JUMI-NIGHT 2010
17. Juli 2010 ab 17.30 Uhr: Krass gutes Jugendtreffen der DMG ... ihr seid herzlich eingeladen! (X)
Gott dienen, Fähigkeiten einsetzen, eine neue Kultur ... Wer träumt nicht davon (X)
Echtheit, Phantasie und Spontaneität ...
Zwölf Gründe, weshalb die neue Generation für christliche Dienste im Ausland besonders gut geeignet ist (X)
Du kannst nicht so reden wie deine Freunde? Herzlich willkommen im Club (X)
„Betet ohne Unterlass!“ Das ist doch gar nicht möglich, oder? Mit diesem Bibelwort (1. Thess. 5,17) habe ich bis heute meine Probleme (X)
Und du? Wie sieht Gott deine Zukunft?
Gott hat dich einzigartig geschaffen und begabt. Niemand ist wie du. Es gibt Dinge, die kein anderer Mensch so kann wie du. Gott möchte, dass du ihm diese Begabungen zur Verfügung stellst (X)

Pleiten, Pech und Pannen - "Hoppala", "Versteckte Kamera", "Verstehen Sie Spaß" und wie die Sendungen auch immer heißen. Es ist amüsant, sich Pannen und Peinlichkeiten anderer anzuschauen. "Wie sich manche Leute aber auch anstellen, und was es da alles gibt! Letztens hab ich gesehen, wie einer ...!" Ja, im Fernsehsessel ist leicht lachen über die Unsicherheiten und Ausrutscher anderer. Wer den Schaden hat, braucht für den Spott wirklich nicht zu sorgen. Wie mag es da Petrus ergangen sein, als gleich auf vier Kanälen seine größte Panne gesendet wurde? Alle vier Evangelisten berichten von seiner großen Schnauze und wie er dann so getan hat, als kenne er Jesus nicht. Oh, wie peinlich.
1. Szene - Petrus in seinem Freundeskreis (Matth. 26,30-35): Jesus hielt eine Bibelarbeit über das Alte Testament. Nach seiner gewagten Auslegung entstand eine heftige Diskussion. Vor allem Petrus tat sich hrvor und sagte: "Und wenn ich mit dir sterben müsste, ich steh' zu dir!" Und er meinte das wirklich, und alle anderen waren seiner Meinung.
2. Szene - Petrus in fremder Umgebung (Matth. 26,69-75): Petrus ohne seine Freunde (na ja, Jesus war schon in seiner Nähe, aber das war ihm eher peinlich). An diesem Ort war man auf Jesus nicht gut zu sprechen. Eine andere Weltanschauung, Vorurteile und Ablehnung bestimmten das Denken der Leute um ihn her. Und da sagte so ein Mädchen vor den anderen: "Du gehörst doch auch zu Jesus!" Petrus überhörte diese Bemerkung geflissentlich und tat, als hätte er nicht verstanden, worum es ging. "Aber ich hab dich doch bei diesem Christus gesehen?" bohrte sie weiter. "Ich weiß nicht, wovon du redest", sagte Petrus. "Aber sicher, du hast ja den gleichen Slang!" Da wurde es Petrus doch etwas zu heiß und er beteuerte: "Hey, ich schwöre, ich kenne diesen Menschen nicht!" Und gerade in dem Moment schaute Jesus Petrus in die Augen. Oh, wie peinlich! (Drei Sender blenden hier aus.)
