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Über uns

Über die DMG sind heute rund 350 Mitarbeiter zu Langzeit- und mittelfristigen Einsätzen in ca. 60 Ländern weltweit im Dienst. Dazu kommen jährlich rund 40 Kurzzeit-Mitarbeiter. Wir wollen Gottes Liebe weitergeben.

2 Jahre Pandemie
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AUFERSTEHUNGSFREUDE

GOTT RUFT UND AUS UNSEREM TUN

Ein Bericht unserer Missionare Walter und Christel Gschwandtner in Nairobi

So hatten wir Ostern vorher noch nie erlebt! Christel war bereits eine Woche im Aga Khan Hospital zur Intensivbehandlung, während ich noch zuhause versuchte mit meiner Covid-Infektion zurecht zu kommen. Beide waren wir nach einem Einsatz in Mombasa positiv getestet worden. Damaris, unsere älteste Tochter, übernahm sofort das Krisenmanagement und kommunizierte mit Ärzten, Krankenkasse, Familie, Freunden, Mission. Ohne unsere beiden Töchter hätten wir wirklich nicht gewusst wie weiter.

TIEFER FRIEDE TROTZ ATEMNOT

In der Nacht zum Karfreitag ging es mir dann so schlecht, dass ich um fünf Uhr morgens unseren befreundeten Arzt Umar anrief: „I am suffocating. - Ich bin am Ersticken.“ Trotzdem empfand ich keinerlei Panik, sondern nur tiefen Frieden. „Heute feiern wir das wichtigste Ereignis der Weltgeschichte“, ging es mir durch den Kopf. Und während ich mich wie der reuige Verbrecher am Kreuz meinem Herrn ganz nahe fühlte: „Herr Jesus, denke an mich, ...“ erfüllte mich eine unbändige Freude und die Gewissheit, dass ich nicht unter den Spöttern, sondern ganz nahe bei meinem Erlöser bin. „Eigentlich gibt es doch keinen passenderen Zeitpunkt zu Jesus zu gehen als an einem Karfreitag.“

Inzwischen hatte Damaris bereits eine Ambulanz bestellt, die mich ins gleiche Krankenhaus wie Christel brachte, wo ich dann die nächsten zehn Tage – für Christel waren es sogar 23 Tage – und meist sehr unruhigen Nächte verbringen würde. Obwohl Christel nur knapp drei Meter entfernt in der Frauenabteilung lag, konnten wir uns die ersten Tage nur über Handy austauschen.

 

Missionar Walter Gschwandtner und Team
WUNDER WIE AUF EINER PERLENKETTE

„Wunder dauern etwas länger“, sagt der Volksmund. Aber bei uns schienen die Wunder wie auf einer Perlenkette aufgereiht zu sein:

  • - Nur wenige Tage bevor wir eingeliefert wurden erhielt das Krankenhaus spezielle Sauerstoffmaschinen, die uns das Atmen wesentlich erleichterten.
  • - Außer unserem befreundeten Hausarzt betreute uns noch der absolut beste Facharzt für Lungenkrankheiten.
  • - Da unsere Entzündungswerte extrem hoch waren, entschied man sich ein neues, teures Medikament einzusetzen, das die Werte innerhalb 48 Stunden auf die Hälfte herabsenkte und ganz wesentlich zu unserer Genesung beitrug.
  • - In den Betten neben mir wurden immer wieder neue Patienten eingeliefert: Inder, Bantu Kenianer und „Kenya Cowboys“ (Nachkommen der ehemaligen britischen Kolonialherren) mit denen ich sonst nie in Kontakt gekommen wäre. Und Gott schenkte mir auf sehr natürliche Art erstaunlich schnell Zugang, wie das nur unter Leidensgenossen möglich ist!
  • - Trotz enormer Überlastung behandelten uns die Krankenpfleger mit außergewöhnlicher Liebe, Effizienz und furchtlosem Einsatz vielleicht selbst angesteckt zu werden; und schon bald merkten wir, dass wohl die meisten von ihnen tiefgläubige Christen waren. Welch ein Zeugnis, dass fast alle Angestellten in diesem von Muslimen geführten Musterkrankenhaus fröhliche Nachfolger Jesu sind! Wir haben sie nach unserer Entlassung auch nochmals besucht und uns mit Büchern und Karten bei allen für ihren großartigen Einsatz bedankt.
24 STUNDEN DES HINHÖRENS

