„Betet für Frankreich!“

16.11.2015 12:10

Ein Kommentar von Gerald Häde (Personalleiter Europa)

Wir beten für Frankreich ...
Eine Nation in Trauer, die Menschen tief erschüttert ...

„Pray for Paris!“ – Seit den Attentaten ist dieser Aufruf überall zu sehen. Auch direkt danach in einer „heute spezial“-Sendung des ZDF über die Anschläge in Paris – und tausendfach in den sozialen Netzen. Wir als christliches Missions- und Hilfswerk DMG bitten ebenfalls um Gebet für unser Nachbarland Frankreich, seine Hauptstadt Paris, die Franzosen sowie die Menschen in ganz Europa: um Trost im Leid, Weisheit der gesellschaftlichen Entscheidungsträger und Bewahrung vor weiteren Anschlägen.

22 DMG-Mitarbeiter sind derzeit in Zusammenarbeit mit französischen und internationalen Partnerorganisationen in Frankreich tätig, in wenigen Monaten kommt die Kinder- und Jugendreferentin Tabea Winarske hinzu. 

Wir fühlen mit den Franzosen

Gerald Häde ruft auf zum Gebet für Frankreich
Gerald Häde, DMG

Als DMG sind wir sehr betroffen von den Ereignissen in Paris. Unsere Mitarbeiter Samuel und Katrin Linda Hablützel leben seit einem Jahr in Paris, sie berichten:

„Gestern waren wir in Versailles, und es ist wirklich außergewöhnlich. Der Schlossplatz ist wie leergefegt und irgendwie herrscht eine bedrückte Stimmung. Natürlich sagt unser Verstand, dass solche Anschläge wahrscheinlich auch in Zukunft nicht unseren Alltag bestimmen. Aber emotional sieht es hier in Paris gerade anders aus. Wir fühlen mit den Franzosen, die zum Teil wirklich Angst um ihr geliebtes Land haben. Besonders bewegt uns die Frage, wie es unseren Nachbarn und Freunden geht. Wir beten, dass sie ihre Herzen öffnen für den Gott des Friedens. Zudem fragen wir uns: Was bewirken diese Ereignisse bei uns Christen? Misstrauen? Oder umso mehr Liebe und Zuneigung für die, die in Dunkelheit und Hoffnungslosigkeit leben?“

Es bewegt, wie wenig die Menschen über Jesus wissen

Soweit Ehepaar Hablützel. Früher habe ich selbst in der französischen Hauptstadt gearbeitet. Damals habe ich miterlebt, wie Menschen aus 25 Nationen in unserer ev. Gemeinde gemeinsam Gott angebetet und den Franzosen in ihrer Umgebung gedient haben. Viele haben Vergebung ihrer Schuld und Freiheit in Jesus Christus gefunden und wurden Friedensstifter in ihren Ehen und Familien und ihrer Stadt. Bitte beten Sie für Paris und Frankreich. Und für unsere Mitarbeiter dort, dass sie Friedensträger sind und den Menschen jetzt in ihrer Verzweiflung, Not und in ihren Ängsten konkret beistehen können.

Das wünscht sich auch unser Mitarbeiter Dr. Ralf Kuna (Studentenarbeit, Clermont-Ferrand): „Es erschüttert uns immer wieder, wie wenig die Leute – sogar Studenten – über den christlichen Glauben und die Liebe Gottes wissen.“ Als DMG engagieren wir uns seit Jahrzehnten in Frankreich. Erst Anfang 2015 haben wir ein  Projekt Frankreich für unser Nachbarland gestartet, mit dem wir die internationale Studentenarbeit, Literaturarbeit und Migrantenhilfe sowie die Gründung und Förderung ev. Gemeinden unterstützen.

Ein bedeutender christlicher Kongress in Paris

Jeannot und Marianne Gauggel mit Gerald und Susi Häde
Die Ehepaare Gauggel und Häde

Tief betroffen von den Anschlägen ist auch unsere Missionarin Meinhild Selbach, die in Lyon christliche Literatur erstellt: „Für mich ist es immer noch schwer in Worte zu fassen, was ich über die Situation denke und fühle …“ So geht es vielen in Frankreich. Deswegen gilt heute mehr denn je: „Pray for Paris!“ Betet für Paris! Übrigens: Vom 22. bis 24. November soll das „Centre Evangélique“ in Paris stattfinden, eine große Konferenz vieler ev. Gemeinden und christlichen Werke im Land, unter dem Motto: „Selig seid ihr, die ihr verfolgt werdet.“ Inzwischen steht fest, dass der Kongress trotz der Ereignisse stattfinden kann, allerdings unter massiven Sicherheitsmaßnahmen. Der Direktor unserer Partnerorganisation „France Pour Christ“, Jeannot Gauggel (Elsass), schrieb uns bereits nach den Anschlägen im Januar 2015: „Nur Jesus kann Frankreich wirklich Freiheit bringen. Leider meinen viele unserer Mitbürger, Freiheit gäbe es nur unabhängig von Gott. Wir wollen die Freiheit in Jesus Christus verkündigen.“

Konkrete Anliegen für Frankreich bzw. Europa:

  • Wir fühlen mit unseren französischen Nachbarn in dieser Stunde der nationalen Trauer und Betroffenheit. Die Lebensfundamente vieler Franzosen sind zusammengebrochen, auch die Illusion von Sicherheit. Wie schnell kann das Leben zu Ende sein? Was kommt danach? Mögen viele Franzosen ihren Trost und Halt in Jesus Christus finden.

  • Wie leicht können die schrecklichen Ereignisse jetzt eine Kluft zu den vielen hunderttausend Flüchtlingen in ganz Europa aufbauen, die weiterhin dringend unsere Hilfe benötigen. Lassen wir nicht zu, dass Misstrauen regiert und Ablehnung schafft. Auch viele Muslime sind tief erschüttert über die Gewalt, die im Namen ihrer Religion geschieht. Beten wir um Liebe zu unseren muslimischen Nachbarn.

  • Und beten wir für die Regierungen und Behörden in ganz Europa, dass Gott ihnen jetzt Kraft und Weisheit für alle Entscheidungen gibt.

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