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Jesus ist einzigartig!

1.300 Gäste beim Herbstmissionsfest der DMG

S i n s h e i m (tv). „Jesus ist einzigartig!“ Diese Botschaft war der rote Faden durchs Programm des Herbstmissionsfestes der Deutschen Missionsgemeinschaft (DMG) am Sonntag (28.09.2008).

Bei herrlichem Sonnenschein nahmen rund 1.300 Besucher in der DMG-Heimatzentrale, dem Buchenauerhof bei Sinsheim, an der Feier teil. Der Leiter des Albrecht-Bengel-Studienhauses, Pfarrer Dr. Rolf Hille (Tübingen), bezeichnete in seiner Predigt das Kommen von Jesus in die Welt als „Sternstunde für die Menschheit: Mit Christus kommen Himmel und Erde wieder zusammen. Das verändert alles, für alle Menschen weltweit!“ In Jesus komme Gott selbst auf die Erde und macht sich für uns Menschen begreifbar – als kleines Baby in der Krippe von Bethlehem. Das sei nicht zu übertreffen, so der renommierte evangelische Theologe. Weil Gott Mensch unter Menschen geworden ist, können wir Christen mit Freude sagen: „Wir kennen Gott!“ Das mache Jesus einzigartig gegenüber allen anderen Religionsstiftern. In den Religionen versuchten die Menschen mit viel Einsatz sich selbst zu erlösen; während das Evangelium ganz vom erlösenden Handeln Gottes ausgeht. Gott selbst komme zu Verzweifelten, Hoffnungslosen und Verlassenen in der Person von Jesus Christus, das sei einmalig. „Wir Menschen müssen uns nicht wie Baron Münchhausen am eigenen Schopf aus der Grube ziehen.“ Heute konkurrierten viele Wahrheiten miteinander. Das Einzigartige an Jesus bleibe, dass er „die Wahrheit in Person“ ist.

Viele Weltanschauungen, aber nur ein Weg zu Gott

Missionsleiter Dr. Detlef Blöcher erklärte, dass viele Weltanschauungen Glück versprächen, doch nur einer ewiges Leben schenke: Jesus Christus. Alle menschlichen Wege seien begrenzt und endeten irgendwo auf der Erde. Doch „Jesus ist der einzige Weg zu Gott“, zitierte Blöcher aus dem Johannes-Evangelium. Jesus sprenge menschliche Ohnmacht, Fesseln und Grenzen. Diese Kraft zeige sich eindrucksvoll an verfolgten Christen im Orient. Blöcher schilderte das Martyrium der arabischen Frau Fatima-al-Mutairi, die kürzlich um ihres Glaubens an Jesus willen ermordet wurde. Sie hat ein eindrucksvolles Abschiedsgedicht im Internet hinterlassen, in dem sie bezeugt: „Dies sind meine letzten Worte. Ich bete zum Herrn der Welten, Jesus dem Messias. Ganz gewiss, bis in den Tod, werde ich Jesus nachfolgen.“ Auf diese Hoffnung baue auch Masab Yousef, ein ehemaliger Muslim: „Es gibt nur einen Weg zum Paradies, der Weg von Jesus, der sich selbst am Kreuz für uns hingegeben hat.“ Aufgrund seines Bekenntnisses musste er inzwischen aus seiner Heimat im Mittleren Osten fliehen. In diesem Zusammenhang erinnerte Blöcher an die anhaltende Verfolgung von Christen in Indien. Die Welle der Gewalt vonseiten radikaler Hindus in Orissa, bei der 50.000 Christen vertrieben und viele Kirchen verwüstet worden sind, greife auch auf andere Landesteile über. Der Missionsleiter forderte die Teilnehmer des Herbstmissionsfestes zum Gebet und zur Unterstützung für verfolgte Christen auf.

Das Besondere an Jesus …

… betonten auch mehr als 30 Missionare der DMG, die sich und ihre Projekte dem Publikum vorstellten. In farbenfrohen Gewändern ihrer Einsatzländer bildeten sie einen bunten Strauß an Aussagen, was Jesus ihnen persönlich bedeutet: „Jesus ist einzigartig, weil er das geknickte Rohr nicht zerbricht“ (Hartmut und Gunda Laubert, Frankreich). „… weil er Schuld vergibt“ (Fritz und Lydia Radlingmayr, Österreich). „… weil er die Welt zu uns schickt, damit wir sie erreichen können“ (Walter und Esther Reuter, Deutschland). „… weil es bei ihm keine hoffnungslosen Fälle gibt“ und „weil er sogar unsere Schwächen gebraucht, um sein Reich zu bauen“ (zwei Missionare in Ostasien). „… weil Jesus uns hilft, Brücken zu schlagen zwischen Christen und Muslimen“ (ein Mitarbeiter in der Arabischen Welt). „… weil wir Jesus in allem vertrauen können“ (Harald Kunkel, Russland). „… weil er durch seine Auferstehung den Grundstein für eine völlig neue Welt gelegt hat“ (eine Missionarin in Indien). Musikalisch erfreuten die 25 jungen Christen des Gitarrenchors Kaisersbach die Gäste mit modernen Gospels und Chorälen zum ungewöhnlichen Klang von zwölf Gitarren, Querflöte, Piano und Schlagzeug. Sie sangen über Jesus: „Dieser Mensch hat diese Welt verändert. Er hat gezeigt … dass Gott jeden Menschen unwahrscheinlich liebt.“

