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Neue DMG-Mitarbeiter für Indianer in Nordamerika

Berufung im Kirchturm

Unsere neuen Mitarbeiter Martin und Silke Hornfischer wollen bei Indianern in Nordamerika leben und ihnen in Wort und Tat die Liebe Gottes weitergeben. Lesen Sie hier, wie es zu dieser Entscheidung gekommen ist:

 

 

Als der Blitz einschlug
Den ganzen Tag war es schwülheiß. Abends döse ich auf der Bettdecke ein. Zwei der vier Fenster des Turmzimmers stehen offen, um die kühle Brise hereinzulassen. Mitten in der Nach frischt der Wind plötzlich auf, Blitze zucken, dicke Regentropfen schlagen auf. Ich springe vom Bett, um die Fenster zu schließen, vorbei am Gestänge der Turmuhr, das von oben herab in der Mitte des Raumes in alle vier Himmelsrichtungen führt. Im Mauerrahmen kauernd schließe ich das Fenster. Plötzlich ein Knall, meine Ohren dröhnen. Der Blitz hat eingeschlagen! In der Maueröffnung war ich am sichersten Platz des Raumes. Das metallene Uhrgestänge, das an den Blitzableiter angeschlossen ist, verläuft nur einen Meter vom Metallrahmen meines Bettes entfernt! Im Bett hätte es eine heiße Nacht werden können. So hat mich Gott bewahrt in meiner Türmerwohnung der St. Bartholomäuskirche in Marktredwitz.

"Ja" zu Jesus
Meine Bekehrung dagegen war unspektakulär: Aufgewachsen in einem christlichen Elternhaus kannte ich mich in der Bibel aus. Bei einer Jugendevangelisation sagte ich öffentlich „Ja“ zu Jesus. Meine Berufung hatte ebenfalls mit dem Kirchturm in Marktredwitz zu tun: Mein Bruder Andreas machte dort seinen Zivildienst, ich hatte eine Arbeitsstelle als Bäcker direkt gegenüber und zog als Untermieter mit in den Turm. Als ich die Einberufung bekam, war ich mittlerweile so begeistert von dem Turm, dass ich den Wehrdienst verweigerte, um die Zivildienststelle samt Wohnung zu beerben.

Theologische Ausbildung in Adelshofen
Kurz darauf jedoch hatte ich einen Motorradunfall. Mit Beckenbruch lag ich im  Krankenhaus, konnte nicht arbeiten, dafür aber viel über meine Zukunft nachdenken. Es reifte der Entschluss, ans Theologische Seminar in Adelshofen zu gehen. Leute aus meiner Gemeinde hatten mich öfter schon dazu ermutigt. In Adelshofen lernte ich meine Frau Silke kennen, die meine Berufung in die Mission wesentlich beeinflusst hat.

Das Seil ergreifen
Ich, Silke, bin in einem christlichen Elternhaus aufgewachsen. Von klein auf hörte ich von Jesus. Mit 15 Jahren nahm ich an einer Teenagerfreizeit unserer Gemeinde in Dänemark teil, wo ich gute biblische Impulse hörte. Die Mitarbeiter führten ein Anspiel über einen Mann auf, der in eine tiefe, enge Grube fiel, aus der er alleine nicht herauskam. Ein Buddhist und ein Muslim kamen vorbei und boten Hilfe an, doch nur gegen Leistung. Der Mann solle Opfer bringen oder Richtung Mekka beten. Das alles war ihm aber da unten nicht möglich. So gingen die beiden Männer weiter. Dann kam Jesus. Ohne zu fragen warf er ein Seil zu dem Mann hinab und zog ihn heraus. Alles was der Mann tun musste war, das Seil zu ergreifen.

Indianer - eine verrückte Idee?
An diesem Abend wurde mir bewusst, dass Jesus mich bedingungslos liebt. Wir Menschen müssen doch nur seine ausgestreckte Hand ergreifen. Das tat ich und lud Jesus in mein Leben ein. Nun war klar: Ich gehe als Missionarin nach Alaska zu den Indianern. Indianer haben mich schon immer fasziniert und begeistert. Anfangs dachte ich, dass es vielleicht nur eine verrückte Idee ist. Doch über die Jahre hörte ich viel über Indianermission in Nordamerika, ich lernte Missionare aus Alaska und sogar Indianer kennen. Ein Kurzpraktikum in Alaska gab mir Gewissheit. Alles zusammen war ein klarer Fingerzeig Gottes.

Auf dem Weg nach Alaska
Im Anschluss an unsere Ausbildung arbeiteten wir im Oderbruch in der offenen Jugendarbeit des CVJM Seelow mit. Im März 2005 kam dort unser Sohn Finn zur Welt. Nun machen wir uns als DMG-Missionare auf den Weg nach Alaska. Die Selbstmordrate unter den Indianern ist hoch; Alkohol, Dunkelheit und Arbeitslosigkeit tragen das ihre dazu bei. Viele Menschen sind verunsichert; gelten die alten Traditionen oder das moderne Amerika? Sie haben Zweifel und Fragen. Wir möchten sie mit Jesus bekannt machen, der allein das wahre Leben ist. Das kann nur funktionieren, wenn wir unseren Alltag mit ihnen teilen. Wir werden mit ihnen zur Jagd gehen, die Frauen um Rat fragen bei der Verarbeitung von Fleisch und Beeren ...

Sie können uns auf diesem Weg unterstützen:
Die Indianer sind im rauen Klima Alaskas aufgewachsen. Es gibt eine Menge, was wir von ihnen lernen können. Wir freuen uns sehr darauf und sind gespannt, wie Gott uns dort als Familie gebrauchen möchte. Herzlichen Dank allen, die uns auf diesem Weg im Gebet und finanziell unterstützen. Bitte überweisen Sie Ihre Spenden an die DMG einfach mit dem Vermerk "Hornfischer". Herzlichen Dank im Voraus. Noch sind wir im Reisedienst in Deutschland und freuen uns auf eine Einladungen in Ihre Gemeinde ...

 

Talksendung mit Ehepaar Hornfischer:

Im Online-Fernsehen bei Bibel-TV: Die neuen DMG-Mitarbeiter Martin und Silke Hornfischer bereiten sich auf eine Arbeit mit Indianern in Alaska vor. Sie waren in "Bibel-TV Gespräch", einer Talkshow.  (online anschauen)

 

 

Damit Menschen Gott begegnen ...