Zerstört christliche Mission indigene Kulturen?

07.04.2014 14:16

Ein kritischer Blick

Wie wirkt sich christliche Mission auf die Menschen fremder Kulturen aus?
Wie wirkt sich christliche Mission auf die Menschen fremder Kulturen aus?

Zerstört christliche Mission nicht indigene Kulturen? So zumindest lautet ein landläufiger Vorwurf gegen christliche Mission. „Die Menschen haben doch schon ihre Religion. Ist Mission nicht Ausdruck westlicher Arroganz, ein Überrest der Kolonialzeit und Instrument zur Ausbeutung von Völkern?“ fragen Zeitgenossen. „Zerstört christliche Mission altes Kulturgut und traditionelle Lebensformen?“ Im Folgenden berichten DMG-Mitarbeiter, wie sie neben vielem Guten auch einige destruktive Elemente in ihrer Gastkultur erlebt haben – und die kulturerneuernde Kraft des Evangeliums:

Den Nationen fehlt tiefe Gotteserkenntnis

In den meisten Kulturen suchen Menschen vergeblich nach einer Beziehung zum Schöpfer. Gott bleibt der unbekannte, unnahbare. Das bestätigt auch die Bibel; dass die Nationen in geistlicher Hinsicht „blind“ sind (Apg 26,18; Röm 1,28-32). Sie begreifen nicht einmal ihre eigene hoffnungslose Lage; so sehr ist ihr Denken korrumpiert, wie es Martin Luther beschrieb. Dies beeinträchtigt das Miteinander in der Gesellschaft. Einige Beispiele:

    • Im Gudschi-Stamm in Äthiopien durfte früher ein junger Mann nur heiraten, wenn er einen Mann aus einem anderen Stamm erschlagen hatte.
    • Bei traditionellen Hindus in Nepal gelten Geburt und Menstruation als unrein, so dass eine hochschwangere Frau aus der Familie ausgeschlossen wird. Zwölf Tage muss sie im Viehstall leben, darf weder proteinhaltige Nahrung essen, noch die Sonne sehen. Unter solch katastrophaler Hygiene entbindet sie ihr Kind, oft stirbt die Mutter oder das Kind. Nach der Geburt darf eine Mutter ein Jahr lang nur Reis und Tee zu sich nehmen. Wird sie krank, so vermuten sie eine dämonische Besessenheit des Säuglings und das Kind wird ausgesetzt.
    • Die Gourmas in Burkina Faso glaubten, dass Wasser eine braune Farbe und einen lehmigen Geschmack habe. Als die Missionarin ihnen einen einfachen Wasserfilter anbot, lehnten sie das gereinigte Wasser kategorisch ab: Es sei Gift und mache krank.
    • Für die Bokos im Benin stellte die Ehe ein Zweckbündnis auf Zeit dar. Die Schwiegertochter hatte den niedrigsten sozialen Status. Ab dem vierten Schwangerschaftsmonat kehrte die werdende Mutter zu ihren Eltern zurück und blieb dort bis sie das Kind abgestillt hatte. In der Zwischenzeit nahm sich der Ehemann häufig eine weitere Frau, so dass die Frauen beim Ehemann wechselten. Mit der Menopause kehrte die Frau endgültig in ihr Elternhaus zurück. Dort galt sie dann etwas und unterdrückte ihrerseits die Schwiegertöchter.
Christen bringen Schulunterricht, Hygiene und medizinische Versorgung
Christen bringen Schulunterricht, Hygiene und medizinische Versorgung
    • Kamen bei einem Boko-Baby die oberen Schneidezähne zuerst aus dem Kiefer, wurde es als dämonisch besessen angesehen. „Es nagt am Leben der Mutter und versucht, die Familie zu töten“, lehrte ihre Tradition. Das Kind müsse getötet werden, glaubten sie.
    • Ein Madiha-Indianer in Brasilien hatte im Streit einen Mann erschlagen. Der Zauberdoktor erklärte ihm, dass das Blut des Opfers auf geheimnisvolle Weise in den Körper des Mörders eingedrungen sei und er jetzt mehrfach kochendes Wasser trinken müsse. Der Mörder fügte sich dabei schwere Verbrennungen im Hals zu. Er begann in der Tat Blut zu erbrechen und fühlte sich anschließend von seiner Schuld erlöst. Zum Teil wird mit einem spitzen Stock durch den Mund in den Hals gestoßen, damit richtig Blut fließt.
    • Wird eine Madiha-Frau schwanger, gilt das erst als Anfang der Zeugung. Bis zur Entbindung soll sie mit möglichst vielen verschiedenen Männern schlafen, da bei jedem Geschlechtsakt ein Körperteil am heranwachsenden Fötus erschaffen würde. Viele werden so mit Geschlechtskrankheiten infiziert.
    • In arabischen und afrikanischen Kulturen werden noch immer Millionen Mädchen beschnitten, so fordert es ihre Kultur, und auf schreckliche Weise verstümmelt.
    • In Europa erleben wir einen übersteigerten Individualismus, Materialismus, Habgier, Geiz, mangelnde Gastfreundschaft und Respektlosigkeit vor dem Alter, Abtreibungen und die Sucht nach Selbstverwirklichung, um nur einige negative Seiten unserer eigenen Kulturen zu nennen. Ebenso der Glaube, dass der Mensch von Natur aus gut sei und die Eingeborenen glücklich lebten. Damit nehmen viele Europäer den Untergang zahlloser Primärkulturen und das Elend von Millionen Menschen billigend inkauf.

