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Dr. Detlef Blöcher stellt sich vor

(geb. 1953), seit 1981 verheiratet mit Dr. Elisabeth Blöcher; 3 Kinder (* 1983 - 90), seit 2000 Direktor der DMG.

Mitten in den 68ern
Ich bin in einer christlichen Familie aufgewachsen und wurde schon früh mit dem Evangelium vertraut. Als Jugendlicher habe ich mich jedoch vom Glauben abgewandt und war mehr politisch engagiert. Es war die Zeit der Studentenrevolte (1968), die auch meine Schule (wenige hundert Meter vom Campus der Uni Frankfurt entfernt) erfasst hatte. Ich wollte die Welt zum Besseren verändern ("make love not war"), gegen Ausbeutung und Ungerechtigkeit kämpfen. Wir wollten eine gerechtete, liebevolle Gesellschaft schaffen, doch mein Herz war voller Bitterkeit und Zorn - auf die Gesellschaft, die Kirche, meinen Vater.

Kann man sich selbst auf dem Sumpf ziehen?
Zusammen mit meinen politischen Freunden träumte ich von dem "neuen sozialistischen Menschen", und musste doch erkennen, dass ich mich nicht einmal selbst im Griff hatte. Langsam dämmerte es mir, dass ich dem Baron Münchhausen glich. Dieser berühmte Geschichtenerzähler beschrieb, wie er einmal auf seinem Pferd unterwegs war, vom Weg abkam und in ein Hochmoor geraten ist. Sein Pferd sank immer tiefer in den Morast. Und je mehr er sein Pferd mit der Peitsche antrieb, umso tiefer sank er ein. In der einsamen Gegend gab es keine Hilfe weit und breit, er war dem Tode geweiht. Doch er war ein cleverer Bursche und  wusste er sich aus dieser hoffnungslosen Lage zu retten: er zog sich einfach selbst an seinem eigenen Schopf aus dem Sumpf - mitsamt seinem Pferd. Soweit seine Lügengeschichte, denn wir wissen alle, dass dies physikalisch nicht funktioniert. Und doch verhalten sich viele Menschen genauso und versuchen sich am eigenen Schopf aus dem Sumpf ihres Lebens zu ziehen.

Gott half mir heraus
Ich habe es einige Jahre lang vergeblich versucht. Doch wie bei Münchhausen ist Hilfe nur von außen möglich. Zusammen mit meinen Freunden saß ich im Sumpf und rief ihnen zu: Zieht mich hier raus - doch meine Freunde saßen im gleichen Schlamm. Meine innere Verzweiflung wuchs immer mehr, bis ich eines Abends vor Gott kapitulierte. Ich rief: "Gott, ich weiß nicht, ob es dich gibt. Aber eins weiß ich, dass ich Hilfe brauche. Und wenn du diese Worte hörst, dann zieh mich bitte aus dem Sumpf meines Lebens. Ich schaffe es nicht." Gott hat diesen meinen Schrei aus der Tiefe gehört und mir ein neues Leben in der Gemeinschaft mit Gott geschenkt. Es ist langsam gewachsen, und ich hatte manches in meinem Leben in Ordnung zu bringen.

Das ist die Frohe Botschaft
Dies geschah 1970, kurz vor meinem Abitur; Jesus kennenzulernen hat für mich eine große Befreiung und Lebenswende dargestellt. Ich habe erfahren, dass es in Jesus Christus neues Leben gibt. Erfülltes Leben, das über den Tod hinaus reicht. In Jesus Christus hat uns Gott versöhnt mit sich selbst, mit anderen Menschen und mit der Umwelt. Das ist die frohe Botschaft von Jesus Christus. Seitdem ist es mein Wunsch, Menschen auf der Suche nach Leben auf diese Möglichkeit hinzuweisen. Jesus hat mein Leben unendlich reich gemacht, und ich möchte jetzt zur Ehre Gottes leben. Das Leben mit Jesus lohnt sich.

Damit Menschen Gott begegnen ...