Belgien: Miteinander Gemeinde bauen

08.08.2018 16:57

Unser Pastorenehepaar Berthold und Renate Lamparter wechselt in diesen Tagen von der Stadt Aalst nach Eupen, wo sie erneut beim Aufbau einer christlichen Gemeinde mitarbeiten. Ein interessanter Rückblick und Ausblick:

Berthold und Renate Lamparter sind Missionare in Belgien
Ehepaar Lamparter

Als wir 1993 mit unserem Möbelwagen über die Grenze fuhren, war uns kaum bewusst, wie anders Kultur und Denken im katholisch geprägten Flandern sind. Wir haben viel erlebt. Die 25 Jahre in der 90.000-Einwohner-Stadt Aalst in Evangelisation und Gemeindebau gemeinsam mit Flamen haben uns geprägt.

Was hat unserer Gemeinde in Aalst in den letzten Jahren auf dem Weg in ihre Selbstständigkeit geholfen?

Ehepaar Lamparter hat in Aalst eine lebendige evangelische Gemeinde mit aufgebaut
Ehepaar Lamparter hat in Aalst eine lebendige evangelische Gemeinde mit aufgebaut

Gott hat unsere Gemeinde von 30 auf heute 80 Personen wachsen lassen, eine stabile Gruppe mit vier flämischen Ältesten, die die Arbeit weiterführen. Wir knüpften tiefe Beziehungen, begleiteten Menschen durch schöne und schwere Zeiten, halfen Christen zu wachsen und Gottes Stimme zu verstehen, entdeckten gemeinsam mit jungen Mitarbeitern ihre Gaben und wuchsen mit Leitern in die Verantwortung hinein. Wir durften eine ganze Generation prägen. Als wir in Aalst ankamen war Levi, der Freund von unserem Timo, gerade zwei Jahre alt. Heute ist er verheiratet, gibt Religionsunterricht und verantwortet den Leitungskreis, in dem alles Praktische besprochen wird.

Neuer Einsatzort von Ehepaar Lamparter ist Eupen
Neues Zuhause

Was hat unserer Gemeinde auf dem Weg in die Selbstständigkeit geholfen? Erstens: Über die Jahre ist in der Gemeinschaft und Zusammenarbeit ein deutliches Bild entstanden, wer wir als Gruppe sein möchten, was unsere Ziele sind und welche Werte uns verbinden. Das stärkt Vertrauen und schützt vor Machtmissbrauch. Zweitens: Wir haben gelernt, was Gnade ist. Viele in Flandern haben Angst vor Fehlern und trauen sich kaum, Verantwortung zu übernehmen. Dass Gottes Gnade grösser ist, der uns liebevoll trägt, gab einigen doch den Mut. Als ich meinen Burnout hatte, hat die Gemeinde mich liebevoll mitgetragen. Gott gebrauchte meine Krankheit, um deutlich zu machen, dass Leitungsverantwortung auf viele Schultern verteilt werden muss. Er gestaltet seine Gemeinde, das ist das Wichtigste.     

Nun sind wir nach Eupen gezogen, wo wir ab September erneut im Team eine Gemeinde aufbauen helfen. Wir sind gespannt, was Gott mit uns im deutschsprachigen Teil Belgiens vorhat. Auch hier ist unser Ziel, dass Gemeinde in die Tiefe und in der Gemeinschaft miteinander und mit Jesus wächst und selbständig wird. Vielen Dank für Ihr treues Mitbeten und Mittragen als wesentlicher Teil unseres Teams.

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Stichwort: „P10373 Lamparter“

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