Kulturen sind von Angst geprägt

Primärkulturen sind nicht zwangsläufig „glücklich“
Sie sind nicht zwangsläufig „glücklich“

Eine Missionarin schreibt über den Palawano-Stamm auf den Philippinen: Das Leben der Menschen ist sehr von Angst geprägt: Angst vor benachbarten Stämmen, dem Militär, vor den Japanern, die sie im Zweiten Weltkrieg misshandelt haben, und besonders vor den Ahnengeistern. Diese Angst bestimmt ihr ganzes Leben. Jede Krankheit, Unfall oder Tod hat mit den Geistern zu tun. Ein Palawano geht dann zum Zauberer, um die geistliche Ursache herauszufinden und sich vor Geistern zu schützen. Bekommt eine Frau Zwillinge, dann sei der jüngere bzw. schwächere Zwilling von einem bösen Geist besessen, der dem älteren nach dem Leben trachte. Er müsse getötet werden, sonst komme die ganze Familie um.

    • Stirbt jemand im Haus, verlässt die Familie fluchtartig ihr Zuhause und zieht an einen anderen Ort. Sie fürchten, der Geist des Verstorbenen würde in diesem Haus weitere Angehörige umbringen.

    • Palawanos haben panische Angst vor dem „Bel- Belan“, einem Werwolf-Geist, der auch die Form eines Huhns, Hundes, Wasserbüffels, Vogels oder einer Katze annimmt und Menschen frisst. Darum arbeiten und gehen die Palawanos nur in Gruppen.

    • Windet sich eine Schlange einen Hauspfosten hoch, wird auch das als Gegenwart eines bösen Geistes gewertet, und die Familie zieht schleunigst weg.

    • Ursache für alle Krankheiten sei die Beleidigung eines Erdgeistes. Bekommt ein Kind Masern, zieht die Familie fluchtartig zu Verwandten, was die Krankheit natürlich weiter verbreitet.

    • Hören Palawanos unterwegs den Schrei bestimmter Vögel, sehen sie das als Warnung vor einem bösen Geist, der sich auf dem Weg versteckt halte. Dann erstarren sie für Minuten; ertönt nochmals dieser Tierschrei, kehren sie nach Hause zurück und ihre Reisfelder bleiben unbearbeitet. Das schränkt ihren Lebensrhythmus erheblich ein.

Diese Beispiele verdeutlichen, dass Primärkulturen nicht als „glückliche Ureinwohner in einem grünen Paradies“ leben. Ihr Alltag ist oft von einer „Heidenangst“ vor Dämonen geprägt, und von aufwendigen Bemühungen, diese gnädig zu stimmen. Sollen solche Exzesse ungebrochen als Kulturgut gepflegt werden? Gleicht das nicht einem Arzt, der die Behandlung eines Patienten ablehnt, weil die Schmerzen „natürlichen Ursprungs“ seien?
Aus Liebe zu den Menschen können wir nicht tatenlos zusehen, wie sie an destruktiven Elementen ihrer Kultur zugrunde gehen. Wir wollen ihnen praktisch helfen und zeigen, dass Jesus frei macht von Angst!

