10 Jahre DMG-Seniorenhaus

01.10.2013 14:17

Von Heidi Hübner (DMG-Seniorin, 2.v.l.)

Gruppenbild einiger der Bewohner der DMG-Seniorenwohnungen in Angelbachtal
Gruppenbild einiger der Bewohner der DMG-Seniorenwohnungen

Dieses Jahr feiern wir das zehnjährige Bestehen unseres DMG-Seniorenhauses in Angelbachtal, nur sechs Kilometer von der Heimatzentrale Buchenauerhof entfernt. Die 16 Wohnungen sind nach und nach von Ehepaaren und Singles belegt worden, die meisten waren früher Missionare der DMG in aller Welt. Inzwischen kam ein zweites Haus mit neun weiteren seniorengerechten Wohnungen dazu, weil der Bedarf gewachsen ist. Wir Bewohner sind deutsche Staatsbürger – und gleichzeitig Himmelsbürger.

Gemeinsam leben, beten, feiern

Das erste Gebäude mit DMG-Seniorenwohnungen nach der Fertigstellung 2003
Die DMG-Seniorenwohnungen

Früher, während unseres Einsatzes mit der DMG im Ausland, lernten wir Christen in anderen Ländern und Kulturen kennen und lieben. Und nun leben wir Weltbürger gemeinsam unter einem Dach und freuen uns an unserer bunten und vielfältigen Gemeinschaft in Jesus.

Ich fragte eine unserer Mitbewohnerinnen, Maria Rettig (ehem. Chile und Mitarbeiterin der Heimatzentrale): „Was schätzt du besonders an unserer Hausgemeinschaft?“ Sie antwortete: „Dass man immer mal bei jemand klingeln kann.“ Auch Christel Voll (ehem. Somalia und Kenia) ist wichtig: „Dass man für sich sein oder gute Gemeinschaft haben kann, wie immer man möchte.“ Wir helfen uns gegenseitig bei Besuchen im Krankenhaus, fahren andere Hausbewohner zum Arzt oder Einkaufen und vieles mehr. Und gerne feiern wir miteinander Geburtstage und Jubiläen.

Derzeit beschäftigen wir uns mit dem Propheten Jesaja. Unser ältester Mitbewohner Hans Hagen nimmt uns mit seinen 92 Jahren immer noch lebhaft mit hinein in die Tiefen des Wortes Gottes.

Bibelarbeiten und Mission

Auch geistlich tragen wir uns gegenseitig. Die wöchentliche Bibelstunde ist uns wichtig. Derzeit beschäftigen wir uns mit dem Propheten Jesaja. Unser ältester Mitbewohner Hans Hagen nimmt uns mit seinen 92 Jahren immer noch lebhaft mit hinein in die Tiefen des Wortes Gottes. Dankbar sind wir auch für Pfr. Klaus Böttcher (ehem. 1. Vorsitzender der DMG), für seine Familie und ihre geistliche und praktische Hilfe. Eine geistliche Heimat haben wir in lebendigen evangelischen Kirchen und Gemeinden am Ort und in der näheren Umgebung gefunden.

Die ganze Welt zu Besuch ...

Gemeinschaft unter dem Wort Gottes
Gemeinschaft unter dem Wort Gottes

Bei uns weht rundum Missionsluft: Wer möchte, kann täglich an einer Gebetszeit für die 400 DMG-Mitarbeiter in aller Welt teilnehmen. Gebetshefte, die monatlich aktualisiert werden, halten uns über die Freuden und Nöte der Missionare auf dem Laufenden. Manche kommen uns besuchen und stellen uns im Bildbericht ihre Arbeit vor. Oder es besuchen uns Missionarskinder. Die große weite Welt kommt in unser Haus. Wir in der Heimat können für die Missionare und ihre Kinder beten, ihnen beistehen, sie trösten und Gastfreundschaft üben …

Aktiv in Migrantenhilfe und Vereinen

Einige unserer Senioren reisen auch heute noch in ihre früheren Einsatzländer. Elisabeth Bolduan beispielsweise verbrachte immer wieder einige Monate in Spanien, um in den von ihr gegründeten Drogen-Rehazentren in Albacete und Pozoblanco als Seelsorgerin tätig zu sein. Hans Hagen war noch bis zu seinem 84. Lebensjahr öfters in Äthiopien. Und Hedwig Anselm flog 2012 über Weihnachten drei Monate nach Brasilien.

Wir im DMG-Seniorenhaus sind aktiv: Einige von uns besuchen den örtlichen Seniorenkreis oder eine Gymnastikgruppe, andere engagieren sich in der Migrantenarbeit. Lotte Kornmann (ehem. Brasilien) war als  „Grüne Dame“ im Krankenhaus oder zu Besuchen in Alten- und Pflegeheimen unterwegs. Wir haben einen Gebetskreis des DFMGB (Deutscher Frauen-Missionsgebetsbund), den Irene Menzel (ehem. Brasilien) jetzt leitet. Andere halten Andachten im DFMGB-Seniorenheim Waldwimmersbach. Auch die Kontakte zu unseren Nachbarn in Angelbachtal sind uns wertvoll. Viele aus dem Dorf kommen gerne, wenn der lebendige Adventskalender bei uns im Haus stattfindet – vor allem aus der Senioren-Sportgruppe, bei der einige von uns mitmachen.

Der Herr ist gut!

Im DMG-Seniorenhaus: Kaffee und Kuchen im Freien
Kaffee und Kuchen im Freien

Ja, wir haben es in unserem Ruhestand gut hier in der Hausgemeinschaft, liebevoll eingebettet in unsere Kirchen, Gemeinden und die DMG-Heimatzentrale. „Der Herr ist unser Hirte, uns mangelt es an nichts“, sagen wir von Herzen. Wir sind bei der DMG zu monatlichen Gebetssonntagen, bei  Klausurwochen und Gebetsabenden willkommen. Und seit einem Jahr wohnen Fritz und Lydia Radlingmayer (ehem. Burkina Faso / Österreich) nebenan. Fritz ist unser Hausmeister, und sie unterstützen uns mit Bibelarbeiten, Betreuung der Gästewohnungen und wo immer praktische Hilfe nötig ist. DER HERR IST GUT!

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