3. Szene - Petrus im Gespräch mit Jesus (Joh. 21,15-17): Denn die Freundschaft war mit der 2. Szene nicht zu Ende. Nein, Jesus lief sogar diesem Freundchen hinterher, nicht um ihn zur Rede zu stellen oder Vorwürfe zu machen, sondern um ihn zu fragen: "Petrus, hast du mich lieb?" Das also war Jesus wirklich wichtig. Das wollte er geklärt haben. Dreimal stellte er Petrus diese Frage. Und völlig überraschend sagte Petrus: "Ja, Herr, du weißt, dass ich dich lieb habe!" - Wie bitte? Wie kann er das sagen? Spricht hier schon wieder sein großes Mundwerk? - Ich denke nicht. Denn einem Menschen, dem eine solche Pleite vergeben wurde, dem wird die Beziehung zu Jesus noch viel wertvoller. Petrus dachte: "Ich könnte verstehen, wenn du mit mir Schluss machst. Ich habe deine Freundschaft nicht verdient. Dass du wieder neu mit mir anfängst, das beschämt mich. Doch deine Liebe lässt auch in mir eine tiefe, echte Liebe werden. Ja, Herr, du weißt, dass ich dich lieb habe!" Und sie war echt, diese Liebe! Von dieser Freundschaft mit Jesus war er überzeugt. Und so konnte er nicht anders als von Jesus weiterzusagen. Ab da redete Petrus von Jesus. Auch wenn es brenzlig wurde. Nun war er überzeugend: Tausende lernten durch ihn Jesus kennen. Die Voraussetzung, um überzeugend von Jesus reden zu können, ist eine echte, tiefe, lebendige Liebesbeziehung zu ihm.
Filmwechsel - zur Jetztzeit: Wie wäre es, wenn dich so eine versteckte Kamera durch deine Woche begleiten würde: "Reality-TV" über einen Christen. Wäre doch toll, oder?
1. Szene - im Jugendkreis bist du voll dabei, du gehörst dazu, beteiligst dich bei den Bibelarbeiten und weißt total Bescheid: "Ehrlich, ein Leben ohne Gott und Jesus könnte ich mir gar nicht mehr vorstellen!" Für manche bist du ohne es zu merken sogar ein Vorbild.
2. Szene - in der Klasse: Bei den dummen Bemerkungen und Sticheleien, da bekommst du den Mund nicht auf. Da fällt dir einfach nichts Passendes ein. Meinte doch eine Klassenkameradin: "Hab ich dich nicht gestern in die Kirche gehen sehen?" Und ein anderer legt nach: "Was, du rennst in die Kirche, glaubst du etwa den Sch... !?" Und du antwortest nervös: "Ja schon, ab und zu, meinen Eltern zuliebe." Und gerade in dem Moment kommt dein kleiner Bruder um die Ecke. Oh, wie peinlich! Hinterher hast du dann die besten Einfälle und weißt genau, was du hättest sagen sollen. Aber da in der Situation - das kam so plötzlich, und du warst so unsicher und die anderen so viele und so ablehnend. Das war überhaupt nicht lustig.
Wie gut, dass es auch hier noch die 3. Szene gibt: Du machst Stille Zeit und liest: "Was ist das wichtigste und größte Gebot? Jesus antwortete: `Liebe Gott, den Herrn, von ganzem Herzen, mit ganzer Hingabe und mit deinem ganzen Verstand ... und liebe deinen Mitmenschen so wie dich selbst'" (Matth. 22,37 f.). Trotz aller Pleiten und Pannen wirst du von Jesus nicht abgeschrieben. Auch dir geht Jesus nach und stellt die eine entscheidende Frage: "Hast du mich lieb?" Wie antwortest du?
Von Jesus reden ...! Dabei kommt es zuallererst auf deine echte, ehrliche Liebe zu Jesus und zu den Menschen an. Bist du von seiner starken Liebe überzeugt? Hast du ihn lieb? Dann überzeugst du. Von Jesus reden und seine Liebe weitergeben, auch mit und an Menschen, die anders denken und glauben? Das geht nur dann gut, wenn du deine Mitmenschen auch lieb hast. Denn dann wirst du die richtigen Wege finden, ihnen Gottes Liebe weiterzugeben. Liebe zu Jesus und Liebe zum Nächsten sind die beiden wichtigsten Bedingungen, damit Dein Leben überzeugend von Jesus redet. Dann wird es weder für dich noch für deine Zuhörer peinlich.
Hans-Peter Sautter (Österreich)
DMG-Mitarbeiter in der Jugendarbeit