Befreiung von der Macht Satans

Die Beispiele oben verdeutlichen bereits die geistlich- dämonische Dimension vieler Kulturen. Dabei geht es nicht nur um primitiven Aberglauben, sondern um die reale Begegnung mit okkulten Mächten. Oft sehen die Menschen die Geister buchstäblich. Ahnenverehrung in Asien und Afrika ist alles andere als neutral.

    • „Ein markerschütternder Schrei gellt durch das Dorf“, schreiben Mitarbeiter aus Ecuador. „Wir finden eine 15-jährige junge Frau mit Schaum vor dem Mund tobend im Bett. Sie, die vorher zu schwach war, um auf eigenen Beinen zu stehen, entwickelt plötzlich Bärenkräfte, dass fünf Personen sie nicht halten können. Da steckt etwas anderes dahinter. Das Mädchen ist besessen. Wir beten in einer Gruppe und befehlen dem Geist auszufahren. Sie beschimpft uns noch einmal, fünf Minuten später ist Ruhe. Vor uns liegt nun ein anderer Mensch, der nicht mehr weiß, was vorher geschehen ist.“ Immer wieder erhalten wir solche Berichte über die zerstörerische Kraft teuflischer Mächte und die befreiende Kraft von Jesus.

    • In Taiwan werden Schweine bis zu einem unglaublichen Gewicht von 600 bis 900 Kilogramm gemästet und beim Geisterfest geschlachtet, um Ahnengeister zufriedenzustellen, die sonst Unglück bringen würden. Diese Zuchtschweine kosten bis zu 15.000 Euro, ein Vermögen. Je größer das Schwein, umso zufriedener seien die Geister.

Dämonische Besessenheit, übermenschliche Kräfte, Verhexungen, Fernwirkungen, Zauberei, Magie ... Es gibt zahllose Manifestationen dämonischer Mächte in Naturreligionen, ebenso im Volksislam, Buddhismus und Hinduismus. Doch Jesus ist stärker. Er setzt wirklich frei von dunklen Bindungen. Das erleben unsere Mitarbeiter im Alltag – das dürfen wir nicht verschweigen.

Kulturen sind nie statisch

Die Lebensweise aller Völker zu allen Zeiten hat sich ständig verändert, sonst könnten Archäologen nicht anhand von Keramikscherben, Mauerresten und Kleiderfetzen das Alter bestimmen. Das gilt für Germanen, Römer, Kelten und alle anderen Kulturen. Klimatische Veränderungen, Naturkatastrophen, Völkerwanderung, Handel, Erfindungen und Entdeckungen, Begegnung mit Menschen und Gedanken führen zur Weiterentwicklung von Kulturen. Bewährtes wird erhalten, Neues aufgenommen. Kulturen sind ständig im Fluss. Können wir Primärvölkern die Selbstbestimmung vorenthalten, ihnen eine Weiterentwicklung untersagen, obwohl keiner von uns noch so leben wollte wie unsere Vorfahren vor 200 Jahren, als Unzählige an Tuberkulose, Lungenentzündung und Unterernährung starben?

Begegnungen sind unvermeidlich

Primärkulturen leben nie in Isolation, zahlreiche Menschen finden den Weg zu ihnen: Händler, Siedler, Viehzüchter, Goldsucher, Abenteurer, Holzfäller, Landentwickler, Völkerkundler und Touristen. In Reisebüros werden Expeditionen zu „unberührten Urwald-Stämmen“ angeboten. Sie alle dringen in die letzten Winkel vor. Zudem kommen indigene Völker auf ihren Wanderungen in Berührung mit anderen Kulturen. Waffen, Werkzeuge und Alkohol üben große Anziehungskraft auf sie aus. Begegnungen sind unvermeidbar, und Primärkulturen müssen darauf vorbereitet werden, damit sie ihre Kultur nicht achtlos wegwerfen. Dafür arbeiten unsere Mitarbeiter in solchen Völkern.

Der Sog der Großstädte

Großstädte üben eine unbeschreibliche Faszination aus: der Glanz der Leuchtreklame, laute Musik, grelle Farben, die trügerische Hoffnung auf Reichtum und Arbeit, der Reiz des Neuen, grenzenlose Möglichkeiten ... Überall in der Welt wachsen die Großstädte – doch die meisten Zugezogenen enden in Elendsvierteln, wo sie ihre kulturelle Identität verlieren. Soll man die Menschen zwingen, auf dem Land zu bleiben, wo sie keine Zukunft sehen? Darf man ihre Bewegungsfreiheit einschränken, Selbstbestimmung untersagen, elementare Menschenrechte vorenthalten? Sie brauchen Hoffnung auf eine bessere Zukunft. Wir wollen helfen, dass Menschen der Verführung widerstehen und verantwortungsbewusst Entscheidungen treffen.

