Mission weltweit
Projekte aller Art
Ab 2 Jahre
Wegbegleiter sein
„Anstatt Fische sollt ihr jetzt Menschen fischen: Ich will euch beibringen,
wie man Menschen dazu bringt, mit Gott zu leben!“
Markus 1,17
Silas Walter
(Bulgarien, Arbeit mit internationalen Studenten)
„Wenn ich das Markusevangelium lese, fällt mir auf: Jesus ist immer in Bewegung – in viele Städte, hin zu verschiedenen Menschen, manchmal auch in die Stille. Jesus ist auf dem Weg. Und er lädt uns ein: Folge mir nach!
Das ist auch meine Berufung. Ich bin Wegbegleiter: Ich wünsche mir, Menschen auf ihrem Weg zu Jesus und mit Jesus zu begleiten. Auf diesem Weg stelle ich Fragen, nehme mir Zeit für die Menschen, höre zu und bete mit ihnen.
Wie das aussehen kann, erzähle ich dir hier.“
Pablo kommt aus Lateinamerika. Die Situation in seinem Land ist so schwierig, dass er sich entscheidet, nach Bulgarien zu seiner Schwester auszuwandern. Da er niemanden kennt, besucht er mit seiner Schwester eine Kirche und trifft dort auf junge Studenten, die Teil der Internationalen Christlichen Studentengruppe sind, für die ich zuständig bin. Pablo erfährt, dass wir unter anderem Bibeldiskussionen und Gemeinschaftsveranstaltungen anbieten. Für Gemeinschaft ist er gleich zu haben, aber über die Bibel zu diskutieren, ist ihm dann doch zu schräg. Bei einem Filmabend diskutiert die Gruppe die Bedeutung von Vergebung. Enthusiastisch beteiligt Pablo sich und wird daraufhin von einem Studenten zur nächsten Bibeldiskussion eingeladen, weil es auch dort um das Thema Vergebung geht. Pablo kommt. Auch in der folgenden Woche ist er am Start. Pablo beginnt, regelmäßig in die Kirche zu gehen und zusammen mit Sam, dem Ehemann meiner Kollegin, die Bibel zu lesen. Pablo hinterfragt seine Vorurteile gegenüber dem christlichen Glauben.
„Silas, ich bin Christ!“
Als Sam und seine Frau nach ein paar Monaten nach England zurückkehren, bitten sie mich, das wöchentliche Bibellesen mit Pablo fortzuführen. Einmal pro Woche essen wir gemeinsam, tauschen uns über das aus, was wir in der vergangenen Woche gelesen haben und lesen gemeinsam ein weiteres Kapitel. Dabei reden wir über das Leben, Marcus Aurelius, das Konzept von Moral, künstliche Intelligenz und vieles mehr. Nach zwei Monaten frage ich Pablo: „Was hält dich davon ab, dein Leben Jesus zu geben?“ Er erzählt mir, wie er Gott erlebt hat und wie sich sein Leben verändert hat. Aber er ist noch nicht bereit, eine Entscheidung zu treffen. Weitere fünf Monate vergehen, in denen wir die vier Evangelien, Genesis und Exodus lesen. Eines Tages verkündet er: „Silas, ich bin Christ und im Januar lasse ich mich taufen!“
Gemeinsam haben wir seine Taufe gefeiert!
Ich habe Pablo auf seinem Weg begleitet. Aber ich war nicht der Einzige: Sam, ein Pastor und eine Frau, die ihm beim Sprachelernen half, waren ebenfalls beteiligt. Gemeinsam haben wir seine Taufe gefeiert! Wegbegleiter zu sein, ist nicht einfach. Es braucht Ausdauer, Initiative und Verbindlichkeit, aber es lohnt sich. Ich bete, dass Gott mir ein bis zwei Personen in mein Leben stellt, denen ich für kurze oder lange Zeit ein persönlicher Wegbegleiter sein darf. Und auch Pablo und ich gehen unseren Weg mit Jesus gemeinsam weiter.
UND DU?
Möchtest du auch Wegbegleiter sein?
Bete, dass Gott dir Reisegefährten über den Weg schickt. Überlege, welche Menschen in deinem Umfeld, in deiner Kirche oder in deiner Familie du auf die Reise zu Jesus einladen kannst. Ich wünsche dir viele spannende Erlebnisse!
Gott möchte dich gebrauchen.
Gerne kommen wir mit dir ins Gespräch, zum Beispiel bei unseren Infotagen auf dem Buchenauerhof:
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