Jesus erlebtGebetsanliegenInfo-MaterialDownloadsKontakt

JESUS fest vertrauen!  Es lohnt sich ...

Jesus Christus spricht: „Euer Herz erschrecke nicht! Glaubt an Gott und glaubt an mich!“  (Die Bibel, Johannes 14,1)

Unser Herz erschrickt

Das neue Jahr 2010 hat ganz schön heftig begonnen: Am 12. Januar bebte die Erde in Haiti, einem der ärmsten Länder der Welt, und riss in der Hauptstadt Port-au-Prince und ihrer Umgebung mehr als 200.000 Menschen in den Tod. Was für ein Schrecken: Unzählige wurden schwer verletzt, Millionen haben ihr Zuhause verloren, kämpfen ums Überleben, sind traumatisiert und trauern um ihre Angehörigen. Das ganze Ausmaß der Katastrophe ist noch nicht zu erfassen. Und dann noch das Erdbeben in Chile ...

Die Bilder der verzweifelten Menschen rütteln uns auf; das gewaltige Ausmaß der Katastrophen erschüttert uns. Da erschrickt unser Herz. Doch bei aller Tragik sind wir dankbar, dass unser Missionsarzt Dr. Eckehart Wolff mit einem internationalen Ärzteteam unserer Partnerorganisation HCJB (Ecuador) sofort nach Haiti einfliegen und am Baptistenkrankenhaus in Port-au-Prince nonstop Notoperationen vornehmen konnte. Vielen Schwerstverletzten haben sie das Leben gerettet. Unsere Missionare Volker und Annette Schnüll sowie Susanne Baerg haben Hilfstransporte organisiert und versorgen Flüchtlinge in Les Cayes. Christliche Gemeinden der haitianischen Kirche helfen Notleidenden und setzen Zeichen der Liebe Gottes.

Wenn ich bedenke, wie dünn die feste Erdkruste unseres Planeten ist, die den glühend heißen Erdmantel notdürftig überdeckt. Darunter ist nur geschmolzener Fels, der unter unvorstellbarem Druck steht. Zudem ist die Erdkruste in zahlreiche Erdplatten zerbrochen, die sich ineinander verhaken und immer wieder tiefe Schlunde aufbrechen lassen. Es ist erstaunlich, dass nicht jeden Tag die Erde bebt – auch bei uns – und Unzählige in den Tod reißt. Da kann einem schon das Herz erschrecken …

Erschrecke nicht

Kaum vergessen sind auch die Hiobsbotschaften des zurückliegenden Jahres: Weltwirtschaftskrise, der Zusammenbruch renommierter Großkonzerne verbunden mit dem Verlust tausender Arbeitsplätze, unvorstellbare Staatsverschuldung, weltweiter Terrorismus, Bedrohung aus dem Iran, der Krieg in Afghanistan, Terror in Pakistan, Bürgerkrieg im Kongo, Überschwemmungen auf den Philippinen… Was ist die Welt nur für ein unsicherer, gefährlicher Ort?!

Doch Jesus Christus setzt in der Jahreslosung (Joh 14,1) ganz bewusst einen Kontrapunkt zu unserer Zeitanalyse. Jesus spricht zu uns: „Euer Herz erschrecke nicht.“ Die Angst braucht uns nicht zu beherrschen, weil unser Leben nicht einem blinden Schicksal ausgeliefert ist.

Glaubt an Gott ...

Die Weltwirtschaftskrise hat uns alle hart getroffen; die gesellschaftlichen und geistlichen Umbrüche weltweit sind überwältigend und erscheinen unüberwindbar. Dennoch braucht uns nicht angst und bange zu werden, weil da einer ist, der die Welt in seinen Händen hält. So tröstet uns Jesus in der Jahreslosung: „Euer Herz erschrecke nicht! Glaubt an Gott!“ In den Herausforderungen unserer Zeit wissen wir um den Herrn des Himmels und der Erde. ER ist der Herr der Weltgeschichte, und er hat auch acht auf unser kleines persönliches Leben. Ihm gehört die Zukunft, und ihm bin ich einzelner Mensch wichtig, weil er mich liebt.

Viele Menschen glauben an einen Schöpfer – Muslime, Juden, Hindus –, doch der ewige Schöpfer bleibt ihnen unendlich fern, unbekannt, verborgen, fremd und unbegreiflich. Ein muslimischer Freund erklärte mir einmal überzeugt: „Über Gott können wir eigentlich gar nichts aussagen. Wir können höchstens in Verneinungen von ihm reden. Wir können nur benennen, was und wer er nicht ist.“ Diese Unkenntnis prägt alle Religionen der Welt, und die Bibel stimmt dieser Analyse zu: die Sünde (Entfremdung von Gott) trennt den Menschen unendlich von Gott und nimmt ihm jede Möglichkeit der Gotteserkenntnis (Röm. 3,23).

Manche Religionen machen auch Aussagen über Gott, doch sie kennen ihn nur als den allmächtigen Richter, vor dem sie zitternd niederfallen. Sie erahnen ihn als ein bedrohliches und übermächtiges, verzehrendes Feuer; sie erschaudern beim Gedanken an Gott und sind von Angst erfüllt. Auch diese Erkenntnis stimmt genau mit der Bibel überein (bspw. 2. Mose 3,6; 4. Mose 22,31; Dan. 2,46), insbesondere für den Menschen, der sich von Gott autonom gemacht hat. Er kann die Nähe Gottes nicht ertragen. Er hat sich selbst damit die Lebensgrundlage entzogen und ist dem Tod verfallen.