Fernsehen und Video

Die größte Kulturzerstörung geschieht durch Fernsehen und Video, der magischen Faszination bewegter Bilder und leuchtender Farben. In Nordafrika hat jeder heute Zugang zu Satellitenfernsehen. Bereits vor 30 Jahren beobachtete ich in einem abgelegenen Dorf in Oberägypten, wo es weder fließend Wasser noch Elektrizität gab, dass Männer sich abends im Teehaus vor der Flimmerkiste trafen, betrieben durch eine Autobatterie, und ein Programm wie von einem anderen Stern anschauten. Morgens waren sie dann zu müde, um zeitig aufzustehen und ihre Felder zu bestellen.
Vor einigen Jahren besuchte ich Indianerdörfer am Amazonas, abseits jeglicher Straßen. Der einzige Kontakt zur Außenwelt bestand über einen kurzen Landestreifen für Kleinflugzeuge. Als mich die Missionare zur Dorfmitte begleiteten, sah ich neben dem Männerhaus eine große Satellitenschüssel, über die abends das brasilianische Fernsehen empfangen wurde. Das zerstört ihre Tradition (wie auch unsere in Europa), denn wo der Fernseher läuft, werden die alten Geschichten nicht mehr erzählt und an die nächste Generation weitergegeben.
Auch ohne Mission: Moderne Produkte dringen bis in die hintersten Urwaldregionen vor
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Das Evangelium ist keine westliche Religion

Es stammt aus dem Orient, wo sich Gott in der Geschichte Israels offenbart hat. Der Apostel Paulus kam aus der südlichen Türkei und brachte die Botschaft von Jesus über die Türkei nach Griechenland. Erst Jahre später haben irische Mönche die christliche Botschaft nach Deutschland getragen. Sie hat die Glaubensvorstellung unserer germanischen Vorfahren radikal verändert und unsere Kulturen erneuert.

Keine Erfindung der Kolonialmächte

Vor 2.000 Jahren beauftragte der auferstandene Jesus Christus seine Nachfolger, das Evangelium in alle Welt zu tragen (Mt 28,20). Die Apostel und weitere orientalische Missionare verkündigten es zunächst in Ägypten, Libyen, Jemen, Irak, Syrien, Äthiopien, Indien, Türkei und später auch in Europa. In den folgenden Jahrhunderten haben vor allem nestorianische Christen aus dem Iran und Irak das Evangelium nach Zentral- und Ostasien getragen (6.–11. Jh.), tausend Jahre bevor westliche Kolonialmächte entstanden sind.

In der Kolonialzeit widersetzten sich viele christliche Missionare den politischen Zielen ihrer Regierung und kämpften für das Wohl der Bevölkerung. Dabei soll nicht verschwiegen werden, dass es einigen auch am erforderlichen Einfühlungsvermögen und der kritischen Distanz zur Kolonialverwaltung gefehlt hat. Zahllose Missionare jedoch haben selbstlos gelebt, außerordentlich modern gehandelt und Einzigartiges geleistet. Mission ist die Verkündigung des Evangeliums und nicht politische Herrschaft oder das Überstülpen einer anderen Kultur.

Kulturen vor dem Untergang bewahren

Viele Kulturen gehen heute unter – nicht wegen Mission, sondern durch Landflucht und Fernsehen. Missionare kommen, um ihr Leben zu teilen, zu lernen, Zeichen der Hoffnung zu setzen und die vorhandenen Ressourcen freizusetzen. Menschen erfahren, dass sie von Gott geliebt sind und der Schöpfer einzigartigen Reichtum auch in ihre Tradition hineingelegt hat. Gott selbst schenkt einen Neustart im Leben und befreit eine Kultur von ihren destruktiven Elementen.

