Mission weltweit
Projekte aller Art
Ab 2 Jahre
Wie verändert sich Mission?
„Den Schwachen bin ich wie ein Schwacher geworden, damit ich die Schwachen gewinne; ich bin allen alles geworden, damit ich auf alle Weise etliche rette.“ 1. Korinther 9,22
Michael und Sara Biskales
(Deutschland, Arbeit unter Migranten)
Wenn ich auf die Entwicklungen der letzten fünfzehn bis zwanzig Jahre in Europa schaue, fällt mir auf: Mission ist heute vor allem eine Frage von Kultur. Ein Fehler in der Missionsarbeit wäre, Kulturen verändern zu wollen. Denn verschiedene Kulturen sind kein Hindernis für das Evangelium – sondern eine Brücke. Wenn wir Menschen weltweit von Jesus erzählen möchten, brauchen wir Respekt, Flexibilität und Demut.
Bleib beweglich!
Der Auftrag, den wir von Gott erhalten haben, ändert sich nicht. Aber so wie sich die Gesellschaft, die Politik und die Lebensweise der Generationen verändern, ändert sich auch die Art, wie wir diesen Auftrag ausführen. Es ist entscheidend, die Zeichen der Zeit wahrzunehmen, damit das Evangelium weiterhin Herzen erreicht und Leben verändert. Ein Blick in die Missionsgeschichte zeigt, dass die wirksamsten Missionare diejenigen waren, die sich anpassen konnten. Sie lernten Sprachen und Dialekte, verstanden Denkweisen, nahmen Lebensrealitäten ernst und bauten echte Beziehungen auf. Diese Anpassungsfähigkeit bedeutete keinen geistlichen Verlust und die Missionare gingen auch keine Kompromisse ein, die Gott missfallen würden. Aber sie blieben beweglich – und das brachte nachhaltige Veränderung.
Wer bin ich?
Vor 20 Jahren lag der Schwerpunkt der Arbeit mit Geflüchteten und Migranten in Europa auf praktischer Hilfe: Sprachkurse, rechtliche Beratung, humanitäre Unterstützung sowie Begleitung im Alltag. Diese Arbeit war notwendig und segensreich. Doch die Lebensrealitäten haben sich verändert. Die Kinder, die damals mit ihren Eltern nach Europa kamen, sind heute junge Erwachsene. Sie sind in europäischen Schulen, Ausbildungsstätten und Universitäten aufgewachsen. Sie haben deutsche Freunde. Ihr Alltag ist stark von der Gesellschaft geprägt, in der sie leben. Ihre zentrale Herausforderung ist heute weniger die materielle Versorgung als vielmehr ihre Identität. Zuhause gelten sie oft als „zu europäisch“, im gesellschaftlichen Umfeld fühlen sie sich als „anders“. Die Frage „Wer bin ich?“ begleitet viele von ihnen.
Mission verfehlt ihr Ziel, wenn sie versucht, diese jungen Menschen kulturell festzulegen – weder ein Zurückdrängen in die Herkunftskultur noch das Erzwingen vollständiger Anpassung bringen Leben hervor. Unsere Aufgabe ist es, ihnen zu helfen, ihre Identität in Christus zu entdecken: als Söhne und Töchter Gottes.
Gemeinschaft, Sport, Musik und echte Beziehungen öffnen heute Türen. Sportcamps, Musikveranstaltungen, kreative Abende oder gemeinsame Aktivitäten sind Brücken, auf denen Vertrauen entsteht und Menschen Jesus begegnen. Unser Ziel ist die gesunde Integration junger Gläubiger in den christlichen Kontext des Landes, in dem sie leben. So können sie ihren Glauben authentisch leben und überzeugend bezeugen. Mission ist Gottes Bewegung. Er lädt uns ein, ein Teil davon zu sein.
UND DU?
Möchtest du anderen helfen, ihre Identität
in Jesus zu entdecken?
Gott möchte dich gebrauchen.
Gerne kommen wir mit dir ins Gespräch, zum Beispiel bei unseren Infotagen auf dem Buchenauerhof:
Kommentare
Einen Kommentar schreiben