DMG-Jahresfest 2009: Bilder, Texte und Predigt-Download von einer schönen Feier mit super Kindermusical ...
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... von unserem Jahresfest
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S i n s h e i m (tv). „Es ist viel leichter, die Welt im Allgemeinen zu lieben, als den Nächsten.“ Gerald Häde fand markante Worte in seiner Predigt beim Jahresfest der Deutschen Missionsgemeinschaft (DMG) am Sonntag (25.04.), mit denen er die rund 1.000 Besucher des Treffens motivierte. Häde ist Personalleiter für 100 Missionare in Europa, er betonte: „Bewegt uns die Not der Welt noch wirklich?“ Er forderte die Zuhörer auf, die Liebe Gottes, wie sie in der Bibel in Johannes 3,16 am eindrucksvollsten zum Ausdruck komme, an Nachbarn, Verwandte und rund um den Globus weiterzugeben. „Wir leben in einer harten Welt, aber wir müssen nicht mit einem harten Herzen leben. Jesus Christus hat ein Herz voll Liebe für die Menschen“, so Häde.
Glaube – eine Frage des Herzens
Christsein müsse im Alltag sichtbar werden. „Engagement in der Welt ist nicht abhängig vom Alter, dem Portemonnaie oder der Gesundheit – es ist eine Frage des Herzens und der bewussten Entscheidung.“ Christen könnten ganz bewusst Gott ein Jahr ihres Lebens für einen Dienst im Ausland zur Verfügung stellen. Gemeinden könnten sich das Ziel setzen, junge Christen zu motivieren, zu unterstützen und zu senden, damit diese als Lebensaufgabe Menschen weltweit dienen können. Sie sollten Verantwortung für die Menschen im direkten Umfeld und für Missionare im Ausland übernehmen, damit vielen geholfen und die frohe Botschaft der Bibel in Wort und Tat weitergegeben werde.
Für jeden einzelnen, ganz persönlich
Häde ermutigte die Zuhörer, die Liebe Gottes auch für sich ganz persönlich anzunehmen, selbst wenn das eigene Leben und die Umstände schwer oder unverständlich seien: „Die Liebe Gottes hängt nicht davon ab, wie Ihr persönliches Schicksal gerade ist – sie zeigt sich darin, dass er seinen Sohn Jesus Christus am Kreuz für Sie sterben ließ.“ Dadurch habe Gott seine Liebe zu allen Menschen ein für allemal bewiesen. Wer Jesus um Vergebung seiner Schuld bitte und ihm sein Leben schenke, der erhalte neues Leben, „jetzt und bis in Ewigkeit".
Keine menschliche Erfindung, sondern von Gott
DMG-Direktor Dr. Detlef Blöcher betonte in der Schlussansprache, dass Mission keine menschliche Erfindung oder Aktivität sei, sondern Gottes kraftvolles Handeln in der Welt. „Es sind nicht unsere 350 Helfer rund um den Globus, die Mission machen – Gott selbst offenbart sich, er rettet, heilt und schafft Neues. Einfach weil das seinem liebevollen Wesen entspricht.“ Das Thema des DMG-Jahresfestes war „Gottes Mission“. Blöcher erklärte dazu: „Gott ist der Schöpfer der Welt, der Herr der Geschichte und er hat seine Mission mit der Welt.“ Gott sei Ursache, Triebkraft, Sinn und Ziel der Mission. Blöcher bezeichnete es als „ein Geschenk Gottes“, dass dieser die Christen und Gemeinden in „seinen wunderbaren, weltweiten Auftrag“ mit einbeziehe.
Ein ganz besonderer Kohlefrachter
Wie Gott in aller Welt handle, komme immer wieder in Berichten von Missionaren zum Ausdruck. Blöcher erzählte von Felix Henrichs, der in Rotterdam Seeleuten hilft. Henrichs hatte in der vorigen Woche einen philippinischen Kohlefrachter besucht, dessen Kapitän (ein Filipino) während der Reise nach Europa alle seine 21 Besatzungsmitglieder für die Botschaft der Bibel begeistert hat: „Da fährt ein kleiner Kohlefrachter über die Weltmeere, auf dem mitten auf dem Ozean jeden Sonntag alle miteinander bewusst Gottesdienst feiern. Jesus spielt DIE zentrale Rolle auf diesem Schiff!“ Da bekomme der Ausdruck, „ein Schiff, das sich Gemeinde nennt“, eine völlig neue Bedeutung. Zudem erzählte der Leiter der DMG von einer jungen Frau in Algerien, die kürzlich per Brief um eine Bibel gebeten hatte, mit den Worten: „Ich bin eine junge Christin. Jesus ist mir im Traum erschienen. Ich bin so glücklich, bitte schickt mir christliche Schriften…“
Ein Indianerdorf freut sich über christliche Kinderstunden
Missionare schilderten beim Jahresfest weitere eindrucksvolle Beispiele, wie Gott selbst rund um den Globus Türen für die Gute Nachricht öffnet. Etwa der württembergische Pfarrer Bernhard Grupp (Foto mit Geige), der bei Indianern in Brasilien arbeitet. Bisher gebe es in ihrem Dorf drei Christen, die Kinderstunde am Sonntag jedoch besuchten 20 bis 50 Teilnehmer, darunter auch Erwachsene. Der Dorfrat der Indianer habe ausdrücklich darum gebeten, die Kinderstunden mit Spiel, Spaß und biblischen Geschichten fortzuführen. „Ich freue mich auf unsere Wiederausreise nach Brasilien im August, weil ich weiß, dass uns die Indianer mit offenen Herzen empfangen werden“, so der DMG-Mitarbeiter. Grupp engagiert sich sehr für das Volk, in dem er arbeitet. Er kennt ihre Sprache gut und versucht, Kindern und Erwachsenen Lesen und Schreiben beizubringen.