Während viele Völker sich unterlegen fühlen und alles Neue naiv übernehmen, erforschen Missionare ihre Sprache, entwickeln eine Schrift, bringen ihnen Lesen und Schreiben in ihrer eigenen Sprache bei. Erstmals werden Bücher in ihrer Muttersprache erstellt. Ihre Traditionen und Geschichten werden aufgeschrieben. Missionare zeigen große Achtung vor den Werten ihrer Gastkultur. Oft geschieht ihre Arbeit gegen den Widerstand der nationalen Regierung, der stärker an der Entwicklung einer Landessprache, Integration aller Volksgruppen und ökonomischen Nutzung des Urwaldes gelegen ist. Missionare zeigen echtes Interesse an den Menschen, sehen sie als Ebenbilder Gottes an, nicht nur als Forschungsobjekt. Sie sorgen für eine Grundversorgung mit Hygiene und Medizin, Erziehung und Bildung, bauen eine ökonomische Basis auf durch angepasste Landwirtschaft, Handwerksausbildung und Dorfentwicklung. Sie verteidigen die Landrechte gegenüber Siedlern, und zeigen den Menschen den Wert ihrer traditionellen Gegenstände, damit sie ihre Schätze nicht für Glasperlen und Alkohol verscherbeln. Sie geben den Menschen Selbstbewusstsein und Würde. Einige Beispiele für die heilende Kraft des Evangeliums:

    • Bei den Arauka-Indianern in Chile ist durch das Evangelium die Angst vor Geistern gewichen, Kinderopfer sind abgeschafft, Alkoholismus beseitigt. Die Felder werden jetzt bestellt, und Familien sind heil geworden.

    • Die Kajapo-Indianer in Brasilien setzen jetzt ihre Kreativität und Spontanität ein, singen biblische Geschichten in traditionellen Melodien, so wie sie ihre alten Geschichten erzählen.

    • Die Motilone-Indianer (Kolumbien/Venezuela) waren vom Aussterben bedroht als Bruce Olsen vor 40 Jahren zu ihnen zog. Olson schreibt: Seitdem wurden 18 Dorfgesundheitszentren aufgebaut, 42 Schulen mit 2.500 Schülern, 22 Landwirtschaftszentren und elf Genossenschaftsbetriebe. 15 Motilone studieren an der Universität, zwölf machen eine Ausbildung zum Krankenpfleger. Alle 400 Absolventen sind in ihrem Stamm zurück, um ihrem Volk zu dienen. Ein Indianer studierte Betriebswirtschaft und ist heute Minister für ethnische Angelegenheiten, ein anderer Jura und ist jetzt Direktor des Indianerschutzdienstes.

    • Die Angst vor den Geistern verschwindet; in Ostafrika werden Zwillinge nicht mehr getötet, sondern als Geschenk Gottes angenommen.

    • Im Benin werden heute Kinder, deren obere Schneidezähne zuerst aus dem Kiefer kommen, von Christen adoptiert. Sie zeigen den Angehörigen, dass diese Kinder nicht die Gesellschaft bedrohen.

    • Und Christen beschneiden nicht mehr ihre Mädchen!

    • In Burkina Faso werden Jungen heute auf einer christlichen Teenager-Freizeit auf das Erwachsensein vorbereitet, anstatt in alten brutalen Riten. Schwangere Frauen dürfen nun auch Eier essen; die Polygamie als Geburtenkontrolle wurde in vielen Dörfern ersetzt durch Monogamie verbunden mit natürlicher Familienplanung.

Zahllose Beispiele belegen, wie Menschen und Kulturen durch Gottes Kraft heil, die Beziehungen zwischen Mensch und Natur neu geordnet wurden. Zudem fanden Menschen Vergebung ihrer Sünde und neues Leben in Jesus. Ein Leben, das jetzt beginnt und bis in Ewigkeit reicht. Gott hat es nicht länger ertragen, dass wir Menschen in unser selbstverschuldetes Unglück rannten und an uns selbst zugrunde gingen. Darum sandte er seinen Sohn Christus in die Welt. Aus seiner Liebe heraus sind auch heute Botschafter unterwegs, um Gottes Liebe an den Enden der Erde weiterzugeben.

Dr. Detlef Blöcher, Direktor der DMG
Dr. Detlef Blöcher

Gott möchte auch uns als seine Mitarbeiter gewinnen und an seinem weltweiten Wirken beteiligen. Für eine Krebstherapie geben wir gerne 50.000 Euro aus, um das Leben des Patienten um zwei Jahre zu verlängern – bei allen Einschränkungen an Lebensqualität, die die Behandlung mit sich bringt. Wie viel mehr sollte uns das ewige Leben eines Menschen in vollkommener Lebensqualität wert sein?

Dr. Detlef Blöcher,
Direktor der DMG

 

 

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