin ich auf Gebet angewiesen. Danke für jeden, der meine Arbeit unterstützt.


Sie wollen die Arbeit der Missionarin Charlotte Prüfer mit Spenden unterstützen: Stichwort „P10530 Prüfer“ aufs  Konto der DMG.


Damit junge Brasilianer nicht im Gefängnis landen ...
Damit junge Brasilianer nicht im Gefängnis landen ...

Zurück