... glaubt an Jesus!

Den allmächtigen Gott können wir nur durch Jesus Christus begreifen. Nur in Jesus gibt es Frieden mit Gott. So drückt es auch die Elberfelder Übersetzung der Jahreslosung aus. Da heißt es: „Die ihr an Gott glaubt, vertraut (auch) auf Jesus!“ Gott können wir nur durch Jesus Christus kennenlernen. Darum ist Jesus absolut notwendig! Ein allgemeiner Glaube an Gott, den Schöpfer, reicht nicht aus, um vor Gott zu bestehen. Nur in Jesus gibt es die Versöhnung mit Gott, die Vergebung der Schuld, einen echten Neuanfang im Leben, das Leben in der Gemeinschaft mit dem auferstandenen Herrn, Hoffnung und Zukunft. Es geht um Jesus! An ihm entscheidet sich unser Schicksal.

Das erleben gegenwärtig die Menschen in Haiti. Es ist unfassbar: Da sitzen Menschen zwischen den Schutthügeln ihrer eingestürzten Häuser und singen christliche Loblieder. Eine Kollegin unseres Missionars Volker Schnüll verteilte in Port-au-Prince Wasser und Nahrung und verbrachte die Nacht mit den Menschen dort zusammen unter freiem Himmel. Sie erzählte: „Morgens gegen drei Uhr wurden wir durch eines der vielen Nachbeben aus dem Schlaf geschreckt. Wenig später hörte ich von überall her das Lied ‚Amazing Grace’ in Französisch.“

Volker Schnüll ergänzt: „Unser Besuch aus der Hauptstadt berichtete von Menschen, die nach Tagen aus den Trümmern befreit wurden und nicht zuerst nach einem Arzt oder nach Nahrung riefen, sondern: ‚Gibt es hier einen Christen? Ich will mich bekehren, ich will Christ werden!“ Für viele Betroffene des Erdbebens sind die Kirchen die einzige einheimische Anlaufstelle. Kirchlich organisierte Pfadfinder helfen in der Hauptstadt und auch in Les Cayes auf den Straßen, in den Krankenhäusern und Auffanglagern als effektive Ordnungshüter. Sie verhindern Chaos und geben ein gewisses Maß an Sicherheit. Gerade im Leid scheinen Menschen Gott neu oder zum ersten Mal zu suchen. Das gibt manchem westlichen Reporter zu denken“, so Volker Schnüll.

Vertrauen täglich neu wagen

Glauben – dieses Wort bedeutet in der Bibel: vertrauen. Es ist nicht eine wage Vermutung, noch eine rein intellektuelle Erkenntnis, sondern eine tiefe Gewissheit, auf die ich mein Leben bauen kann. Dieses tiefe, unser ganzes Leben umfassende Vertrauen ist keine einmalige Entscheidung. Es muss täglich neu gewagt werden.

So wie bei einer Gruppe von Bergsteigern. Sie vertraut sich ihrem Bergführer an, glaubt an ihn, dass er sie sicher ans Ziel bringt – und wenn ihm ein Fehler unterläuft, könnten sie alle abstürzen. Sie legen ihr Leben in seine Hände. Das ist keine einmalige Entscheidung, sondern sie bestätigen ihr Vertrauen mit jedem Schritt neu.

In der gleichen Weise sollen auch wir Christen jeden Tag neu unser Vertrauen auf Jesus setzen, ihm nachfolgen, Glauben wagen. Dazu lädt uns die Jahreslosung ein, Jesus täglich neu vertrauensvoll nachzufolgen, auch auf unerwarteten Wegen und in dunklen Tälern. Jesus kennt den Weg – ja, er ist selbst der Weg. Jesus gehört die Zukunft – ja, er ist das Leben. Jesus bringt sicher ans Ziel – ja, er ist die Wahrheit.

Die Botschaft weitertragen

Diese Botschaft verkündigen wir in der Welt: Vertraut auf Jesus, denn das lohnt sich! Kürzlich kam mein Kollege Hartmut Peters von einer Reise nach Ostasien zurück. Er berichtete begeistert, dass sich am Weihnachtstag in den Gefängnissen Taiwans 700 Inhaftierte haben taufen lassen. Christen besuchen regelmäßig die Gefangenen, sie helfen ihnen praktisch, schenken ihnen eine Bibel und laden sie zu Bibeltreffs hinter Gittern ein. Etliche haben dieses Angebot angenommen und sich nun bei ihrer Taufe öffentlich zu ihrem neuen Glauben an Jesus bekannt. Nach taiwanesischen Regierungsangaben beträgt die Rückfallquote von Inhaftierten normalerweise rund 50 Prozent. Von denen jedoch, die im Gefängnis Jesus angenommen haben, sind es nur fünf Prozent – und die Behörden staunen über die großartige Wirkung des Evangeliums.

Das ist auch unser Auftrag, alle Menschen zur Begegnung mit Jesus einzuladen: „Setze dein Vertrauen auf Jesus!“ Diese Botschaft braucht unsere haltlose Welt. Verkündigen – das können wir nur gemeinsam tun. Dazu brauchen wir einander. Dazu benötigt Ihr Missionar Ihre Gebete, Ihre Ermutigung und finanzielle Unterstützung. Lassen Sie uns gemeinsam in diesem Auftrag stehen! Damit Menschen hierzulande und rund um den Globus geholfen wird und sie in Jesus Christus dem lebendigen Gott begegnen.

Dr. Detlef Blöcher
Direktor der DMG

Damit Menschen Gott begegnen ...