Mission weltweit
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Ab 2 Jahre
Gib den Stift an Gott ab!
Thomas und Rebecca Kröckertskothen sind seit 22 Jahren in der Toskana im Einsatz.
Rebecca erinnert sich:
Als wir im Januar 2004 das erste Mal nach Italien ausgereist sind, war ich 27 Jahre alt. Ehrlich gesagt hatte ich keine Ahnung, was alles auf uns zukommen würde! 22 Jahre später kann ich nur darüber staunen, was Gott aus dieser Zeit gemacht hat! Manchmal war ich drauf und dran, Gott den Stift zu klauen, und meine Geschichte selbst zu schreiben. Wie gut, dass ich es gelassen habe – dass ich ihm den Stift wieder überlassen habe.
22 Jahre in einem anderen Land zu leben, verändert einen. Wie? Ich habe gelernt, meine eigene Kultur und meine Gewohnheiten zu hinterfragen und bin zu dem Ergebnis gekommen, dass keine Kultur besser oder schlechter ist, sondern einfach nur anders. Das hat mir geholfen, mit Situationen angepasster umzugehen und mich zurückzuhalten, anstatt zu sagen: „Wir Deutschen machen das aber so und so ...“ Nur weil ich die Dinge aus einer bestimmten Perspektive betrachte, heißt das noch lange nicht, dass mein Weg der Beste ist.
Ich glaube, der Herr hat in den 22 Jahren in Italien mehr in mir verändert als durch mich.
Neue Bräuche – aber auch neue Freunde!
Kaffee und Kuchen, auf Italienisch
Auch die Hilflosigkeit hat mich verändert. Sie macht sich nicht nur bemerkbar, wenn man die Landessprache nicht spricht. Sie zeigt sich im Alltag, in Kleinigkeiten und Beziehungen. Und wenn man einfach gewisse unausgesprochene Regeln nicht kennt. Als es den ersten Todesfall in unserem Freundeskreis gab, wussten wir beispielsweise nicht, dass es üblich ist, in den Tagen vor der Beerdigung in die Totenhalle zu gehen, um den Toten zu „besuchen“. Oder dass man beim Bäcker, beim Metzger oder in der Apotheke immer eine Nummer zieht, um zu wissen, wann man an der Reihe ist. Hilflos fühlte ich mich aber auch, wenn mich die Einsamkeit überfiel, manchmal völlig unerwartet und manchmal, obwohl ich von vielen Menschen umgeben war. Ich fühlte mich nicht verstanden und fand nur wenig Gemeinsamkeiten. Niemand in Sansepolcro kannte den Brauch von „Kaffee und Kuchen“ oder die „Sendung mit der Maus“.
Ich bete, dass ich dort viele Italiener wiedersehen darf ...
Mit der Zeit füllten die neuen Bräuche, Lebensarten und natürlich die Menschen die Seiten meiner Italien-Geschichte – und somit auch mein Herz. Gott hat mir gezeigt, dass letztendlich kein Ort der Welt wirklich Heimat sein kann, wenn ER es nicht ist. Ich hätte nie gedacht, dass ich so lange in Italien leben würde und die Toskana wirklich zu meiner Heimat werden könnte. Aber jetzt ist das hier mein Zuhause. Ich glaube, der Herr hat in den 22 Jahren in Italien mehr in mir verändert als durch mich. Deshalb möchte ich weiterhin dem Autor meiner Lebensgeschichte vertrauen und bin dankbar, dass ich das Ende schon kenne: Einmal in der wirklichen Heimat ankommen und bei ihm in der Ewigkeit sein. Ich bete, dass ich dort viele Italiener wiedersehen darf, damit sich so ein Leben in „Bella Italia“ wirklich gelohnt hat!
Rebecca und Thomas' Anliegen ist, dass Italiener in Sansepolcro Jesus folgen.
UND DU?
Für welche Volksgruppe oder Land schlägt dein Herz?
Gott möchte dich gebrauchen.
Gerne kommen wir mit dir ins Gespräch, zum Beispiel bei unseren Infotagen auf dem Buchenauerhof:
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