Wie Gott in Kenia einen Engel sandte

Die in Kenia tätige Missionarin Margot Reich (Kapsabet) schilderte, wie sie während der heftigen Unruhen nach den Wahlen Ende 2007 Gottes Bewahrung erlebt hat. Die Dozentin am Kapsabet Bible College war trotz der schwierigen Situation in Kenia geblieben: „Ich wollte unsere Lehrer nicht im Stich lassen.“ Es war zu Weihnachten. Mit anderen Missionaren begleitete sie spätabends einen Kurzzeit-Mitarbeiter zum Flugplatz. Nach wenigen Kilometern gerieten sie in eine Straßensperre: Brennende Reifen, Müll und umgeworfene Strommasten blockierten die Fahrbahn. Mit Steinen, Knüppeln und Buschmessern bewaffnete Männer wollten Angehörige befeindeter Stämme ergreifen und töten. Die Missionarin konnte dem Rädelsführer in ihrer Stammessprache antworten – das entspannte die Situation. Einer setzte sich zu ihnen ins Auto und führte sie sicher durch zwei solche Blockaden. An der dritten Sperre wurde es brenzlig, da die Jugendlichen dort offensichtlich unter Drogen- und Alkoholeinfluss standen. Plötzlich kam von hinten ein Kenianer in seinem Auto heran. „Für mich war das wie ein Engel“, so Margot Reich. Die Meute teilte sich, machte bereitwillig Platz und ließ ihn vor uns passieren. „Wir rollten einfach hinterher. Es war Gottes Hilfe, dass ich, meine Kollegen und der Kurzzeit-Mitarbeiter damals sicher ans Ziel gekommen sind.“

Geschäftsmann rettet Menschen aus anderem Stamm

Eine befreundete kenianische Pastorenfamilie erlebte ebenfalls Gottes Hilfe bei den Unruhen: Die Kalenjin lebten damals im Gebiet des Kikuyu-Volkes nahe Eldoret. Am Weihnachtsmorgen predigte er noch in seiner Gemeinde vor rund 200 Gottesdienstbesuchern, alles schien normal. Am Nachmittag brachen die Unruhen aus. Von der nahegelegenen Straße drangen Schreie in ihr Haus, in der Umgebung standen bereits erste Häuser in Flammen. Bewaffnete Horden näherten sich bedrohlich ihrem Grundstück. Die Familie versteckte sich Stunden unter den Betten. „Mitten in der Nacht hörten meine Freunde, wie sich jemand leise durch den Gartenzaun auf ihr Grundstück und dann in ihr Haus schlich!“, erzählte Margot Reich. Sie hatten furchtbare Angst, doch der Eindringling war kein Attentäter, sondern ein reicher Geschäftsmann aus der Nachbarschaft. Während in dieser Nacht viele Menschen umgebracht wurden, brachte dieser Geschäftsmann sie unter Lebensgefahr in sein Haus. Mehrere Wochen hielt er sie dort versteckt. „Es war ein Wunder, dass die dreijährige Tochter während der ganzen Zeit ruhig war“, so Margot Reich. Kein Nachbar oder Besucher schöpfte Verdacht. Als die Situation in Eldoret sich etwas beruhigte, konnte der Geschäftsmann die Familie ans Rote Kreuz übergeben. Sie waren gerettet.

Trinkwasser für Andendörfer

Wie Missionare Menschen in ihren Einsatzländern helfen, wurde im Seminar von Hermann Schirmacher deutlich. „Wasser ist eines der wertvollsten Güter, die Gott uns in die Hände gelegt hat“, erklärte er. Man könne auf vieles verzichten, sauberes Trinkwasser jedoch sei lebensnotwendig! In seinem Einsatzland Ecuador würden 90 Prozent der Abwässer ungeklärt in Flüsse und Seen geleitet. „Viele Menschen in Ecuador leben von Wasser, das andere unbedacht verschmutzt haben, dadurch breiten sich Krankheiten aus.“ Darum hilft Hermann Schirmacher Dörfern in den Anden, an der Küste und im Urwald. Gemeinsam mit den Bewohnern bauen sie Latrinen und eine Trinkwasserleitung vom nächsten erreichbaren Bach. So bekommt jeder Haushalt sauberes Wasser und leitet seine Abwässer nicht mehr unkontrolliert ab. Das Leben der Bevölkerung verbessert sich deutlich. Wo die Schwerkraft nicht mehr ausreicht, wird eine Elektropumpe installiert. „Wir wollen ganzheitlich helfen, den Menschen gute Vorbilder sein und Gottes Liebe weitergeben“, sagte der Missionar über seine Motivation.

Spannendes Kinderfest und Teenager-Programm in der kirgisischen Jurte

Neben den Plenumsveranstaltungen informierten sich die Besucher bei zahlreichen Seminaren und Workshops über Mission. Die Gemälde-Ausstellung mit Bildern von Italien-Missionarin Susanne Stoehr kam gut an. Sie erzählte, wie sich durch Kunst Kinder wie Erwachsene für Jesus begeistern lassen. Für Teenager gab es ein eigenes Programm in einer echten kirgisischen Jurte. 150 Kinder erfreuten sich am Theaterstück über die biblische Geschichte der mutigen jungen Frau Esther, an Spielstraße und Hüpfburg. Es war ein rundum gelungenes Fest für die ganze Familie. Die Besucher fühlten sich auf dem schönen Gelände rund um Schloss Buchenauerhof sichtlich wohl und suchten im ansprechenden Ambiente vieler Völker und Kulturen das Gespräch mit Missionaren und Mitarbeitern der DMG.

Damit Menschen Gott begegnen ...