HERBSTMISSIONSFEST 2025
WIE JESUS MIR – SO ICH DIR!
Das war unser Herbstmissionsfest am 28. September 2025
Über 1000 Besucher haben mit uns Herbstmissionsfest gefeiert! Für die Kinder gab es ein eigenes großes Kindermissionsfest.
Fröhlich-herbstliche Dekoration, die an Erntedank erinnert, schmückt unsere große Festhalle. Im Zentrum der Bühne symbolisiert ein beständig fließender Brunnen „Leben im Überfluss“ – passend zum diesjährigen Thema „Jesus ist genug“. Ein Motto, das wir den Besuchern und Freunden nicht einfach überstülpen. In den Impulsen und Predigten stellen wir stattdessen Fragen: „Ist Jesus genug für dich persönlich? Ist Jesus genug für alle?”
„Jesus ist genug für mich, weil er alles verkörpert, was ich brauche. Jesus ist mehr als genug“, sagt Simon Bohn, Missionsleiter der DMG, in seiner Predigt am Vormittag. „In Jesus greift jeder Superlativ zu kurz, er ist ein ‚Gotteslativ‘. Er hat uns erlöst. Er ist unser Schöpfer und Erhalter, und Mission hat ihren Ursprung in Jesus Christus; er ist ihr Inhalt und ihr Ziel. Es gibt keine Mission ohne Jesus.“
Wie wird Jesus für Menschen ganz persönlich genug? „Erstens durch eine persönliche Beziehung zu ihm. Zweitens, wenn wir die Gemeinschaft mit anderen Christen suchen. Wir gehören zusammen und ergänzen uns – in Gemeinden und auch bei der DMG. Ich bin so dankbar für unsere verschiedenen Arbeitsbereiche: IT, Buchhaltung, Küche, Hausbetriebstechnik. Nur durch das Zusammenspiel können wir unseren Auftrag umsetzen.“
VERBUNDEN BLEIBEN
Das beschränke sich auch nicht auf die DMG allein, denn „Gott baut seine Gemeinde weltweit. Mission geschieht von überall nach überall, und Gott lädt alle ein, an seinem Tisch Platz zu nehmen.
Wir brauchen einander auch international, denn jede Kultur bringt etwas Einzigartiges mit.“
Seine Aussage wird anschaulich untermalt, als sich neue Missionare in Vorbereitung vorstellen: Aus Ägypten, Malaysia und der Ukraine haben sie sich von Gott nach Deutschland rufen lassen, um hier unter Studenten, Migranten, Flüchtlingen und natürlich Deutschen zu arbeiten und Beziehungen zu knüpfen. In der Pause können die Gäste musikalische Beiträge aus Kenia bewundern – gestaltet von Missionaren des DMG-Partnerwerks CMC.
Klar wird im Programm auch, dass menschliche Logik in Gottes Mission nicht immer greift. Die Tatsache, dass er genug ist, heißt nicht, keinen Mangel zu kennen. Aber was Jesus schenkt, wirkt auch innerhalb von Schwachheiten: „Schlecht geschlafen, Stress im Büro, Mangel in Beziehungen, im Leben – Gerade in diesen Momenten ist Gott erlebbar. Wenn ich ehrlich sage: Ich kann es nicht. Gott, du musst mich leiten. Gib mir Weisheit. Du weißt, was morgen kommt.“
Authentisch berichten unsere Missionare auch von schweren Zeiten. Geschichten aus Benin, Brasilien, Italien, Kenia und anderen Ländern machen deutlich, dass Jesus auch in Krankheiten und Unsicherheiten da ist. Die Mitarbeiter betonen, wie wertvoll die Gebete des DMG-Teams und der Missionsfreunde für ihren Alltag sind. Manche haben konkrete Wunder erlebt.
Liveaufnahme der Predigt von Simon Bohn:
JESUS IST MEINE NUMMER EINS
120 Kinder feiern mit Mitarbeitern von DMG und kids-team ihr eigenes Kindermissionsfest inklusive Hüpfburg. Wie Jesus Kinderleben weltweit verändert, erzählt Sabine Hamann, die auf den Philippinen unter Straßenkindern arbeitet. „Viele dieser Kinder haben noch nie gehört, dass sie etwas wert sind. Durch eine persönliche Beziehung zu Jesus bekommen sie eine Identität, trauen sich zu träumen und ihre Situationen ändern sich – nicht sofort, nicht ohne Rückschläge, aber doch entdecken sie: Jesus ist genug für mich.”
Bei Würstchen, Kartoffelsalat, Brokkoli-Curry oder frischem Hähnchen vom Grillwagen können sich die Besucher mittags austauschen und sich durch die Missionsausstellung inspirieren lassen.
