Bolivien: Was Gebet bewirken kann!

22.01.2018 10:52
Bolivianische Christen im Gebet
Bolivianische Christen im Gebet

Weltweiter Gebetstag bewegt Politik!

Die bolivianische Ev. Allianz hat in der vergangenen Woche zum Gebet für ihr Land aufgerufen, eine Initiative welche die DMG aufgegriffen und in ganz Deutschland weiterverbreitet hat. Am Sonntag, den 21.01.2018, beteten also Tausende für Bolivien, um die Einführung eines neuen Strafgesetzbuches zu verhindern, das unter anderem die religiöse Freiheit massiv gefährden hätte können. In Bolivien sind schon die ganze Woche zuvor Menschen auf die Straße gegangen, es kam zu Generalstreiks, Universitäten schlossen, um sich den Protesten anzuschließen. Dies und vor allem der Gebetstag gestern zeigten Wirkung:

Noch am Sonntag kippte der Präsident Boliviens, Evo Morales, das neue umstrittene Strafgesetzbuch, mit den Worten: „ Wir haben beschlossen, das neue Strafgesetzbuch aufzuheben, um Verwirrungen zu vermeiden, damit die Verschwörungstheorien enden, die das Land destabilisieren wollen.“ So Evo Morales in einer Twitter-Nachricht vom 21. Januar. Das neue Strafgesetzbuch sollte das bisherige aus der Zeit des Diktators Banzer ersetzten. Laut Morales war das bisherige Strafgesetzbuch lediglich eine Kopie aus Europa und den USA. Er twitterte: „Wir bedauern, (…) dass die Normen zugunsten der Menschen nicht angenommen wurde.“ Evo Morales, der indigener Abstammung ist, verfolgt seit Amtsantritt eine Politik, die auf indigener Tradition und Weltanschauungen beruht.

Hintergrundinformationen:

Am Freitagmorgen (19.01.) interviewte der ERF unseren Missionar Thomaz Litz, der die geplante Änderung im bolivianischen Strafgesetzbuch und die politischen Hintergründe erläutert hat. Litz ist Südamerikaner und Jurist und kennt sich gut aus, hier das Interview:

ERF-Interview >>

DMG-Missionar Thomaz Litz informiert über die aktuelle Lage in Bolivien
Thomaz Litz

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