Rollstühle für Mittellose
Heidrun Böhm betreut ein Rollstuhlprojekt in Thailand. Sie sagte: „Unsere Stiftung verteilt jedes Jahr hunderte Rollstühle an Behinderte, die sich keinen leisten können. Es begeistert mich, immer wieder in die strahlenden Gesichter von Menschen zu schauen, die sich mit ihrem neuen Rollstuhl zum ersten Mal in ihrem Leben plötzlich selbständig fortbewegen können.“ Mit staatlicher Genehmigung verteilen sie auch christliche Schriften wie das Buch „Joni“, die Biografie einer bekannten behinderten Frau aus den USA, und Bibeln. „Es bewegt uns, wie die Menschen durch die christliche Botschaft Hoffnung und Lebenssinn schöpfen.“ Einmal habe ihr Team an einem Ort ältere Rollstühle repariert, die sie vor Jahren verschenkt hatten. Da sei Frau Aod (40) freudestrahlend auf sie zugerollt: „Erkennen Sie mich nicht; Sie haben mir doch damals das Joni-Buch geschenkt – das hat mir wirklich geholfen.“ Aod habe sich aufgrund des Buches für ein Leben mit Jesus entschieden, so Heidrun Böhm. Heute sei die Thailänderin Mitglied einer christlichen Gemeinde in ihrem Heimatort, 90 Kilometer von Chiang Mai entfernt.
Ein junger Pfarrer aus Sachsen und sein Chor
„Gliggaof!“ (Glück auf), der typisch erzgebirgische Gruß von Pfarrer Heiko Wetzig brachte die rund 1.000 Gäste des Jahresfestes zum Schmunzeln. Er war mit dem Jugendchor Ichthys seiner Kirchengemeinde in Eibenstock bei der DMG. Sie sorgten für eine ansprechende musikalische Umrahmung des Jahresfestes mit modernen christlichen Liedern und Chorälen. Die jungen Leute waren begeistert, dass sie im Kraichgau bei einer so großen Feier musizierten – Begeisterung, die man ihren Liedern abspürte. Kommentar einer älteren Besucherin: „Die jungen Leute aus Eibenstock haben mir gefallen, die waren so richtig authentisch.“ Mehr als 100 Kinder erlebten parallel zu den Hauptveranstaltungen ein spannendes Ritter-Theaterstück und hatten ihren Spaß in der Spielstraße bei schönstem Wetter im idyllischen Park rund um das Schlösschen Buchenauerhof.
Teenagerprogramm über ein Jugendgefängnis im Niger …
In der echten kirgisischen Jurte trafen sich die Teenager zu ihrem Programm. Christa Englert, eine junge DMG-Mitarbeiterin im Niger, erzählte ihnen von ihrer Arbeit im Jugendgefängnis von Niamey – von Omar, einem Jugendlichen, der seinen Freund versehentlich im Streit getötet hatte. Und wie sie und ihr Team diesem jungen Mann aus seiner Misere heraushelfen und ihm eine Chance auf ein neues Leben gaben. Das Jahresfest war eine besondere Veranstaltung, bei der die Teilnehmer Interessantes aus fremden Kulturen hören, schmecken und miterleben konnten. Bei strahlendem Sonnenschein nutzten die Gäste die Gelegenheit, mit den Missionare persönlich ins Gespräch zu kommen und sich über ihre Arbeit zu informieren.
Die Deutsche Missionsgemeinschaft
… ist mit 350 Mitarbeitern in 76 Ländern in unterschiedlichsten kirchlichen und sozialen Projekten in aller Welt vertreten. Sie ist Partner von 105 Kirchen und internationalen christlichen Organisationen rund um den Globus. Geschäftsführer Andreas Ebinger dankte den Freunden der DMG herzlich für ihre Verbundenheit und alle Spenden im vergangenen Jahr. Er sei Gott sehr dankbar, dass auch im Krisenjahr 2009 genug Spenden für die weltweite Arbeit der DMG zusammengekommen sind.
Gottes Treue haben auch die Jubilare der DMG erlebt, denen Ebinger für ihren langjährigen Dienst dankte. 10 Jahre bei der DMG sind: Kirsten Giese (Brasilien), Marc und Irma Menne (Papua Neuguinea), Manuela Niehausmeier (Tansania), Ni Qu (Kanada), Charlotte Prüfer (Brasilien), Hans-Jörg & Andrea Richter (Malawi). 25 Jahre bei der DMG sind: Günther (Orient), Hans-Georg und Margarete Hoprich (Österreich), Marianne Kunath (Brasilien), Iris Rauscher (Ecuador), Elisabeth Joyce (USA) und Cornelia Hablützel (Heimatzentrale). 40 Jahre bei der DMG ist: Irene Menzel, Brasilien. Ebinger dankte den Jubilaren für ihren Einsatz im Rahmen der DMG.