MEHR ALS GENUG
Auch in diesem Jahr gibt es wieder ein vielfältiges Seminarangebot. Die Vorträge greifen das Tagesthema auf: „Jesus ist genug ... in meiner Arbeit, in Krisen und im Alltag, für Jugendliche in Ostafrika, für verfolgte Christen, in der internationalen Missionsarbeit, ...“ Die Besucher werden ermutigt. „Eine Missionarin nahm sich im Anschluss sogar noch Zeit, für mich und meine Situation zu beten“, erzählt eine Teilnehmerin berührt. Junge Menschen lassen sich über kurze Auslandseinsätze beraten und motivieren.
An diesem Sonntag kann auch das neue Bürogebäude in den alten Scheunenmauern festlich besichtigt werden. Für Andrew Howes, Mitglied des DMG-Vorstands, ist der Bau ein großes Zeichen der Versorgung durch Gott: „Jesus gibt uns nicht nur das Nötigste, sondern auch das Schöne. Die Mittel für das Gebäude gingen zwischenzeitlich zur Neige, doch Jesus schenkte immer genau das, was benötigt wurde. Rechtzeitig kamen Zusagen und Finanzen. Und wir sind immer noch im Kostenrahmen von 2022 – ein Wunder!“
„Die Atmosphäre hier ist einfach immer besonders“, sagen unsere Missionsfreunde, von denen einige mehr als drei Stunden angereist sind. „Man sieht das Strahlen in jedem Gesicht und merkt, dass hier alle anpacken und zusammen helfen.“ Insgesamt 140 Mitarbeiter, darunter ehrenamtliche Helfer, sind beim Fest im Einsatz. Die Besucher sind inspiriert und tauschen sich über das aus, was sie in den Gottesdiensten gehört haben. Einer von ihnen fügt hinzu: „Jesus? Genug? Ich kann von Jesus nie genug haben!“
GLAUBEN BEKENNEN – AUCH IN DER REGION
„Die DMG betet regelmäßig für die Regierung und die Verantwortlichen in unserer Region. Daher ist es für uns eine besondere Freude, dass sowohl Dr. Albrecht Schütte MdL (CDU) als auch Marco Siesing, der Oberbürgermeister von Sinsheim, heute zu Besuch sind“, sagt Simon Bohn. Auch Marco Siesing bringt seine Freude zum Ausdruck: „Ich bin beeindruckt von den Menschen und dem Gelände hier. Das Scheunenprojekt spricht für sich und zeigt, wie stark diese Gemeinschaft ist. Sinsheim ist stolz darauf, die DMG hier zu haben.“ Dr. Albrecht Schütte zeigt sich dankbar, dass die DMG die Botschaft von Jesus, der Liebe und Freiheit, weitergibt: „Sie tun etwas, was wir in der Gesellschaft zu wenig tun: Sie bekennen Ihren Glauben.“
Tatsächlich leben in Deutschland immer weniger Christen. Sollten Missionare dann nur noch nach Deutschland und nicht mehr in alle Welt ausgesandt werden? – fragen die Veranstalter ein wenig provokant.
GENUG FÜR ALLE
„Nein“, antwortet Dr. Robert Miner, der 31 Jahre lang im Nahen Osten im Einsatz war, ganz klar in seiner Predigt am Nachmittag. „Jesus hat seine Gemeinde beauftragt, seine Botschaft der ganzen Welt zu bringen.“ Als Christen sollen wir also nicht bei dem stehen bleiben, was Jesus für uns persönlich getan hat. „Ja, er ist für dich gestorben, hat dir vergeben, du hast ewiges Leben und er ist genug für dich. Aber da ist noch viel mehr.“ Jesus habe nie zum „Christentum“ eingeladen, sondern dazu, seine Jünger – also Nachahmer – zu sein.
„Jesus gibt sich Mühe, macht Umwege, geht den Menschen nach, und so sollen wir es auch tun – das ist Nachfolge. Es fängt damit an, dass andere uns wichtiger sind als wir selbst.“
Zum Ende des Festes strahlt überraschend noch die Herbstsonne. Besucher haben auf kleinen Zetteln an einer Magnetwand notiert, was sie in ihren Alltag mitnehmen. „Jesus ist genug – deshalb muss ich mir keine Sorgen machen, sondern kann auch für andere da sein“, steht da zum Beispiel.
„Unser Leben erzählt von deinem Licht“ heißt es im Abschlusslied, mit dem die Besucher in die neue Woche verabschiedet werden. Als DMG wollen wir betonen: Jeder Christ ist Missionar in seinem persönlichen Umfeld – und darüber hinaus. Wir haben eine Aufgabe. Warum es sich lohnt, sie fröhlich anzupacken, fasst Robert Miner so zusammen: „Der Auftrag ist zwar groß, aber Gott ist größer.“
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