Ich bin Gott dankbar für diese intensive Zeit – meist konnte ich kaum mehr als ein, zwei Stunden schlafen und mein Kopf arbeitete auf Hochtouren:

Habe ich nicht oft versucht, Gott durch meine eigenen Pläne und Aktionen zu helfen? Welch eine Ironie, dass ich kleiner Mensch dem grossen Gott helfen möchte! Angesichts des Todes kommen einem so manche Gedanken: „Wir haben nichts in die Welt hineingebracht, wir werden auch nichts mit hinausnehmen.“ (1. Timotheus 6,7.) Was schleppe ich alles an Ballast mit mir herum? Was brauche ich – was kann/sollte/möchte ich weggeben, um nicht dadurch von den wesentlichen Dingen abgelenkt zu werden? Wer bin ich eigentlich und wie habe ich die vergangenen 70 Jahre erlebt? An welchen Beziehungen sollte ich besonders arbeiten, Gott zutrauen, dass er sie umgestalten oder vertiefen wird?

Gott hat mich unglaublich reich beschenkt: vom kleinen Träumer, der meist einsam und ziellos war, hinein in eine Lebensaufgabe, die mich fasziniert. Er hat mich in unendlich viele Länder, Kulturen, Häuser, Gemeinden geführt, und durch Seminare, und insbesondere unsere Literatur, mit zigtausenden von Menschen in Kontakt gebracht. Einfach unglaublich, DANKE Herr!

 

im Austausch mit Studenten
GOTT IST SCHON DA!

Viele Menschen von Deutschland bis China, und von Kanada bis Kenia haben für Christel und mich während diesen Krankheitswochen gebetet! Manche beteten, dass wir möglichst schnell wieder gesund werden. Aber ich glaube, dass Gott ganz viel Zeit brauchte, um uns einiges bewusst zu machen, dass wir in unserem so intensiven, geschäftigen Planen und Tun nie gelernt hätten. Ein Lied von Manfred Siebald hat uns in dieser Zeit immer wieder begleitet. Christel und ich haben es viele Tage (meist mit Tränen) angehört und mitgesungen:

„Lehn dich zurück und streck die Seele aus. Aus deinem Planen, aus deinem Tun; aus deiner Sorge ruft dich Gott heraus. Er will, dass seine Menschen ruhn.“  ... und in der letzten Strophe: „Gott ist schon da. Er will dir Gutes tun. Streck deine Seele nur nach ihm aus. Er lädt dich ein, bei ihm dich auszuruhn und geht dann auch mit dir nach Haus.“

Es gibt noch vieles abzuschließen, zu ordnen, und an andere zu übergeben. Aber wir wollen Gott vertrauen, dass er es auf seine Art abschließt oder in eine neue Weite führt, von der wir gar keine Vorstellung haben. Noch sind wir unterwegs, aber nicht mehr ganz so in Eile wie vor COVID-19.

Danke für eure Gebete! Walter & Christel Gschwandtner

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Seit 1981 sind Walter und Christel Gschwandtner in der Motivations- und Schulungsarbeit tätig. Mit LIFE CHALLENGE helfen sie Afrikanern, ihre muslimischen Nachbarn mit der Guten Botschaft von Jesus zu erreichen – in Südafrika, Kenia, Ghana und wo immer sie von Gemeinden und Missionswerken eingeladen wurden. Life Challenge erstellt auch Bücher und Schulungsmaterialien in verschiedenen Sprachen zu Themen wie Evangelisation, Islamkunde und Begleitung von Neubekehrten. Ab Mitte Mai sind Walter und Christel für drei Monate im Stuttgarter Raum zuhause und freuen sich über Einladungen.

 

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